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Pritzwalk So bewerten die Politiker die Kommunalwahl
Lokales Prignitz Pritzwalk So bewerten die Politiker die Kommunalwahl
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18:18 28.05.2019
Neue Abgeordnete, neue Technik: Der Landkreis stattet die Kreistagsmitglieder mit Mini-PCs aus. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk/Perleberg

Erdrutsche überall“, so lautete ein Kommentar von Hartmut Winkelmann zum Wahlsonntag. Auch in der Prignitz gab es Veränderungen, die noch nachwirken. Aber der Linke aus Pritzwalk war eine der Personen, die den Umwälzungen zum Trotz gute Ergebnisse eingefahren haben.

„Ich freue mich über mein wirklich gutes Wahlergebnis. Das hervorragende Ergebnis der letzten Kommunalwahlen nochmal so deutlich zu überbieten, habe ich kaum für möglich gehalten. Ich werde mich bemühen dieses Vertrauen auch weiterhin zu rechtfertigen“, ließ er die MAZ wissen.

Bestes Pritzwalker Ergebnis für Hartmut Winkelmann

Winkelmann verzeichnete das beste Einzelergebnis bei der Wahl zur Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung und hatte einen Hauptanteil daran, dass die Linke in Pritzwalk besser abschnitt als im Kreistrend.

Ganz anders als in Perleberg, wo die Linke nach Eingeständnis vom Thomas Domres einen „bitteren Abend“ erlebte. Schließlich hatte es der frühere linke Bürgermeister Fred Fischer geschafft, mit seinen Perleberger Stadtwächtern die linke Fraktion zu halbieren.

Frank Döring jetzt für die SPD gewählt

Nicht erfreulich ist für die Perleberger Linken auch, dass ihr Ex-Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, Frank Döring, für die SPD ins Stadtparlament gewählt wurde. Döring war 2018 bei den Linken ausgetreten. Die SPD habe ihm die Möglichkeit gegeben, auf ihrer Liste zu kandidieren, sagte dazu Malte Hübner-Berger, der aber selbst den Wiedereinzug ins Stadtparlament verpasste.

Ein weiterer Gewinner der Wahl in Pritzwalk ist Volker Kiefner (Bürgerstimme für Pritzwalk). Auch er dankt seinen Wahlhelfern und Wählern. Sein Einzelergebnis ist das drittbeste für die Wahl zum Pritzwalker Stadtparlament – wobei das zweitbeste an AfD-Mann Tino Kipp ging, der aber alleine für seine Partei angetreten ist.

Volker Kiefner: „Mein Wahlergebnis ist mehr als eindeutig“

Kiefner: „Mein Wahlergebnis ist mehr als eindeutig – aus dem Stand ohne große Parteien oder Unterstützer im Hintergrund. Alle Anwürfe gegen uns/mich haben dem Lager um Frau Pfeifer nicht den gewünschten Erfolg gebracht“, sagt er.

Christa Pfeifer – deren Freie Wähler gleichwohl als Liste bei der Wahl zum Stadtparlament am besten abgeschnitten hatten – hatte Kiefner und seine Mitstreiter im Vorfeld als „braunen Sumpf“ bezeichnet, wogegen sich Kiefner verwahrt. Er schießt zurück: Bei den Freien Wähler versammelten sich „Grüne wie Christian Kloß und Ultralinke wie Christa Pfeifer und Petra Friese“.

Rainer Schneewolf: „Die Prignitz ist wesentlich grüner geworden“

Die Freien Wähler aber haben in der Prignitz auch auf Kreisebene das drittbeste Ergebnis landesweit erzielt. Christa Pfeifer hat Mandate für Stadt und Kreis gewonnen. Gerade für den Erfolg in Pritzwalk ist sie dankbar, zumal das Ehrenamt des Stadtverordnetenvorstehers nun mit einem Freien Wähler besetzt wird.

Ein positives Fazit aller Wahlgänge ziehen die Prignitzer Grünen: „Die Prignitz ist wesentlich grüner geworden“, resümiert Rainer Schneewolf. Nun werden sie sich „mit Nachdruck dafür stark machen, dass der Kreistag die Mindestfraktionsstärke von vier auf drei Sitze senkt, und damit uns Grünen und der FDP ermöglicht, ohne künstliche Schwächung auch als Fraktion mit entsprechenden Rechten antreten zu können“.

Von Bernd Atzenroth

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