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Pritzwalk So viele Briefwähler in Pritzwalk wie noch nie
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01:16 01.06.2019
Das Pritzwalker Rathaus. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Die einfachere Übung stand am Anfang: Denn der Pritzwalker Wahlausschuss bestätigte das schon bekannte vorläufige Ergebnis der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung in Gänze. Bemerkenswert dabei: Mit 1608 war die Zahl der Briefwähler nach Angaben der städtischen Wahlleiterin Petra Lohrmann so hoch wie noch nie. Inklusive Briefwähler hatten 5162 der 10 451 Wahlberechtigten mit abgestimmt. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 49,39 Prozent.

Dank an die vielen Wahlhelfer

Nur 84 Wahlzettel waren ungültig. So wurden 14279 gültige Stimmen abgegeben – jeder Wähler hatte ja bis zu drei Stimmen. Das machte Petra Lohrmann sehr stolz. Überhaupt war sie mit dem Ablauf der Wahl und der guten Zusammenarbeit mit allen meist ehrenamtlichen Wahlhelfern in Stadt und Ortsteilen sehr zufrieden, seien es ihr vierköpfiges Team im Rathaus, Telefondienst, Kraftfahrer und die vielen ehrenamtlichen Wahlhelfer in den 20 Wahllokalen sowie im Briefwahlvorstand.

Am Freitag sollen alle gewählten Bewerber angeschrieben werden – sie müssen ja die Wahl noch annehmen oder auch nicht.

Drei Bewerber für drei Sitze, aber nur zwei gewählt

Doch es stand auch noch die endgültige Bestätigung der Ergebnisse bei den Ortsbeiratswahlen aus. Auch nach Einbeziehung aller Briefwahlstimmen kamen aber keine anderen Resultate zustande. Jedem Wähler standen hier ebenfalls bis zu drei Stimmen zu.

In Beveringen gelangen demnach nur zwei der drei Einzelbewerber in den Ortsbeirat, denn allein Markus Milord zog mit 249 von 584 gültigen Stimmen so viele Voten auf sich, dass ihm zwei Sitze zugestanden hätten – einer davon bleibt frei. Karsten Ferner (149) nimmt den dritten Sitz ein. Der ganz knapp hinter ihm liegende Rigo Benn (139) geht leer aus.

Ähnlich geht es in Schönhagen SPD-Mann Jörg Schilling (42 der 286 gültigen Stimmen), denn der Vertreter des Kreisbauernverbandes, Axel Liedtke zog mit 149 genug Stimmen für zwei Sitze. Neben ihm gelangte deshalb nur Matthias Grätz (95) auch in den Ortsbeirat.

Zwei Kandidaten – beide gewählt

In Buchholz waren nur zwei Kandidaten angetreten. Auch wenn die übergroße Mehrheit für Stefan Fuchs (424 von 586 gültigen Stimmen) votierte, gelangte auch Eckhard Jach (162) in den Ortsbeirat.

Ein vergleichbares Bild gibt es in Wilmersdorf, wenngleich die Kandidaten hier knapper beieinander lagen. Frank Grütte (162 von 312 gültigen Stimmen) lag wenige Stimmen vor Bärbel Zerbian (150) – beide sind nun gemeinsam Ortsbeiräte.

Wo Wählergruppen drei Sitze zogen

In Steffenshagen zogen, wie bereits berichtet, drei Mitglieder in den Ortsbeirat ein. Margit Vogel (174 von 250 gültigen Stimmen), Fred Gießel (47) und Petra Zelk (29) waren als eine Wählergruppe angetreten, die 100 Prozent der Stimmen bekam und demnach alle drei Sitze besetzen kann.

Genauso ist es in Seefeld, wo die Feuerwehr-Liste mit Heike Mennecke (113 von 239 gültigen Stimmen), Frank Rietschel (72) und Sven Steffen (54) alle drei Sitze errungen hat.

Auf MAZ-Nachfrage erklärte die Wahlleiterin, dass das Freibleiben von Sitzen trotz ausreichend Kandidaten vor allem möglich sei, wenn gleichzeitig Einzelbewerber und Listen anträten. Ganz ausschließen lasse sich das auch nicht, je nachdem, wie gewählt wird. Einen Weg gibt es dennoch, wie die Beispiele Steffenshagen und Seefeld zeigen: Wenn alle Kandidaten in einer Wählergruppe antreten. Wichtig hierbei: Wer ansonsten für eine Partei antritt, kann nicht auf der Liste einer anderen Partei, sondern nur in einer freien Wählergruppe kandidieren.

Nachwahlen für Ortsbeiräte am 1. September

In sechs Orten konnte diesmal mangels Kandidaten kein Ortsbeirat gewählt werden – eine Nachwahl am 1. September ist bereits ausgeschrieben. Anfang Juli trifft sich der Wahlausschuss, um die Wahlvorschläge dafür zu sondieren.

Von Bernd Atzenroth

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