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Pritzwalk Kandidaten mit unterschiedlichen Ideen
Lokales Prignitz Pritzwalk Kandidaten mit unterschiedlichen Ideen
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10:19 27.08.2019
Die Kandidaten (v. l.): Dieter Groß (Linke), Christa Pfeifer (BVB/Freie Wähler), Matthias Dittmer (Bündnis 90/Die Grünen), Katrin Lange (SPD), Tom-Morten Theiß (FDP), Jan Redmann (CDU) und Arnd Heymann (AfD). Quelle: Christian Bark
Pritzwalk/Kyritz/Wittstock

Zwei Frauen und fünf Männer bewerben sich diesmal im Landtagswahlkreis 2 bei den Wählerinnen und Wählern in den Städten Pritzwalk, Kyritz und Wittstock, in den Gemeinden Heiligengrabe und Groß Pankow sowie in den Ämtern Meyenburg und Putlitz-Berge um das Direktmandat.

Ein Septett streitet um das Direktmandat im Landtagswahlkreis 2. Sehen sie hier, wer künftig Pritzwalk, Wittstock, Heiligengrabe, Kyritz, Meyenburg, Groß Pankow und Putlitz im Landtag vertreten will.

Um Ihnen neben unserer sonstigen Berichterstattung etwas Entscheidungshilfe bei Ihrer Wahl geben zu können, hat die MAZ einen Fragenkatalog mit fünf Fragen an alle erarbeitet. Die Antworten darauf finden Sie seit Donnerstag in Ihrer MAZ, wobei pro Ausgabe mit Ausnahme der am Montag je eine Frage abgehandelt wird.

Unsere fünfte Frage lautet:

Welche Schwerpunkte außer den bereits genannten sind Ihnen besonders wichtig?

Hier die Antworten:

Katrin Lange (SPD): Zur Infrastruktur gehört die Versorgung mit Mobilfunk und Breitbandnetz. Der aktuelle Stand ist nicht zufriedenstellend. Das Land wird daher zusätzliche Funkmasten für den Digitalfunk errichten, die den Mobilfunkunternehmen kostenfrei zur Mitnutzung angeboten werden. Drei davon sind für unsere Region vorgesehen, bei Mellen, Gumtow und Blesendorf. Ansonsten trete ich ein für die weitere Stärkung der Polizei, den Erhalt aller Polizeistandorte und die Unterstützung unserer Feuerwehren.

Matthias Dittmer (Grüne):Schüler und Auszubildende sollen kostenfrei nicht nur zur Schule fahren. Sie brauchen Jugendzentren mit hoher Eigenverantwortung und Raum zur Entfaltung. Das stärkt ihre Bindung an die Heimat. Ich möchte die Spirale nach unten endlich durchbrechen. Bevölkerungsrückgang darf nicht automatisch mit dem Einsparen von Infrastruktur beantwortet werden. Wenn wir bessere Verbindungen unserer Dörfer und Städte im öffentlichen Verkehr schaffen, werden auch wieder junge Familien kommen, um hier zu leben.

Jan Redmann (CDU):Ich habe nach dem Abitur Jura studiert und bin Rechtsanwalt geworden, weil ich an unser Land, an Demokratie und Rechtsstaat glaube. Umso mehr schmerzt es mich, wenn der eigentlich starke Staat Schwäche zeigt. Es dauert viel zu lange, bis insbesondere Mehrfach-Straftäter ernste gerichtliche Konsequenzen spüren. Wir brauchen wieder mehr Revierpolizisten auf den Straßen und Respekt vor den Einsatzkräften. Dazu gehört selbstverständlich auch eine bessere Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr.

Tom-Morten Theiß (FDP): Zukunft ist digital, deshalb muss es auch die Prignitz sein. Ob miteinander kommunizierende Fahrzeuge, GPS-gesteuerte Mähdrescher oder das Internet der Dinge, Wirtschaft und private Haushalte sind zunehmend auf Breitband und 5G, auch an jeder Milchkanne angewiesen. Darum müssen wir schon heute den Grundstein legen und kräftig in die Digitalisierung investieren. Effizienz und Bürgernähe können wir so auch in der Verwaltung schaffen, uns machen Behördengang sparen und Entscheidungen beschleunigen.

