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Pritzwalk Streicheltierhof öffnet ab 1. April wieder
Lokales Prignitz Pritzwalk Streicheltierhof öffnet ab 1. April wieder
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18:39 29.03.2019
Marion Schumacher mit den Schafen auf dem Streicheltierhof. Quelle: Foto: Andreas König/Stadt Pritzwalk
Pritzwalk

Noch ist der Pritzwalker Streicheltierhof im Hainholz geschlossen. Doch das ändert sich bald: Schon ab Montag, 1. April, kann er wieder besucht werden, zunächst von 9 bis 14.45 Uhr.

Bei den Öffnungszeiten ab dem 1. Mai hat sich der Verein Natur, Landschaft und Denkmalpflege (NLD) Streckenthin, der am 1. Januar die Betriebsführerschaft für die Einrichtung übernommen hat, anspruchsvolle Ziele gesetzt: „In den Sommermonaten bis zum 1. Oktober wollen wir den Streicheltierhof täglich von 9 bis 18 Uhr öffnen“, erklärt Marion Schumacher vom Verein NLD laut einer Mitteilung der Stadt.

Weiterbestand stand lange auf der Kippe

Dass das Interesse da ist, zeigte eine kurze Stippvisite zum Streicheltierhof – dort stand gerade eine Familie vor verschlossenen Türen. Auf das Datum 1. April hingewiesen zog sie aber freudig von dannen.

Der Weiterbestand des Streichelzoos stand seit der Ankündigung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im vergangenen Sommer, sich als Betreiber zurückzuziehen, auf der Kippe. Der Verein NLD übernahm dann zwar, musste aber erst klären, ob ihm ausreichend Arbeitskräfte zur Verfügung stehen.

Sieben Mitarbeiter sollen sich um den Hof kümmern

„Wir beabsichtigen insgesamt sieben Kräfte einzusetzen“, erklärt Marion Schumacher, die Bevollmächtigte des Vorstandes. Die Grundversorgung der Tiere sollen künftig drei Mitarbeiter gewährleisten. Der Verein NLD bekommt die Stellen nach dem Chancen-Teilhabegesetz gefördert.

„Vier MAE-Kräfte werden zusätzliche Aufgaben übernehmen, beispielsweise die Freiflächen verschönern und vor allem die zusätzlichen Öffnungszeiten absichern“, sagt Arne Schumacher, der den Einsatz der Mitarbeiter koordiniert.

Gemeinsam mit der Stadt Pritz­walk als Eigentümerin des Areals wurde auch ein neues Konzept erarbeitet. Damit ändert sich auch der Name. Ab sofort heißt die Einrichtung offiziell „Streicheltierhof“.

Mehr Kontakt zu den Tieren

Kern des Konzepts ist laut der Stadt: Mehr Kontakt zu den Tieren und mehr Gelegenheit, sie zu streicheln. „Dazu eignen sich ja vor allem Meerschweinchen und Kaninchen“, sagt Arne Schumacher. Aus diesem Grund wird für die pelzigen Nagetiere ein neues Freigehege samt dem Eingangsbereich gestaltet.

Mehr Kontrolle will der NLD hingegen bei der Fütterung der Tiere ausüben. „Es geht nicht, dass die Besucher, wenn auch in bester Absicht, wahllos Futter hineingeben“, sagt Marion Schumacher.

Derzeit 92 Tiere von 21 Arten im Bestand

Der Bestand im Streicheltierhof beläuft sich derzeit auf 92 Tiere von 21 Arten, von amerikanischen Zwerghühnern über Höckergänse und Kamerunschafe bis hin zu Zwergziegen. Das Futter für die Tiere stammt zum größten Teil von der Küche der Kita „Tausendfüßler“, der Tafel und dem Lebensmittelmarkt in der Marktstraße.

„Die Bewirtschaftung eines Streicheltierhofs ist für unseren Verein Neuland“, räumt Marion Schumacher ein. Daher wolle man zunächst einmal „das, was da ist, vernünftig bewirtschaften“, erklärt sie.

Einen ersten Eindruck vom Neuanfang können sich Besucher am 1. Mai verschaffen. Für diesen Tag lädt der Verein zu einem Tag der offenen Tür in den Hof ein. „Es gibt eine Überraschung für die ersten zehn Besucher“, sagt Arne Schumacher. Es lohnt sich also, pünktlich um 10 Uhr zu erscheinen.

Von Bernd Atzenroth

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