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Pritzwalk Seit 500 Jahren aktiv: die Pritzwalker Schützengilde
Lokales Prignitz Pritzwalk

Pritzwalker Schützengilde vor 500 Jahren gegründet

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18:43 15.10.2020
Die Schießhalle im Pritzwalker Hainholz Anfang des 20. Jahrhunderts auf einer zeitgenössischen Postkarte. Quelle: Museum Pritzwalk
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Pritzwalk

Dietrich Albrecht hat sich intensiv mit der 500-jährigen Geschichte der Pritzwalker Schützengilde beschäftigt. Die Ergebnisse seiner Recherchen will der Hobbyforscher am kommenden Mittwoch, 21. Oktober, ab 18 Uhr in der Museumsfabrik vorstellen.

Erstmals erwähnt wurde die Pritzwalker Schützengilde 1521 als Zusammenschluss von Bürgern, welche die Stadt in Notfällen verteidigen sollten. Mit der Stadt durchlebte die Gilde eine wechselvolle Geschichte. 1708 erhielt sie dann ein Schützenhaus außerhalb der damaligen Stadtmauer vor dem Perleberger Tor.

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Ihre Aufgaben wurden im 19. Jahrhundert als die einer Art Bürgerwehr beschrieben. Sie sollte in der Stadt für Ordnung und Sicherheit sorgen und erhielt sogar Machtbefugnisse für den Krisenfall. 1866 zog die Gilde in das Hainholz und bekam dort von der Stadt ein Grundstück für Schießübungen zur Verfügung gestellt. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Gilde zu einem Verein, in dem auch jährlich der Schützenkönig erkoren wurde.

Silberlöffel für den Pritzwalker Schützenkönig 1912. Quelle: Lars Schladitz

Der Niedergang der Schützengilde kam mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten. 1936 wurden die Vereine gleichgeschaltet. Mit dem Einmarsch der Roten Armee 1945 und dem Kriegsende wurden die verbliebenen Waffen schließlich beschlagnahmt und die Organisation erst mal komplett aufgelöst.

Der Pritzwalker Dietrich Albrecht forschte längere Zeit im Museum und in Archiven nach der Geschichte der Pritzwalker Schützengilde und bereitet eine Veröffentlichung in den Pritz­walker Heimatblättern vor. Aktuell schreibt er an einer Fortsetzung der Geschichte des neu gegründeten Pritzwalker Schützenvereins, informiert Museumsleiter Lars Schladitz.

Der Eintritt zum Vortragsabend in der Museumsfabrik kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Wegen der Corona-Prävention ist die Anzahl der Plätze für den Vortrag beschränkt. Es wird um Voranmeldung gebeten unter Telefon 03395/76 08 11 20 oder per E-Mail an: museum@pritzwalk.de.

Von MAZonline

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