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Pritzwalk Ein Abendspaziergang voller Geschichte
Lokales Prignitz Pritzwalk Ein Abendspaziergang voller Geschichte
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17:25 28.09.2019
Stolz hielten die Kinder der Jugendfeuerwehr ihre Fackeln. Quelle: Julia Redepenning
Pritzwalk

„Museum unterwegs“ – unter diesem Motto hatte die Museumsfabrik unter Leitung von Lars Schladitz eingeladen. Hunderte Pritzwalker aller Altersklassen waren der Einladung gefolgt und kamen am Freitagabend in die alte Tuchfabrik. „Das Museum ist an einen Ort gebunden, aber einmal im Jahr ist es unterwegs“, erklärte Lars Schladitz, Leiter des Museums.

Mehrere hundert Pritzwalker nahmen an der Museumsnacht teil. Beim Spaziergang durch die Innenstadt spielten Gymnasiasten Szenen aus der Geschichte Pritzwalks.

Um 18 Uhr begann die ungewöhnliche Stadtführung. Moritz Buth trug stolz die Flagge seiner Stadt und führte die Gruppe an. Für die musikalische Begleitung sorgte der Pritzwalker Spielmannszug. Mit bekannten Melodien lockte er auch Schaulustige an. „Es war toll, wie die Leute aus ihren Häusern schauten“, sagte Museumsmitarbeiterin Katharina Weise.

Moritz Buth trug stolz die Flagge seiner Stadt und führte den Zug an. Quelle: Julia Redepenning

„Wir haben jedes Mal viele Partner, die uns helfen und begleiten“, sagte der Museumsleiter. Wie auch in den Jahren zuvor war das Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium für das Schauspiel zuständig. Passend zum Anlass waren die Schüler der Klasse zehn kostümiert. „Wir machen unterwegs immer an markanten Punkten Halt und spielen die Stadtgeschichte“, erklärte Lars Schladitz. So wurde die Wanderung zu einer Reise durch die Jahrhunderte.

Feuerwehr sicherte den Zug und leuchtete den Weg

Zum zweiten Mal war auch die Pritzwalker Feuerwehr dabei. Die Brandschützer sorgten nicht nur für Sicherheit und machten den Weg frei, sondern sie brachten auch Fackeln mit. Die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Pritzwalk und Giesensdorf (Stadt Pritzwalk) sorgten für Licht, denn es wurde zeitig dunkel.

Die Fackeln der Jugendfeuerwehr sorgten für eine herrliche Stimmung und brachten Licht in die dunklen Straßen von Pritzwalk. Quelle: Julia Redepenning

„Sie sind stolz, mächtig stolz“, sagte Jugendwart Dirk Siemens. Mit 17 Kindern waren beide Wehren angereist. Die Jugendlichen liefen hinter dem Spielmannszug. Damit alle Teilnehmer ohne Probleme die Straßen überqueren konnten, sicherten die Brandschützer alle Wege ab. Gerade für die Jugendlichen aus dem Ortsteil Giesensdorf war es ein Spektakel. Im Jahr 2017 hatte sich die Jugendwehr wieder neu gründen können. Bis zum Schluss trugen die Kinder ihre Fackeln.

Für alle anderen Teilnehmer verteilten Mitarbeiter der Museumsfabrik Leuchtstäbe. „Das machen wir jedes Jahr so, damit gerade die Kinder besser gesehen werden“, erklärte Katharina Weise.

Abschluss mit „Nachts im Museum“ und kleinem Imbiss

Nach mehr als einer Stunde kehrten alle wieder zur Museumsfabrik zurück. Zwischendurch waren schon einige Leute gegangen und neue kamen auf halber Strecke dazu. „Ich finde es toll, wie sich auch unterwegs immer noch Menschen entschließen, uns zu folgen“, sagte Lars Schladitz. Zum Schluss gab es noch ein kurzes Schauspiel, das sich mit der Wendezeit beschäftigte.

Mit vielen bunten Lichtern wurde das Museum am Abend beleuchtet. Quelle: Julia Redepenning

Im Anschluss gab es verschiedene Köstlichkeiten und Getränke. „Alle sind eingeladen, noch eine Weile zu bleiben“, so der Museumsleiter. In diesem Jahr wurde das Gebäude in verschiedenen Farben beleuchtet. „Nachts im Museum nennen wir es“, erklärte Lars Schladitz. Und so endete der Rundgang durch die Pritzwalker Innenstadt.

Schon am Donnerstag, 3. Oktober, lockt die Museumsfabrik erneut mit einer Veranstaltung. „Wendezeiten 1989 1990“ heißt die Ausstellung. Ab 14 Uhr kann sie besucht werden.

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Von Julia Redepenning

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