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Pritzwalk Wandergesellen auf der Reise durch die Prignitz
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Pritzwalk: Wandergesellen auf der Reise durch die Prignitz

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12:05 09.09.2021
Die Wandergesellen Louis Eitel und Nico Schwänz besuchten auf der Walz auch Bürgermeister Ronald Thiel im Pritzwalker Rathaus. Foto: Beate Vogel/Stadt Pritzwalk
Die Wandergesellen Louis Eitel und Nico Schwänz besuchten auf der Walz auch Bürgermeister Ronald Thiel im Pritzwalker Rathaus. Foto: Beate Vogel/Stadt Pritzwalk Quelle: Beate Vogel
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Pritzwalk

Zwei Gesellen auf der Walz haben am Dienstag Station im Pritzwalker Rathaus gemacht und dabei traditionell um eine kleine Unterstützung für ihre Reisekasse gebeten. Zimmerer Louis Eitel und Tischler Nico Schwänz haben sich der Jahrhunderte alten Tradition der Wanderschaft zünftiger Gesellen verpflichtet. Vor Bürgermeister Ronald Thiel und Kämmerin Kornelia Wienke sagten sie ihren Wanderspruch auf: „Es spricht ein Fremder für einen Fremden in der Fremde“, so Nico Schwänz.

Bericht von den bisherigen Stationen

Bei einer Tasse Kaffee erzählten die beiden Gesellen anschließend von den bisherigen Stationen ihrer Reise. Louis Eitel stammt aus Heringsdorf auf Usedom und ist seit etwa zweieinviertel Jahren auf der Walz. Er führt nun seinen Reisegenossen Nico Schwänz in die Gebräuche der Wanderjahre ein. Der Tischler hat in Bad Belzig gelernt und ist erst seit vier Wochen unterwegs.

Weiter Richtung Westen

Einen konkreten Plan haben die beiden jungen Männer nicht. Sie kamen zuletzt aus Neuruppin, davor waren sie in Bayern, Würzburg und Köln. Nach dem Halt in Prit­­­z­walk soll es wieder in Richtung Westen gehen. Gesellen auf der Walz sollen laut Louis Eitel drei Jahre und einen Tag in der Fremde unterwegs sein. Während dieser Zeit sollen sie von Spenden leben oder eben vom Lohn der Arbeit, die sie auf der Walz antreten.

Kein Handy, nicht zu nah am Heimatort

Sie benutzen während dieser Zeit kein Handy und dürfen ihrem Heimatort nicht näher als 15 Kilometer kommen. Der Besuch in Rathäusern, wo sie eine Spende für ihre Reisekasse erhalten, gehört zur Tradition der Wandergesellen. Er wird mit einem Stempel und dem Datum des Besuchs in einem Büchlein vermerkt.

Von MAZonline