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Pritzwalk Pritzwalk unterstützt den leukämiekranken Jonas Ferner
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01:16 29.04.2019
Eine ganze Stadt steht hinter der Hilfsaktion für Jonas Ferner. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Auf möglichst viele Menschen hoffen die Unterstützer des an Leukämie erkrankten 21-jährigen Jonas Ferner aus Beveringen. Am Sonnabend, 4. Mai, von 10 bis 15 Uhr können sich Freiwillige in der Sporthalle der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Pritzwalk typisieren, das heißt als Stammzellenspender registrieren lassen.

Darauf wies jetzt noch einmal die Stadt Pritzwalk hin. Sie bekundete ihre Unterstützung für die Aktion, indem Bürgermeister Ronald Thiel alle Mitstreiter der Hilfsaktion am Freitag ins Rathaus eingeladen hatte. Außerdem stellt die Stadt die Halle zur Verfügung und richtet sie her.

Bis Ende Juni muss Hilfe da sein

Jonas Ferner geht es „den Umständen entsprechend gut“, berichtet bei dem Termin Tino Gutsche. Soweit man das angesichts einer schweren Leukämieerkrankung sagen kann. Die beiden kennen sich vom FHV Pritzwalk.

Das Schicksal seines Mitspielers hat Gutsche dazu bewegt, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Jonas Ferner zu helfen. Ein Besuch bei ihm hat Gutsche jetzt optimistisch gestimmt, obwohl sich Jonas Ferner gerade in einer schweren Behandlung mit vielen Nebenwirkungen befindet.

Hilfsaktion in zwei Wochen auf die Beine gestellt

Der Hashtag #keepfightingjonas steht im Internet schon jetzt für eine ungewöhnliche Hilfsaktion, die weit über die Stadt Pritzwalk hinaus Resonanz gefunden hat. Und das in kürzester Zeit: Es ist gerade einmal zweieinhalb Wochen her, dass die Initiatoren die Hiobsbotschaft erhalten hatten, wie Tino Gutsche erklärte.

„Heute vor 14 Tagen haben wir unsere Initiativgruppe gegründet“, erzählte er am Freitag, „und Leute zusammengetrommelt, die die gleiche Idee hatten.“ Janine Gellert schrieb dann eine Email an die Deutsche Knochenmarkspende (DKMS) – bereits eine Stunde später stand der Typisierungstermin. „Wir waren gut vorbereitet“, erklärte Janine Gellert, warum dies so schnell ging.

Feuerwehr und Hockeyteam legen sich ins Zeug

Insbesondere seine Kameraden bei der Beveringer Feuerwehr und seine Mitspieler aus dem Hockeyteam legen sich nun mächtig ins Zeug, um die Registrierungsaktion zu organisieren. Clemens Lossow kümmert sich um die Helfer, Guido Altenburg vom FHV Pritzwalk um das Fundraising – schließlich will die gesamte Aktion finanziert sein.

Unterstützung gibt es auch von den Meyenburger Möbelwerken, der Bildungsgesellschaft Pritzwalk und dem landwirtschaftlichen Betrieb Hagemann. Ihre Unterstützung bekundeten am Freitag zudem Stadtbrandmeister Volker Lehmann und Staatssekretärin Katrin Lange, die in Beveringen lebt. Aber die Zeit drängt auch, denn Jonas Ferner braucht schnell Hilfe – bis Ende Juni.

Möglichst viele sollen am 4. Mai kommen

Ronald Thiel umreißt, was das Ziel der Aktion ist: „Es ist unser Wunsch, möglichst viele Einwohner dazu zu bewegen, am 4. Mai in die Jahnsporthalle zu kommen.“ Und dieses „möglichst viele“ macht auch Sinn.

Denn je mehr Menschen sich als Stammzellenspender registrieren lassen, desto größer ist die Chance, jemanden zu finden, der eine ausreichende Übereinstimmung aufweist – nicht nur für Jonas, sondern auch für alle anderen, die mit der gleichen Erkrankung zu kämpfen haben.

Blut muss nicht mehr abgenommen werden

In Frage kommen dafür alle gesunden Menschen im Alter von 17 bis 55 Jahren. Die Prozedur ist im übrigen vereinfacht worden, wie Tino Gutsche erklärte. „Es muss kein Blut mehr abgenommen werden – der Abstrich mit einem Wattestäbchen reicht.“

„Schön, dass unsere Stadt so viel macht“, freut sich Tino Gutsche. Aber nicht nur die: Befreundete Hockeyvereine haben eigene Typisierungsaktionen gestartet, etwa der ATSV Güstrow, der dazu für Samstag, 27. April, einlädt, oder ein Verein aus Falkensee, der am 5. Mai eine solche Aktion startet. Ein Benefizspiel für Jonas Ferner soll es ebenfalls geben – und auch eines für die ebenfalls an Krebs erkrankte Theresa Böwe.

Unterstützung von der TH Wildau und aus Australien

Und auch an der Technischen Hochschule Wildau, an der Jonas Ferner studiert, hat sich jetzt eine Initiativgruppe gegründet. Sogar in Australien möchte eine Freundin der Familie eine Typisierungsaktion auf die Beine stellen. Und dafür gilt: Je mehr, desto besser.

Nicht nur potenzielle Spender selbst, auch Geldspenden sind willkommen. Jede Typisierung kostet 35 Euro, die aus Spenden finanziert werden. So wurden beim Osterfeuer der Beveringer Feuerwehr fast 700 Euro gesammelt. Während der Kneipennacht am 30. April soll es gegen 23 Uhr an allen Spielorten ein Statement zu Jonas geben.

Von Bernd Atzenroth

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