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Kemnitz: Bankangestellte rettet Seniorin vor Trickbetrug

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16:35 26.10.2021
Betrüger versuchen immer wieder, Senioren mit erfundenen Notsituationen zur Zahlung hoher Summen zu bewegen (Symbolbild)
Betrüger versuchen immer wieder, Senioren mit erfundenen Notsituationen zur Zahlung hoher Summen zu bewegen (Symbolbild) Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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Kemnitz

Ein Betrüger hat am Montagnachmittag versucht, eine Prignitzer Seniorin um mehrere Tausend Euro zu prellen – und beinahe wäre es ihm gelungen.

Die 75-jährige Frau aus Kemnitz erhielt gegen 15.30 Uhr einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine unbekannte Frauenstimme – vermutlich eine Bandansage – erklärte, dass es gegenüber der Seniorin einen Pfändungsbescheid gebe.

Der 75-Jährigen wurde über das Tastenfeld ihres Telefons die Möglichkeit gegeben, verschiedene „Optionen“ auszuwählen. Um die vermeintliche Pfändung abzuwenden, wählte die Rentnerin eine Option aus und wurde anschließend an einen unbekannten Mann weiterverbunden.

Trickbetrug: Rentenkonto angeblich gepfändet

Dieser erklärte, dass sie nun mehrere Tausend Euro bezahlen müsse, um die Pfändung abzuwenden. Der unbekannte Mann am Telefon übte derart stark Druck auf die Seniorin aus, dass diese Angst bekam und zu ihrer Bank ging, um das Geld zu holen. Doch eine Mitarbeiterin der Bank wurde misstrauisch und riet der Seniorin, nicht zu zahlen und stattdessen die Polizei einzuschalten. So konnte der Betrug verhindert werden.

Zeitgleich fand in Wittenberge am Montag ein Betrugsversucht nach demselben Muster statt. Auch hier behauptete ein unbekannter Anrufer gegenüber einem 78-jährigen Wittenberger, dass das Rentenkonto gepfändet werden soll, und er die Pfändung nur abweisen könne, weil er mehrere Hundert Euro auf ein ausländisches Konto überweist.

Der Rentner wurde aber skeptisch und legte auf. Anschließend ging er zur Polizei und zeigte den Betrugsversuch an.

Von MAZ-online