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Pritzwalk Planung für See-Umbau wird in Auftrag gegeben
Lokales Prignitz Pritzwalk Planung für See-Umbau wird in Auftrag gegeben
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17:45 15.08.2019
Der Sadenbecker Stausee Anfang Juni 2019. Quelle: Bernd Atzenroth
Sadenbeck

Die Planung zum Umbau des Speichers Sadenbeck wird nun in Auftrag gegeben. Grundlage dafür sind der Beschluss des Landtags in der letzten Sitzung vor der Sommerpause zum Umbau des Speichers Sadenbeck in einen naturnahen Landschaftssee sowie die im Vorfeld in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie. Das teilte das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg (MLUL) jetzt mit.

Im Landkreis Prignitz löst das positive Reaktionen aus, wie eine Stellungnahme aus der Kreisverwaltung zeigt: „Für den Landkreis ist dieser Beschluss eine überaus erfreuliche und positive Nachricht“, heißt es darin.

Engagement der Bürger hat zum Erfolg geführt

Der Landkreis weist zudem darauf hin, dass über den Landtagsbeschluss eine 100-prozentige Finanzierung des Vorhabens aus Landesmitteln gesichert ist. Fördermittel müssa man nicht in Anspruch nehmen.

Zwei Aspekte stellt der Kreis in diesem Zusammenhang heraus: Zum einen komme das Land Brandenburg damit seinen Pflichten als Grundstückseigentümer nach – das Land ist im Zuge des Bodenordnungsverfahrens Eigentümer der Wasserfläche und des Staudammes geworden.

Vor der Tagung im Meyenburger Amtshaus im August 2018 übergaben Bürger aus der Gemeinde Halenbeck-Rohlsdorf dem CDU-Landtagsabgeordneten eine Liste mit 535 Unterschriften für den Erhalt des Sadenbecker Speichers. Quelle: Bernd Atzenroth

Zum anderen habe das Engagement der Bürger dort auf politischem Weg zum Erfolg geführt. Damit spielt der Kreis auf die Proteste an, die ein zeitweise drohender Komplettrückbau des Sees ausgelöst hatte.

Land saniert den See und gibt ihn dann ab

Auf einer Runde in Meyenburg, die auf Anregung des Linken-Landtagsabgeordneten Thomas Domres zustande kam, war dann vor etwas mehr als einem Jahr eine andere Lösung vereinbart worden: Das Land verpflichtete sich, für fünf weitere Jahre den See zu betreiben und in dieser Zeit zu sanieren. Danach aber will das Land den See an einen anderen Betreiber abgeben.

Speicher Sadenbeck Niedrigwasser Quelle: Landkreis Prignitz

Bei dem Umbau zum Landschaftssee soll ein Wasserspiegelniveau von mindestens 81 Metern über Normalhöhennull (NHN) hergestellt werden. Nach Vorliegen der Planung folgt dann das Planfeststellungsverfahren für den Umbau. Die Öffentlichkeit wird beim Planfeststellungsverfahren in den Prozess eingebunden.

Ziel ist es, den Umbau bis 2025 abzuschließen. Die vom Umweltministerium geleitete Steuerungsgruppe wird dies weiter begleiten. Der Landkreis Prignitz ist in der Steuerungsgruppe mit dem Leiter der Unteren Naturschutzbehörde, Bernd Lindow, ständig einbezogen.

Absenkung des Wasserstandes ist beendet

Die aufgrund von Standsicherheitsproblemen zur Gefahrenabwehr notwendige von der oberen Wasserbehörde angeordnete, behutsame Senkung des Wasserstandes im Speicher auf 80,15 Meter über NHN ist nach Angaben des MLUL zwischenzeitlich abgeschlossen.

Das Senken des Wasserspiegels hat zu einer Verkleinerung der Wasserfläche von 50 Hektar auf rund 20 Hektar geführt. Dieser Zustand wird voraussichtlich bis zum Umbau des Speichers in einen Landschaftssee bestehen bleiben.

Eine hitzige Debatte gab es um die Zukunft des Sadenbecker Speichers. Quelle: Beate Vogel

Das MLUL gibt in seiner Mitteilung noch einen Hinweis: Die Machbarkeitsstudie und das Standsicherheitsgutachten können eingesehen werden beim Landesamt für Umwelt, Abteilung W2 (Haus 2, Raum 159), Seeburger Chaussee 2,14476 Potsdam, und voraussichtlich ab dem 26. August beim Landkreis Prignitz, Untere Wasserbehörde (Haus 4, Raum 202), Berliner Straße 49, 19348 Perleberg.

Für die Einsichtnahme beim Landkreis ist eine telefonische Anmeldung unter 03876/71 37 31 empfehlenswert.

Von Bernd Atzenroth

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