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Pritzwalk Pritzwalker Gymnasiasten begeistern Experten mit ihrer Firma
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15:52 06.12.2019
Der Schulleiter Harald Glöde und der Vorstandsvorsitzende der Schülerfirma „holzaufholz“ Johannes Stopa im Gespräch mit Bettina Hagemann (IHK, links) und Stefanie Schilling (Stiftung der IHK). Quelle: Frank Pieperhoff
Pritzwalk

Schulleiter Harald Glöde, und der Betreuer der Schülerfirma „holzaufholz“, Godert Wuttke, begrüßten am Donnerstag zusammen mit Schülern die Gäste von der Industrie- und Handelskammer, Stefanie Schilling und Bettina Hagemann. Das Goethe-Gymnasium erhielt von der Stiftung der IHK eine Auszeichnung als Ideenschmiede.

Schüler entwickeln ihre eigenen Ideen

Godert Wuttke, Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik, begleitet die Schülerfirma der Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs und den anschließenden Seminarkurs der Jahrgänge elf und zwölf. Selbst sieht er sich als Unterstützer der Schüler, weniger als Anleiter.

Godert Wuttke demonstriert die Steuerung des neuen Laser Cutters. In diesem liegen einige runde und ein größeres, rechteckiges Sperrholzstück zur Verarbeitung bereit. Quelle: Frank Pieperhoff

So gibt es vorgeschlagene Themen, die an gewisse Bedingungen geknüpft sind – eben wie in der Realität. Es ist Aufgabe der Schüler ihr eigenes Projekt zu entwickeln. Die entstehenden Ideen und Entwicklungsprozesse werden dann von den zumeist aus zwei Schülern bestehenden Arbeitsgruppen vorgestellt. Gemeinsam mit Godert Wuttke werden Probleme analysiert und der Weg zur Realisierung vorangetrieben.

Die Entwicklungsprozesse sind zeitgemäß

Voraussetzung für ein gelungenes Projekt ist die Kenntnis der vorhandenen technischen Möglichkeiten. Schließlich ist es vorwiegend die Technik, die den innovativen Charakter einer Firma ausmacht. So wird eine zeitgemäße Arbeitsweise auch in der Schülerfirma angestrebt. Das bedeutet, die Erzeugnisse werden vollständig am Computer entworfen und dann mit modernster Technik realisiert.

Die Möglichkeiten der Technik werden genutzt

Dieser Realisationsprozess berührt tatsächlich die Realität wirtschaftlicher Produktionsprozesse. Denn ein durch die CNC Fräse bearbeitetes Sperrholzelement, lässt sich beliebig oft reproduzieren. Zudem eröffnen die sehr genauen computergesteuerten Maschinen die Möglichkeit, extrem feine und passgenaue Elemente zu produzieren. So gab es den Einwand der IHK, die durch die Schülerfirmen eingereichten Wettbewerbsbeiträge, müssten auch mit der Handsäge herstellbar sein. Godert Wuttke erklärte, im Vordergrund stehe nicht die handwerkliche Kunst, sondern die ingenieurmäßige Leistung. Ihm wurde recht gegeben und der Einwand zurückgezogen.

Neue Berufsperspektiven entstehen

Die Ingenieursarbeit fasziniert auch Laura Pelikan, elfte Klasse. Sie demonstrierte an einem professionellen Entwurfsprogramm wie aus einigen Linien in kürzester Zeit ein dreidimensionaler Körper entsteht. Sie hatte zunächst nicht einmal eine Ahnung von dem Berufsfeld eines Maschinenbauers. Nun ist es ihr klarer Berufswunsch: „Ohne die Schülerfirma hätte ich davon wenig gewusst“.

Mit komplexer Rechenkraft errechnete Erzeugnisse der Schülerfirma des Goethe-Gymnasiums. Quelle: Frank Pieperhoff

Die Schülerfirma „holzaufholz“ präsentiert sich auf Messen, macht Öffentlichkeitsarbeit und erstellt Präsentationen. Zudem sollte die Firma als Ganzes zusammengehalten werden. Diese Manageraufgaben übernimmt Johannes Stopa aus dem Zwölferjahrgang.

Sein Ziel ist ein wirtschaftliches Studium. Beide Schüler werden voraussichtlich in Berlin oder Hamburg studieren. „Hier passiert nichts“, findet Laura Pelikan, darum die große Stadt. Johannes Stopa sieht das anders, es gäbe schon Angebote. So hatte der Jungmanager und Hockeyspieler im letzten Jahr ein großes Hockeyturnier in Pritzwalk organisiert.

Die Schülerfirma kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken

Das Goethe Gymnasium gewann bereits vier Mal in Folge den ersten Preis der Ingenieurskammer Brandenburg und sogar einen bundesweiten ersten Preis. Neben weiteren Auszeichnungen erhält das Gymnasium nun eine besondere und auch großzügige Anerkennung durch die Industrie- und Handelskammer. Der Förderwettbewerb Ideenschmiede der IHK hatte das Thema „Schule macht Wirtschaft“. Die Auszeichnung gilt dem Projekt der Schülerfirma „holzaufholz“ als Ganzes.

Das Preisgeld wurde direkt sinnvoll umgesetzt

Die ehrenamtliche Vertreterin des IHK, Bettina Hagemann, überreichte die Urkunde und einen symbolischen 5000 Euro schweren Check. Das Geld ist bereits angekommen und umgesetzt wurde es auch schon: Ein junges Startup Unternehmen in Bayern hat sich zur Aufgabe gestellt, Laser Cutter zu produzieren, die weit weniger kosten als die üblichen fünfundzwanzig tausend. Ein solches Gerät steht nun zusammen mit dem 3D Drucker und einem CNC Fräser den Schülern für ihre Projekte zur Verfügung.

Bettina Hagemann (IHK), Johannes Stopa (12. Klasse), Laura Pelikan (11. Klasse) und der Lehrer Godert Wuttke. Im Vordergrund sind einige Erzeugnisse der Schülerfirma zu sehen. Quelle: Frank Pieperhoff

Von Frank Pieperhoff

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