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Pritzwalk Ausstellung mit Bildern von Matthias Ludwig
Lokales Prignitz Pritzwalk Ausstellung mit Bildern von Matthias Ludwig
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01:16 18.02.2019
In den Ausstellungsräumen der Kunstfreunde kommen Ludwigs Bilder ganz wunderbar zu Geltung.
In den Ausstellungsräumen der Kunstfreunde kommen Ludwigs Bilder ganz wunderbar zu Geltung. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Frankfurt, Hamburg, New York Budapest – und jetzt ausgerechnet Pritzwalk? Man mag es kaum glauben, dass Ausstellungen mit international renommierten Künstlern an der Dömnitz mittlerweile schon in schöner Regelmäßigkeit zu sehen sind.

Wieder ein renommierter Name, dessen Bilder in Pritzwalk zu sehen sind: Hier ein paar Eindrücke von Ausstellung und Vernissage in der Galerie der Kunstfreunde.

Matthias Ludwig, dessen Bilder seit Freitag in der Galerie der Kunstfreunde Pritzwalk ausgestellt sind, wird wohl dazu beitragen, dass das so bleiben könnte.

Glücklich über diese Ausstellung an diesem Ort

„Ich hatte noch nie eine Ausstellung mit so vielen meiner eigenen Arbeiten“, erklärte der glückliche Künstler im Gespräch mit der MAZ bei der Vernissage, „es klappte wunderbar mit dem Aufbau und ich bin froh über die Raumsituation.“

Sprich: In diesen Räumen kommen die Bilder des Künstlers, die er zum Teil selbst schon lange nicht mehr gesehen hat, weil sie sich in einer privaten Kunstsammlung befinden, besonders gut zur Geltung. „Ich kann das nur jedem empfehlen, hier auch mal auszustellen“, findet er deswegen.

Ludwig empfiehlt anderen Künstlern Pritzwalk

Gründe, Pritzwalk als Ausstellungsort seinen Künstlerkollegen ans Herz zu legen, gibt es aber noch mehr. „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden und hatte hier eine sehr angenehme Zeit“, sagt er. In den Tagen vor Ausstellungseröffnung war Horst Kontak, Vorsitzender der Kunstfreunde Pritzwalk, sein Gastgeber, und offenbar verstand man sich äußerst gut.

Auch die Resonanz auf die Ausstellungseröffnung war sehr erfreulich, wie Paul Gathof, Vertreter der Galerie Schwind, befand, mit der Matthias Ludwig zusammenarbeitet. Gathof war selbst zum ersten Mal in Pritzwalk. Kontakte von Kontak zu der Galerie bestehen aber schon länger. Denn bei ihr ist auch der Künstler Michael Triegel unter Vertrag, der schon in Pritzwalk ausgestellt hat.

Sind sehr erfreut über die Ausstellung in Pritzwalk: Künstler Matthias Ludwig (l.) und Paul Gathof von der Galerie Schwind. Quelle: Bernd Atzenroth

Gathof war es auch vorbehalten, eine Einführung in das Werk von Ludwig zu geben, der als ein exponierter Vertreter der „Neuen Leipziger Schule“ gilt. „Die jungen Maler befreien sich zunehmend von den klaren Botschaften“, erklärte er.

Gathof erklärte die technischen Finessen von Ludwigs Malkunst, die er bei seinen Lehrern Werner Tübke und Ulrich Hachulla erlernt hat. Ludwigs Bilder seien geprägt von der Überzeichnung der Protagonisten: „Sie reagieren vollkommen entschleunigt, fast aus der Zeit gefallen.“

Feierabendbier auf der Friedhofsmauer

Roter Faden der Bilder ist es laut Gathof, die Interaktion junger Erwachsener bei ihrer Freizeitgestaltung“ zu zeigen. So wie beim Bild, auf dem sich junge Leute auf der Friedhofsmauer ein Feierabendbier genehmigen.

Dieses Bild war übrigens das erste Werk von Matthias Ludwig, auf das Horst Kontak einst gestoßen war. Den Pritzwalker hatte es sofort fasziniert, wie Ludwig malte und dass das Motiv jede Menge assoziativen Spielraum lässt.

Ehrung zum 50.Geburtstag

Bis zum 29. März zeigen die Kunstfreunde Pritzwalk in ihrer Galerie im alten Stadt- und Brauereimuseum über 20 Arbeiten des Leipziger Künstlers, die zwischen 2010 und 2018 entstanden sind. Die Schau ist auch so etwas wie eine Ehrung des Künstlers zu seinem 50. Geburtstag, den er am 3. März feiert.

Seine nächste größere Ausstellung danach wird ihn übrigens in die Kunsthalle Rostock führen – gemeinsam mit Michael Triegel und Ulrich Hachulla.

Von Bernd Atzenroth