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Pritzwalk Start für evangelische Schule in Pritzwalk verschiebt sich um ein Jahr
Lokales Prignitz Pritzwalk Start für evangelische Schule in Pritzwalk verschiebt sich um ein Jahr
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17:32 05.11.2019
Das Haus Grünstraße 24, direkt neben dem Pfarrhaus (gelbes Gebäude) gelegen, könnte ab 2021 Heimstatt einer evangelischen Grundschule in Pritzwalk werden. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Wer sein Kind bei der in Planung befindlichen evangelischen Grundschule in Pritzwalk anmelden will, wird sich noch ein Jahr länger gedulden müssen. Wie Pfarrerin Susanne Michels jetzt auf MAZ-Anfrage erklärte, hätte der Antrag auf Genehmigung des Schulbetriebs zum kommenden Schuljahr bis Ende September eingereicht werden müssen. „Das haben wir aber nicht geschafft“, erklärte Susanne Michels.

Hauptgrund dafür: Eine Schulleitung ist noch nicht gefunden, obwohl seit Juli nach ihr intensiv gesucht wird. Es ist aber eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Antrag, bereits die Person benennen zu können, welche die Schulleitung übernimmt.

„Jetzt haben wir ein Jahr Zeit“

Damit schiebt sich die Eröffnung der Schule, die im Gebäude an der Grünstraße 24 untergebracht werden soll, um zwölf Monate auf das Jahr 2021. Das bedauert Susanne Michels zwar. Aber sie versucht, der Verzögerung auch etwas Gutes abzugewinnen. Denn nun kann die Suche in Ruhe fortgesetzt werden. „Jetzt haben wir ein Jahr Zeit“, sagt Susanne Michels. Und zwar nicht nur, um die Schulleitung besetzen zu können, sondern auch um alle Fragen rund um Schulhof und Räume zu klären.

Immerhin: Es gibt einen ersten Architektenentwurf für die Einrichtung von sechs Klassen- und weiteren Gruppenräumen in dem Gebäude. Und um genug Platz für einen Schulhof zu bekommen, könne man die Mauer zum benachbarten Pfarrhaus einreißen, findet Susanne Michels. Dort gibt es einen schönen Innenhof.

„Die Stadt ist total entgegenkommend“

Eigentlich ist die Einrichtung einer evangelischen Schulein Pritzwalk ein Projekt, das alle wollen: Sie ist nicht nur Herzenssache für die evangelische Kirchengemeinde in der Stadt wie auch den evangelischen Kirchenkreis Prignitz, sondern ebenfalls für die Stadt Pritz­walk. Immer wieder hat der Bürgermeister Ronald Thiel in Gesprächen durchblicken lassen, dass die Einrichtung der Schule seine volle Zustimmung habe.

Ganz klar: So gelingt es, eine weitere leerstehende Liegenschaft in der Innenstadt wiederzubeleben. Darüber hinaus lassen auch die Kinderzahlen die Einrichtung einer weiteren Grundschule in Pritzwalk als durchaus sinnvoll erscheinen.

Und: Pritzwalk hätte so ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis, denn bislang gibt es im Kreis noch keine evangelische Schule. „Die Stadt ist total entgegenkommend“, freut sich daher die Pfarrerin. Es gäbe sogar eine Übergangslösung, falls das anvisierte Schulgebäude nicht rechtzeitig fertig würde – wobei die neueste Entwicklung diese wahrscheinlich überflüssig macht.

Es ist doch eine tolle Aufgabe“

Mit der Stephanus-Stiftung gibt es auch einen potenziellen Träger für die Einrichtung. Stiftung und Kirchenkreis haben auch bereits eine vertragliche Abmachung getroffen. Demnach sorgt der Kirchenkreis für das Gebäude und die Stiftung für das Personal.

All das ist keine absolute Garantie dafür, dass die Schule auch wirklich zustande kommt. Die Voraussetzungen sind aber nach wie vor gut – sofern eine passende Schulleitung gefunden wird. „Es ist doch eine tolle Aufgabe, so etwas gestalten zu dürfen“, findet Susanne Michels. Ideal wäre es, eine Person mit zweitem Staatsexamen zu finden. Genauso wichtig sei aber auch Erfahrung im Schuldienst. Ihren Optimismus hat die Pfarrerin jedenfalls nicht verloren: „Ich habe da auch noch große Hoffnung.“

Weitere Informationen

Die Ausschreibung finden Sie hier

Von Bernd Atzenroth

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