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Pritzwalk Wohnblock in der Schillerstraße ist Geschichte
Lokales Prignitz Pritzwalk Wohnblock in der Schillerstraße ist Geschichte
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00:24 30.03.2019
Nur ein Schuttberg ist noch übrig von dem alten Wohnblock in der Schillerstraße 34 bis 38.
Nur ein Schuttberg ist noch übrig von dem alten Wohnblock in der Schillerstraße 34 bis 38. Quelle: Halldor Lugowski/Stadt Pritzwalk
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Pritzwalk

Der alte Wohnblock in der Schillerstraße 34 bis 38 ist Geschichte, wie jetzt die Stadt Pritzwalk mitteilte. Jetzt fielen die Außenwände des Gebäudes, das der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk (WBG) gehört.

Die Entkernung hatte begonnen, nachdem zum 31. Januar die letzten Mieter aus dem Gebäude ausgezogen waren. Fensterrahmen, Heizungsrohre und andere lose Bauteile wurden von Hand aus den 50 Wohnungen ausgebaut.

Nun wurden die Außenwände eingerissen, so dass der Schutt abgetragen und entsorgt werden kann.

Der Rückbau des alten Blockes gehört zum Stadtumbauprogramm, über das Fördermittel von Bund und Land sowie von der Stadt Pritzwalk beantragt werden können, in diesem Fall 100 Prozent.

Die 50 Wohneinheiten werden nicht mehr benötigt

Nach dem Abriss des Blocks soll die Fläche zunächst begrünt werden. Im Winter 2019/20 soll nach Angaben der Stadt auch der zweite Wohnblock in der Schillerstraße weg.

Nach den Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung für Pritzwalk geht die Stadt davon aus, dass die 50 Wohneinheiten nicht mehr benötigt werden. Sollte sich die demografische Entwicklung so bewahrheiten, wie sie prognostiziert ist, könnten 2030 in Pritzwalk zwischen 500 und 1000 Wohnungen zusätzlich leer stehen – so hatten es die Spitzen von Stadt und WBG zu Beginn des Abrisses vor Ort kundgetan. Da ist der Rückbau von Wohneinheiten geboten, vorzugsweise nicht in der Innenstadt.

Da stand der Wohnblock noch: Ortsterm,in zu Beginnn seines Abvrisses im Februar mit Sylke Hildebrandt, Ronald Thiel und Halldor Lugowski (r.). Quelle: Bernd Atzenroth

Zudem ist die Stadt beim Ausbau der Tuchfabrik auch eine Verpflichtung eingegangen. Damals ist die Einrichtung von 30 Wohnungen in der Tuchfabrik mit der Maßgabe gefördert worden, dass die Stadt im Gegenzug weiter außerhalb liegende Wohneinheiten zurückbaut.

Eine Sanierung des Wohnblocks wäre viel zu teuer geworden

Eine Sanierung des Wohnblocks wäre zudem viel zu teuer geworden, zumal der Standard nach den heutigen Ansprüchen ein ganz anderer sein müsste.

Zunächst soll anstelle des Wohnblocks eine Grünfläche entstehen. Wie aber das Gelände einmal später genutzt werden soll, wird erst zu entscheiden sein, wenn auch der danebenstehende Wohnblock Schillerstraße 27 bis 31 komplett zurückgebaut ist.

Von Bernd Atzenroth