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Pritzwalk Teilnehmerrekord beim Pilgertag in der Prignitz
Lokales Prignitz Pritzwalk Teilnehmerrekord beim Pilgertag in der Prignitz
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00:20 21.04.2019
Mit rund 180 Teilnehmern kamen so viele Menschen wie noch nie zum Pilgertag nach Bölzke. Quelle: Stephanie Fedders
Bölzke

Es war nicht zu übersehen: Der Trend zu pilgern ist endgültig in der Prignitz angekommen. Auto reihte sich an Auto, vor der Kirche in Bölzke füllte sich der Platz am Gründonnerstag mit vielen Premierengästen und alten Hasen, die beim Anpilgern auf dem Annenpfad dabei sein wollten.

180 Teilnehmer fanden sich in Bölzke ein

Fast 180 Teilnehmer machten sich gegen halb elf auf den Weg – rekordverdächtig. „Vergangenes Jahr waren wir 100“, staunte Uwe Dummer vom Förderverein der Wallfahrtskirche in Alt Krüssow, die neben dem Kloster Stift zum Heiligengrabe Etappenziel auf dem 22 Kilometer langen Weg war.

Uwe Dummer, Elisabeth Hackstein, Reinhard Helm und Ralf Doerks (von links) vom Arbeitskreis Annenpfad organisierten den Pilgertag. Quelle: Stephanie Fedders

Dabei trieb natürlich die zeitgleiche Eröffnung der Landesgartenschau in Wittstock auch das Organisatorenteam des Pilgertages um. Bei der Begrüßung vor der Kirche in Bölzke konnten aber alle zufrieden feststellen, dass die Beliebtheit des Pilgerns nicht im Schatten der Laga verschwand.

„Wir freuen uns, dass sich die Leute von der Landesgartenschau nicht haben abhalten lassen“, stellte Elisabeth Hackstein vom Kloster Stift zum Heiligengrabe zufrieden fest. Sie gehört zusammen mit den Alt Krüssowern und dem Förderverein zum Erhalt der Bölzker Kirche zum Arbeitskreis Annenpfad, der jedes Jahr die Organisation des Pilgertages übernimmt und das Thema in der Prignitz mit Leben erfüllt.

Engagement des Arbeitskreises Annenpfad gelobt

„Das Engagement ist von allen drei Seiten sehr hoch“, lobte Hackstein, die der Bölzker Kirche eine „sehr gute Entwicklung“ bescheinigte. Davon konnten sich die Teilnehmer selbst ein Bild machen, bevor es losging. Die Tür stand offen und gewährte Blicke auf Fotos von Eva Bergmann, die auch über Ostern zu sehen sein werden.

Pfarrer Mario Friedrich erteilte den Pilgersegen. Quelle: Stephanie Fedders

Quer durch alle Generationen und über die Landesgrenzen hinweg reichte die Anziehungskraft des Anpilgerns. Senioren waren gekommen, Kinder standen in Wanderschuhen und mit geschultertem Rucksack bereit. Und auch einige Hunde waren dabei.

Kathrin Städler vom Projekt Evangelische Erwachsenenbildung war aus Havelberg gekommen und konnte erleichtert feststellen. „Letztes Jahr war es viel kälter.“

Bus brachte die Pilger zum Bahnhof nach Pritzwalk

Der Sonnenschein machte es auch Jeannette Küther leicht, das erste Mal teilzunehmen. „Bei dem Wetter“, frohlockte die stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Prignitz, die sich zur Premiere die ganze Tour vorgenommen hatte.

Gut ausgerüstet machten sich die Teilnehmer auf den Weg. Quelle: Stephanie Fedders

Das war allerdings kein Zwang. Wer nur in Etappen pilgern wollte, musste keine Angst haben, in den Wäldern der Prignitz zu stranden. Uwe Dummer hatte sich um einen Bus gekümmert, der als Shuttle eingesetzt wurde und die Pilger am Ende auch wieder zum Bahnhof nach Pritzwalk brachte.

Kaffee und Kuchen in der Wallfahrtskirche Alt Krüssow

Diese Blöße wollte sich Udo Krüger nicht geben. Der Pritzwalker nahm das fünfte Mal Teil und gehörte damit zu den erfahrenen Pilgern, der zudem noch die Strecke zum Start- und Zielort mit dem Fahrrad zurücklegte. „Ich wäre auch bei schlechtem Wetter gelaufen“, erzählte Krüger, der sich vor der Tour noch schnell stärkte.

Auch daran hatten die Organisatoren gedacht. Mittagessen in Heiligengrabe, Kaffee und Kuchen in Alt Krüssow und zum Auftakt Schmalzstullen in Bölzke – das Angebot fasste Pfarrer Mario Friedrich passend zusammen: „Körper und Seele sollen versorgt sein.“

Mit Pilgersegen und dem Singen des Kanons „Vom Aufgang der Sonne“ ging es los. Jetzt hatte jeder der Teilnehmer Gewissheit, den Alltag für ein paar Stunden hinter sich lassen zu können.

Von Stephanie Fedders

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