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Pritzwalk Sommerstimmung beim musikalischen Frühling
Lokales Prignitz Pritzwalk Sommerstimmung beim musikalischen Frühling
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00:20 30.04.2019
Für irische Klänge sorgte an der Nikolaikirche die Band Clover. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Glück gehabt: Das Wetter hielt doch für den musikalischen Frühling in Pritzwalk. Und so strömten viele Menschen in die Innenstadt, um an drei Stellen Livemusik zu erleben oder einfach im Freien Kuchen zu essen und Kaffee zu trinken.

Gutes Wetter, tolle Musik, schöne Farbtupfer und eine Stimmung wie im Straßencafé: Der musikalische Frühling in Pritzwalk lockte wieder viele Menschen in die Innenstadt. Sehen Sie hier, was ihnen geboten wurde.

Der musikalische Frühling ist so etwas wie der etwas ruhigere kleine Bruder des Herbstleuchtens. Das ist ganz im Sinne seiner Veranstalter. Denn er ist ein fester Bestandteil im städtischen Veranstaltungskalender und eines von vier Ereignissen im Jahr, für die sich die Einzelhändler von der IG Innenstadt und die Stadt zusammengetan haben.

Diese sind allesamt unterschiedlich konzipiert: Während das Herbstleuchten immer in den Abend hineinreicht, soll der musikalische Frühling eine ruhige Nachmittagsveranstaltung sein, wie Heike Fuchs erklärte, die bei der Stadt verantwortlich für die Organisation ist.

Irisches Liedgut, Rock’n’Roll und Countrymusik

Und so kam es denn auch: Überall, wo die Musik spielte, konnte man sich in Ruhe hinsetzen, ob nun vor der Kirche, wo die Band „Clover“ irisches Liedgut darbrachte, ob in Höhe des Cafés Pannacotta, wo „Mogli and the Junglebeats“ gekonnt Rock’n’Roll und Rockabilly aufleben ließen, oder vor dem Rathaus, wo das Duo „Blue Bayou“ Country-Stimmung verbreitete.

Das Lebensgefühl des Rock'n'Roll zelebrierten "Mogli and the Junglebeats" in der Marktstraße. Quelle: Bernd Atzenroth

Das Fazit fiel nach vier Stunden positiv aus. „Ich bin zufrieden“, sagte Heike Fuchs von der Stadt Pritzwalk, „vor Jahren hat der musikalische Frühling klein angefangen und er wird immer etwas größer.“

Ganz ähnlich äußerte sich Martina Liedtke von der IG Innenstadt: „Es sind viele Menschen gekommen, und das Wetter hat sich gut gehalten.“

Stelzenkünstlerinnen und 1. Zwergenmarkt

Für die bunten Farbtupfer sorgten wieder die Stelzenkünstlerinnen in ihren fantasievollen Kostümen. Als bunte Vögel und Blumen waren sie mal wieder ein Hingucker.

Ein Erfolg ist mit Sicherheit der 1. Pritzwalker Zwergenmarkt, der auch künftig während des musikalischen Frühlings stattfinden soll. An den sechs Ständen in der Meyenburger Straße wurde aber mehr Spielzeug verkauft als erwartet – Martina Liedtke hatte eher damit gerechnet, dass sich die Menschen mit Kinderkleidung eindecken werden.

„Es wäre schön, wenn das Tradition wird“

Manuela Haase-Meyer und Sandra Gragert freuten sich jedenfalls darüber, hier stehen und Kindersachen verkaufen zu können. „Es wäre schön, wenn das Tradition wird“, findet Manuela Haase-Meyer. Und es ließ sich wirklich gut an, was auch Jana Müller bestätigt, die einen Stand weiter ebenfalls Kindersachen und -spielzeug anbot.

Manuela Haase-Meyer und Sandra Gragert beteiligten sich am ersten Pritzwalker Zwergenmarkt. Quelle: Bernd Atzenroth

Bekannte aus Dänemark hatten Martina Liedtke auf die Idee für den Zwergenmarkt gebracht – eine Neuauflage im kommenden Jahr dürfte gesetzt sein.

Wer sich nach außen präsentierte, hatte guten Zuspruch

Fast sommerliche Stimmung herrschte an den Kaffeetafeln in der Stadt. Die Damen am Kuchenverkauf der Kita Tausendfüßler zum Beispiel freuten sich über den großen Zuspruch. Die Einnahmen kommen der Kita zugute.

Aus Sicht der Händler sieht das Fazit so aus: Wer sich nach außen präsentierte, hatte guten Zuspruch und lockte die Menschen auch in die Läden – Martina Liedtke hätte sich bloß gewünscht, dass noch mehr Einzelhändler aus ihren Geschäften auf die Straße gehen.

Historische Tafeln wurden nicht enthüllt

Aus der Enthüllung neuer historischer Tafeln an Gebäuden im westlichen Teil der Innenstadt wurde nichts – der Spezialdrucker hatte vorher leider seinen Geist aufgegeben. Die versprochen historische Führung gab es dennoch – Christa Pfeiffer führte die Teilnehmer zu genau jenen Gebäuden, die nunmehr wahrscheinlich zum „Fünfjährigen“ der IG Innenstadt am 10. Juni ihre Tafeln erhalten.

Von Bernd Atzenroth

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