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Pritzwalk Stadt Pritzwalk denkt über weitere Abrisse nach
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11:18 29.11.2019
Viele Gebäude sollen in den nächsten Jahren weichen. Das Haus in der Havelberger Straße 83 in Pritzwalk wird dabei ins Auge gefasst. Quelle: Julia Redepenning
Pritzwalk

Einige Gebäude in der Stadt sollen weichen, wenn es nach dem Wunsch der Stadt Pritzwalk geht. Im Hauptausschuss wurde diese Idee jedoch nicht von allen Mitgliedern mit Beifall bedacht. Im Umsetzungsplan für den Stadtumbau werden gleich mehrere Vorhaben für den Zeitraum von 2020 bis 2023 ins Auge gefasst. Noch ist die Sache und der Abriss nicht spruchreif, sondern nur eine Idee.

Marodes Haus in der Innenstadt soll weichen

Nicht nur die Fassade hat schönere Tage erlebt, sondern sollen die Balkone absturzgefährdet sein. Doch der Stadtverordnete Helmut Kühn sprach ein wesentlich sensibleres Thema an: „Es handelt sich um ein Eckhaus. Ich muss dringend geklärt werden, ob ein solches Objekt dann auch zurückgebaut werden darf.“

Wohnungsbaugenossenschaft plant ebenfalls einen Abriss

Eine klare Aussage konnte dem Hauptausschussmitglied keiner der Anwesenden geben. Vom Tisch ist diese Idee nicht, vor allem nicht für Kühn, der den Abriss verlangt, denn die Rückbau- und Sicherungsmaßnahmen sind notwendig. Das zeigt auch der zweite Fall, der an diesem Abend zum Teil heiß diskutiert wurde. Die Wohnungsbaugenossenschaft, kurz WBG, möchte sich ebenfalls von einem seiner Objekte trennen.

Warum dieser Entschluss getroffen wurde, erklärte Heike Michael, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsbaugenossenschaft „Vereinte Kraft“, den Mitgliedern des Hauptausschusses . „Es handelt sich um einen Neubau, der noch den alten DDR-Standard besitzt“, sagte sie. Dieser Wohnblock ist im Gebiet Pritzwalk Nord zu finden. „Wir haben hier einen enorm hohen Leerstand und möchten auch nicht mehr investieren“, fügte sie hinzu.

Hoher Leestand zwingt zum Handeln

Erstaunt schauten sie einige der Ausschussmitglieder an. Volker Kiefner von der Bürgerstimme für Pritzwalk wollte den endgültigen Standpunkt seitens der Vorstandsvorsitzenden nicht einfach hinnehmen. „Muss das Gebäude gleich abgerissen werden“, fragte er. Heike Michael nannte Zahlen, um deutlich zu zeigen, wie ernst die Lage ist. „Mit diesem Objekt haben wir 12 Prozent Leerstand und ohne nur 5“, betonte sie.

Laut Heike Michael leben aktuell nur wenige Mietparteien in den Wohnungen – und das zu einem Schnäppchenpreis von etwas über zwei Euro pro Quadratmeter. Für die Genossenschaft lohnt sich das Gebäude weder unsaniert, noch in einem saniertem Zustand. Daher soll es weg. „Gäbe es nicht die Möglichkeit einen Investor zu suchen“, fragte Kiefner im Anschluss. Doch diese Aussage wurde schnell vom Tisch genommen und auch er gestand sich ein – es ist hoffnungslos.

Ausschussvorsitzender Harmut Winkelmann konnte Michael zustimmen, merkte jedoch an: „Wir sollten nur aufpassen, dass wir den bezahlbaren Wohnraum für all die, die weniger haben, nicht komplett verschwinden lassen.“ Ob und wann in Pritzwalk besagte Objekte weichen müssen, steht aktuell noch nicht fest. Einstimmig war das Votum des Hauptausschusses zur Vorlage und nun wird sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema beschäftigen.

Von Julia Redepenning

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