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Pritzwalk Wohnblock in Schönhagen soll weg
Lokales Prignitz Pritzwalk Wohnblock in Schönhagen soll weg
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00:24 29.11.2018
Dieser Wohnblock in Schönhagen soll abgerissen werden. Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
Schönhagen

Schön sieht er nicht mehr aus, mehr oder weniger verlassen ist er auch: Nun soll der zu DDR-Zeiten entstandene Wohnblock im Pritzwalker Ortsteil Schönhagen nach dem Willen der Stadtverwaltung zurückgebaut werden. Das war jüngst auf der Sitzung des Pritzwalker Stadtentwicklungsausschusses bereits besprochen worden. Als drittes Objekt neben den Gebäuden Schillerstraße 29 bis 33 und Schillerstraße 34 bis 38 in der Kernstadt soll der Block in Schönhagen in den Umsetzungsplan für den Stadtumbau in Pritzwalk bis 2020 aufgenommen werden. Die beiden anderen Blöcke wurden bereits Anfang des Jahres auf die Liste gesetzt.

Nach Angaben von Halldor Lugowski, Amtsleiter für Infrastruktur und Stadtentwicklung in der Pritzwalker Stadtverwaltung, würde ein Rückbau des Blocks zu 100 Prozent über Fördermittel finanziert. Die Mitglieder des Ausschusses stimmten dem Vorschlag bereits zu. Nun beschäftigen sich am Dienstag, 27. November, der Hauptausschuss sowie abschließend am Mittwoch, 5. Dezember, die Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema.

Sanierung wirtschaftlich nicht darstellbar

Christa Pfeifer (Freie Wähler) hatte in dem Ausschuss wissen wollen, was es denn kosten würde, solche Wohnblocks zu sanieren, bezog dies aber auf die beiden Blocks in der Schillerstraße. Halldor Lugowski hatte darauf eine ziemlich eindeutige Antwort: Das sei „wirtschaftlich nicht darstellbar“. Folgerichtig will man die Chance aus dem Stadtumbauprogramm nutzen, um einen Wegriss dieser Gebäude finanzieren zu können. Lugowski: „Jetzt ist es soweit – und es wurde nicht signalisiert, dass es dadurch zu Wohnungsnotstand kommt.“

Dem stimmte bei der Ausschusssitzung Hartmut Winkelmann (Linke) zu, der auch im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk (WBG) sitzt. „Wir haben uns in der WBG intensiv damit befasst, wie man damit umgeht. Der Bedarf für Wohnungen in diesem Wohnumfeld ist nicht groß“, sagte Winkelmann, „für den Abriss gibt es Fördermittel. Durch Wegfall der Blocks erhöht sich Wohnqualität.“

Block „wird ersatzlos weggehen“

Auf die Frage, von Marlies Ferner (SPD), was dann mit den Flächen geschehe, gibt es auch eine klare Antwort: Der Block in Schönhagen „wird ersatzlos weggehen“, wie es Lugowski im Ausschuss ausgedrückt hatte. Anstatt dessen soll hier eine Grünfläche entstehen. Bei den beiden Blöcken in der Pritzwalker Schillerstraße ist das eigentlich auch so in Aussicht gestellt, doch sei es hier möglich, auch wieder etwas zu errichten, wie der Amtsleiter betonte.

Der Hauptausschuss tagt am Dienstag, 27. November, um 18 Uhr im Haus 1 der Stadtverwaltung an der Gartenstraße 12 und behandelt dabei noch viele andere Themen.

Von Bernd Atzenroth

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