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Pritzwalk Stadt will neue Mittel für Jugendwehren anzapfen
Lokales Prignitz Pritzwalk Stadt will neue Mittel für Jugendwehren anzapfen
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14:48 30.07.2019
Achtung, es brennt! Schaueinsatz der Kinder und Jugendfeuerwehr. Quelle: Fariba Nilchian
Pritzwalk

Auch in Pritzwalk will man die neue Richtlinie des Landes zur Nachwuchsgewinnung im Brand- und Katastrophenschutz für sich nutzen. Wie Vizebürgermeister Halldor Lugowski erklärte, wird man sich in der Stadt nach dem Ende der Urlaubszeit intensiv darum kümmern, wenn alle Feuerwehr-Jugendwarte wieder da sind – schließlich sind die Anträge für dieses Jahr schon bis zum 1. September zu stellen. Für geförderte Maßnahmen ist ein Eigenanteil von 20 bis 40 Prozent aufzubringen.

Christina Giese und Sven Schöttle warben jüngst beim Kindertag um Nachwuchs für die Pritzwalker Feuerwehr. Quelle: Bernd Atzenroth

Für das kommende Jahr sieht die Sache anders aus – Anträge sind dann bis zum 1. April zu stellen. Das wolle man dann auch in Zusammenarbeit mit den Jugendwarten der Ortswehren tun. „Wir wollen diese Möglichkeiten nutzen“, betonte Lugowski im Gespräch mit der MAZ.

Eine Million Euro Fördermittel im Topf

Allerdings: Wie viel Geld dabei für die Pritzwalker Wehren herausspringt, muss sich zeigen – insgesamt sind für zwei Jahre Fördergelder in Höhe von einer Million Euro im Topf, die aber auf das ganze Land verteilt werden.

Da die Richtlinie gerade erst herausgekommen ist, will man bei der Stadt erstmal schauen, was geht. Zuständig ist in Pritzwalk Amtsleiterin Sabine Kadasch.

Schutzkleidung, Brandschutzerziehung, Erste Hilfe und Fahrzeuge

Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD) hatte die Richtlinie Anfang Juli vorgestellt. Die Richtlinie zur Förderung der Nachwuchsgewinnung im Brand- und Katastrophenschutz und in der Brandschutzerziehung im Land Brandenburg („BKS-Nachwuchsgewinnungsrichtlinie“) gewährt Zuwendungen für den Ausbau, den Erhalt und die Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Feuerwehren und den im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisationen.

Innenstaatssekretärin Katrin Lange (SPD) Quelle: SPD Prignitz

„Gefördert werden beispielsweise Kampagnen zur Nachwuchsgewinnung, Schutzbekleidung sowie Materialien zur Brandschutzerziehung und zur Erste-Hilfe-Ausbildung“, sagte Katrin Lange laut Pressemitteilung des Innenministeriums. Außerdem wird die Beschaffung von Fahrzeugen für die Jugendfeuerwehren oder Jugendorganisation einer im Katastrophenschutz mitwirkenden Hilfsorganisation gefördert.

Zweiter Förderweg neben Lotto-Mitteln

Bis zum Jahr 2018 erfolgte die Förderung der Nachwuchsgewinnung ausschließlich über Mittel der Lottokonzessionsabgabe („Lotto-Mittel“). Diese Gelder stehen auch weiterhin etwa für die Förderung von Zeltlagern der Jugendfeuerwehr oder die Förderung des Feuerwehrsportes zur Verfügung.

Mit der neuen Richtlinie gebe es jetzt aber einen zweiten Förderweg, mit dem das Land Brandenburg gezielt in die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehren investiere. Katrin Lange sieht steigende Mitgliederzahlen als Beleg dafür an, dass die Investitionen ihren Zweck erfüllen. Zählte die Jugendfeuerwehr des Landes im Jahr 2017 noch 13 836 Mitglieder, so waren es 2018 schon 14 295.

Von Bernd Atzenroth

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