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Pritzwalk Jägerschaft Lindenberg zeigt in Groß Woltersdorf imposante Trophäen
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14:26 10.02.2020
Marcel Köhn (l.) zeigt Karl-Heinz Wichmann eine ganz besondere Trophäe: einen 14-Ender Hirsch. Quelle: Bernd Atzenroth
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Groß Woltersdorf

Vieles war am Freitag so wie meist bei den Trophäenschauen der Jägerschaft Lindenberg, aber eins war anders. Diesmal waren die Trophäen am Schießstand in Groß Woltersdorf direkt hinter der Gaststätte „Zur Hexe“ aufgebaut – die Gaststätte Lamprecht in Lindenberg, sonst immer Ort des Geschehens, ist derzeit geschlossen, weil der Gastwirt erkrankt ist.

Doch konnte die Jägerschaft nach Groß Woltersdorf ausweichen und wurde dort von der neuen Betreiberin der Gaststätte „Zur Hexe“, Kathleen Firat, gut bewirtet.

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Ein Goldmedaillenbock kommt nicht oft vor

Und auch in Groß Woltersdorf kamen die zum Teil imposanten Trophäen gut zur Geltung. Marcel Köhn zeigt zum Beispiel mit Stolz die Trophäe eines Rehbocks, den er selbst am 20. Mai 2019 geschossen hatte – eine Trophäe, die eine Goldmedaille wert war, und „das kommt nicht so oft vor“, wie das Vorstandsmitglied in der Jägerschaft Lindenberg genau weiß.

Auch ansonsten haben sich die Rehwildtrophäen als sehr auszeichnungswürdig erweisen: Zwei wurden mit Silber, drei weitere mit Bronze bedacht. Dass man so gut ausgereifte Tiere vorfindet, hat aus Sicht von Marcel Köhn auch etwas mit der Hege zu tun.

Ein ungerader 20-Ender mit tragischem Schicksal. Der Hirsch hatte sich aus unerklärlichen Gründen in einem Koppelzaun verfangen und dabei selbst zu Tode stranguliert. Quelle: Bernd Atzenroth

Nicht immer sind es Trophäen von Tieren, die von Jägern geschossen wurden. Nach wie zuvor sind die Wildunfallzahlen hoch, und auch die Trophäen der dabei zu Tode gekommenen Tiere finden sich in der Ausstellung wieder. Im Revier Dannenwalde wiederum wurde ein starker Hirsch gefunden, der sich aus unerfindlichen Gründen in einem Koppeldraht verfangen und selbst zu Tode stranguliert hatte.

Ein Umstand, der Marcel Köhn und auch den ebenfalls anwesenden Jäger Karl-Heinz Wichmann wunderte. „In der Regel springen die Hirsche einfach drüber“, weiß Marcel Köhn. Ausgerechnet diesem starken sechsjährigen Hirsch, einem ungeraden 20-Ender, gelang dies nicht und er starb einen tragischen Tod. Seine Trophäe aber ist eine Goldmedaille bei Damwild wert.

„Die letzte Ehre“, die man den Tieren erweisen solle

Es gibt noch ein weiteres, sehr beeindruckendes Hirschgeweih in der Schau – einen 14-Ender, den sich die Besucher der Schau mit bewundernden Blicken anschauten.

Aber egal ob große oder kleine TrophäeMarcel Köhn, aus dessen Worten die Liebe zur Jagd wie zu den Tieren immer zu spüren ist, sieht in der Trophäenschau „die letzte Ehre“, die man den Tieren erweisen solle, und er zitiert einen anderen Jäger: „Eine gut aufgesetzte Trophäe zeigt einen ordentlichen Jäger.“

In diesem Raum sieht alles sehr gut präpariert aus – Beleg auch dafür, welch zeitintensives Hobby die Jagd ist. „Wir haben ja alle auch Familie und Arbeit“, sagt dazu Köhn.

Das kommt nicht oft vor: In der Mitte zu sehen die Trophäe eines Goldmedaillenbocks, den Marcel Köhn erjagt hat. Quelle: Bernd Atzenroth

Trotzdem haben die Jäger gerade beim Abschuss von Schwarzwild viel Zeit aufgewendet – schließlich ist es hier im Vorgriff auf ein Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest auf Deutschland wichtig, die Bestände deutlich zu verringern.

„Wir geben alle unser Bestes“, betont Köhn. Die Drückjagden seien gut gelaufen, viele Jäger hätten sich aktiv beim Mondschein draußen daran beteiligt. Insgesamt waren die Abschusszahlen recht gut – genaue Zahlen dazu werden nachgereicht.

Ein Bronzemedaillenkeiler ist auch in der Schau zu sehen – er wurde auf Ansitz geschossen.

Schonzeit im Wald – außer für Sauen

Im Wald herrscht derweil seit dem 31. Januar Schonzeit. Die gilt aus genannten Gründen nur nicht für Sauen, abgesehen von führenden Bachen. Deswegen werden die Tiere jetzt auch eher auf Einzelansitz gejagt und nicht per Drückjagd.

Köhn ist froh, dass die beantragte Verlängerung der Abschusszeiten auch für anderes Wild vom Tisch ist. „Das machen wir hier nicht“, betonte er. Wenn denn schon der Wildschweinbestand so stark reduziert werde, müsse man das nicht auch noch mit den anderen Beständen so handhaben.

Von Bernd Atzenroth

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