Christa Pfeifer (Freie Wähler):Soziale Gerechtigkeit von den Kita-Gebühren bis zu bezahlbarem Wohnraum und innovativen Initiativen für generationsübergreifende Wohnformen. Arbeitsplatzsicherung und Ansiedlung von Fachkräften durch branchenvernetzte Konzepte, um Abwanderung junger Leute und die Vergreisung der Prignitz zu stoppen. Willkommenskultur und Migration. Wer neu ankommt, ob aus anderen Bundesländern, als EU-Bürger oder Migrant, soll gleiche Chancen haben, sich einzubringen und hier sesshaft zu werden.

Dieter Groß (Linke):  Die Kita muss endlich beitragsfrei werden, Eltern müssen entlastet werden und alle Kinder Teilhabe beim Bildungseinstieg haben. Wir haben mit dem letzten kostenfreien Beitragsjahr den Anfang gemacht und werden, sofern wir das Vertrauen der Brandenburger erhalten, die Gebührenfreiheit in der nächsten Legislatur abschließen. Zu meinen politischen Schwerpunkten zählen die Kultur- und Sportpolitik. Diese Bereiche müssen wir in unserer Region stärker fördern. Vereine sind Träger des gesellschaftlichen Lebens.

Arnd Heymann (AfD):Stärkung des ländlichen Raums durch mehr finanzielle Mittel. Mehr Lohngerechtigkeit gerade in den Pflegeberufen sowie auskömmliche Renten. Ausbau von Internet und Verkehrsinfrastruktur. Förderung von Familien mit Familiendarlehen, Landesbaukindergeld, kostenloser Kita Betreuung. Stärkung von Polizei und Strafverfolgung zur Kriminalitätsbekämpfung. Entlastung der Sozialsysteme durch konsequente Rückführung von Ausreisepflichtigen. Förderung von Handwerk und Wirtschaft durch Entbürokratisierung.

Das waren die Vorgaben für die Kandidaten

Die Kandidatinnen und Kandidaten hatten für ihre Antworten jeweils die gleichen Längenvorgaben und mussten sich auf 500 Zeichen beschränken.

Exakt eingehalten haben diese bei diesem Thema drei der sieben Kandidaten: Katrin Lange, Jan Redmann, und Tom-Morten Theiß. Christa Pfeifer, Arnd Heymann, Matthias Dittmer und Dieter Groß haben etwas zu lang geantwortet – ihre Antworten werden daher auf die vorgegebene Länge gekürzt. Übrigens: Sollten Antworten zu kurz ausfallen, bleibt die Restfläche frei. Das ist aber diesmal nicht vorgekommen.

Die Reihenfolge der Kandidaten-Antworten wird jedes Mal wechseln. Nachdem wir bei ihren Porträts eine alphabetische Reihenfolge gewählt hatten, haben wir uns diesmal nicht an sie gehalten.

Beim Direktmandat gilt: Nur einer kann gewinnen, und das ist derjenige oder diejenige mit den meisten Erststimmen im Wahlkreis bei der Wahl am 1. September. Vor fünf Jahren war dies die SPD-Politikerin Ina Muhß, die aber nicht wieder zur Wahl steht, sodass es im Wahlkreis 2 auf jeden Fall einen neuen direkt gewählten Mandatsträger (oder eine Mandatsträgerin) gibt. Ob eventuell mehr als einer der hier vorgestellten Frauen und Männer es in den Landtag schafft, hängt bei dem einen oder anderen auch davon ab, ob er oder sie auf der Landesliste der jeweiligen Partei platziert ist und an welcher Stelle.

Denn wer dort einen guten Platz hat, kann auch über ein gutes Zweitstimmenergebnis seiner/ihrer Partei in den Landtag einziehen. Doch ist es am sichersten, das Direktmandat zu erringen. Zudem ist dies ein stärkeres Votum der Bürgerinnen und Bürger aus dem Heimatwahlkreis.

Von Bernd Atzenroth

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