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Pritzwalk Pritzwalker schwitzen gerne auf der Sommertour des Bürgermeisters
Lokales Prignitz Pritzwalk Pritzwalker schwitzen gerne auf der Sommertour des Bürgermeisters
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21:01 29.06.2019
Pünktlich um 12.15 Uhr machte sich das Feld am Marktplatz auf den Weg. Die Polizei sicherte an den neuralgischen Punkten ab.
Pritzwalk

Ab in den Süden hieß es am Sonnabend in Pritzwalk für rund 100 Radfahrer. Die zweite Auflage der Sommertour von Bürgermeister Ronald Thiel erfreute sich großer Beliebtheit und lockte kleine und große Pedalisten auf die rund 30 Kilometer lange Strecke.

Viele leidenschaftliche Radfahrer am Start in Pritzwalk

Es war nicht zu übersehen: Etliche Teilnehmer gehörten zur Gruppe der passionierten Fahrradfahrer. Moderne E-Bikes, Tour-de-Prignitz-Shirts, Helme und Handschuhe waren gang und gebe. Viele freuten sich über die Gelegenheit, gemeinsam die Umgebung zu erkunden. Darunter viele Wiederholungstäter, die schon bei der ersten Thiel-Tour vor einem Jahr dabei waren.

Gute Unterhaltung und gute Stimmung bei der Kulturpause in Seefeld. Quelle: Stephanie Fedders

Einer von ihnen war Andreas Pohl. Der Buchholzer ist sowieso oft mit dem Rad unterwegs und nahm das Angebot der Stadt gerne an, Land und Leute kennen zu lernen. „So sieht man ja doch mehr, als wenn man immer nur mit dem Auto fährt“, sagte Pohl, der die Idee lobte: „Es ist eine schöne Atmosphäre, bei der man gut ins Gespräch kommt.“

„Ich fahre gerne Rad“, nannte Ingrid Schulz spontan als Grund, mitzufahren. Die Pritzwalkerin wollte aber auch ein Anliegen loswerden: „In der Stadt fehlen Radwege. Viele fahren daher oft auf den Gehwegen“, monierte Schulz.

Verwaltung hat ein offenes Ohr für die Anregungen der Bürger

Die Verwaltung hörte das gern – denn genau das war ja der tiefere Sinn der Radtour. Die Bürger sollten mit dem Bürgermeister und seinen Mitarbeitern – die gesamte Leitungsebene trat mit in die Pedale – ins Gespräch kommen. Und dazu luden viele Möglichkeiten ein.

„Guten Morgen Sonnenschein“: Die „Tümpelkröten“ in Aktion. Quelle: Stephanie Fedders

Am Pollo in Mesendorf und im Waldlehrpark Groß Woltersdorf gab es kurze Stopps, bevor in Seefeld die Kaffeepause mit Kulturprogramm eingeplant war. Hier warteten schon die „Tümpelkröten“ und begrüßten die Radler mit lautem Beifall am Eingang zum Festplatz.

Als Geschenk brachte der Bürgermeister einen Scheck über 100 Euro mit, den die Feuerwehr nachträglich zur 90-Jahr-Feier überreicht bekam. Die Seefelder dankten es mit einem tollen Kuchenbüffet, von den Frauen aus dem Dorf gebacken. Und natürlich mit vielumjubelten Auftritten der „Tümpelkröten“.

Vielumjubeltes Programm beim Pausenstopp in Seefeld

Heike Fuchs, im normalen Leben in der Verwaltung für Kultur und am Sonnabend für die Organisation der Radtour verantwortlich, schlüpfte in die Rolle der Moderatorin und war mit Perücke und Brille nicht wieder zu erkennen. Ähnlich fantasievoll die Kostüme der anderen Akteure, die auf den Spuren von Andreas Gaballier, Roland Kaiser und Nana Mouskouri über die Bühne tanzten.

Bürgermeister Ronald Thiel (links) dankte den „Tümpelkröten“ für die tolle Show während des Pausenstopps in Seefeld. Quelle: Stephanie Fedders

Gestärkt, gut unterhalten und erholt, ging es auf die Schlussetappe. Für ein Fazit kam es auf die letzten Kilometer nicht mehr an, die Teilnehmer waren schon vor dem Endspurt alle voll des Lobes. „Eine tolle Idee“, schwärmte Ingrid Schulz. Doris und Bernd Neumann schätzten den Austausch mit der Verwaltung und schwärmten: „Die Prignitz ist ein Radfahrparadies.“

Auch der Initiator durfte zufrieden sein. Ronald Thiel lobte die „tolle Stimmung in Seefeld“ und nahm als Fazit mit, dass das Thema fehlender Radwege in der Region viele beschäftigt.

Nichtsdestotrotz: Nächsten Sommer soll es wieder eine Rundfahrt geben. Und es waren nicht wenige, die am Sonnabend schon dem Termin entgegenfiebern.

Von Stephanie Fedders

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