Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Pritzwalk Würdevolles Dankeschön für die Nikolaiwächter
Lokales Prignitz Pritzwalk Würdevolles Dankeschön für die Nikolaiwächter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 30.10.2019
Saisonabschluss: Mit einem kleinen Treffen in der Taufkapelle wird das Projekt "Offene Kirche" mit allen ehrenamtlichen Helfern für dieses Jahr beendet. Quelle: Julia Redepenning
Pritzwalk

Am 30. September endet jedes Jahr die Saison der Nikolaiwächter in der Pritzwalker Stadtkirche. Das evangelische Gotteshaus Sankt Nikolai ist seit mehr als 750 Jahren Mittelpunkt des christlichen Lebens in der Stadt. Die Nikolaiwächter halten die Kirche für Besucher offen.

Zum Saisonabschluss wurden die ehrenamtlichen Helfer zu einem gemeinsamen Abend in die Taufkapelle eingeladen. Hell und warm erleuchteten Kerzen den Raum – es wirkte fast romantisch.

Das fünfte Jahr konnte erfolgreich beendet werden. Trotz spätem Start und eher mäßigem Anlauf konnten am Ende 1297 Gäste in der Nikolaikirche gezählt werden.

Resultat: es gab immer an jedem Tag Besucher

Pfarrerin Susanne Michels kann sich nur bedanken: „Wie schön, dass Sie den ganzen Sommer da waren.“ Sie lobte alle ehrenamtlichen Helfer in höchsten Tönen. „Ohne Euch wäre es einfach nicht gegangen“, fügte sie hinzu. Gemeinsam ließen alle die vergangenen Monate Revue passieren. Es ist viel passiert – und vor allem Positives.

Pfarrerin Susanne Michels bedankte sich in höchsten Tönen bei allen Ehrenamtlern für ihren Einsatz. Quelle: Julia Redepenning

Enrico Jäckel ist einer der Nikolaiwächter, der regelmäßig Besucher durch die Pritzwalker Kirche führt. Stolz kann er verkünden: „Wir hatten nie eine Nullnummer.“ Von Mai bis September können Touristen und Einwohner an fünf Tagen in der Woche für zwei Stunden das Gotteshaus anschauen, manchmal der Orgel lauschen oder einfach einen Moment der Stille genießen. „Wir hatten immer Besucher, auch wenn es nur einer oder zwei waren“, sagte Enrico Jäckel.

Aus einer Idee wurde ein Projekt

Gern hätte er in diesem Jahr öfter Musik erklingen lassen, jedoch gab es viel zu tun. „Wir haben zusammen sehr viel geschafft“, lobte der Ehrenamtler sein Team. Sabine Kloß kam als Vertreterin des Gemeindekirchenrates. Sie ließ ebenfalls Grußworte und ein großes Dankeschön für den tollen Einsatz der Wächter und Wächterinnen da. „Es ist so schön, dass es hier so etwas gibt“, sagte sie.

Für jeden Helfer gab es ein kleines Dankeschön. Quelle: Julia Redepenning

Im Jahr 2014 entstand die Idee für das Konzept. Einige Mitglieder des Gemeindekirchenrates und die damalige Pastorin Ina Piatkowski hatten den Einfall, die Kirche für Besucher an den Samstagen von 10 bis 14 Uhr offen zu halten. Schnell wuchs die Begeisterung für den Einfall.

Immer mehr freiwillige Helfer werden Nikolaiwächter

Ab Herbst 2014 bis zum Frühjahr 2015 nahmen drei Ehrenamtliche und Ina Piatkowski am Projekt „Ehrenamt im ländlichen Raum“ teil, und die Idee der „Offenen Kirche“ wurde weiter entwickelt. Zu Beginn engagierten sich vier Männer und Frauen – heute sind es insgesamt 27 freiwillige Helfer, die regelmäßig Besuchergruppen durch die Hallen der Nikolaikirche führen.

„Vielleicht könnten wir im nächsten Jahr die Zeiten für Führungen anpassen“, fragte einer der Wächter nach der Auswertung. Der Abend dient nicht nur als Saisonabschluss, sondern soll auch Raum für Anregungen schaffen. Die aktuellen Öffnungszeiten waren dabei ein heißes Thema. Gerne würden alle viel öfter vor Ort sein, jedoch ist es ein Freizeitprojekt. Vom Tisch ist dieses Anliegen nicht. „Vielleicht probieren wir das aus“, sagte Pfarrerin Susanne Michels.

Gemeinsame Zeit mit netten Gesprächen

Der gemütliche Teil wurde liebevoll von Carmen Mir, die vielen aus dem Eltern-Kind-Zentrum bekannt ist, vorbereitet. Es gab selbst gemachte Leckereien. Bei gutem Essen und netten Gesprächen endete der Abend und somit auch das fünfte Jahr der Nikolaiwächter. Im Mai 2020 werden sie wieder die Türen der Pritzwalker Stadtkirche regelmäßig öffnen und Besuchern Einlass gewähren.

Von Julia Redepenning

Der Tourismusverband Prignitz hat auf seinem Forum nachhaltige Ideen zum Thema „Radlerparadies“ ausgezeichnet. Erster wurde das Netzwerk der Lenzerwische-Tour, Rang zwei geht an Schloss Grube, und den dritten Platz teilen sich die Städte Pritzwalk und Perleberg.

29.10.2019

Immer mehr Azubis müssen für den Berufsschulunterricht weite Wege in Kauf nehmen. Auf der Messe in Perleberg sendeten Politik und Unternehmen ein deutliches Signal nach Potsdam, den ländlichen Raum und damit die Oberstufenzentren in Pritzwalk und Wittenberge zu stärken.

29.10.2019

Die Polizei in Pritzwalk hatte zum Tag der offenen Tür aufs Revier geladen und konnte viele interessierte Besucher begrüßen. Neben der Fahrradcodierung waren auch Tipps zum Schutz gegen Einbrecher gefragt.

27.10.2019