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Pritzwalk Wolf und Wildschwein bleiben große Themen für Prignitzer Jäger
Lokales Prignitz Pritzwalk Wolf und Wildschwein bleiben große Themen für Prignitzer Jäger
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01:15 31.03.2019
Für langjährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft wurden Alexander Aniekienko (l.) und Jürgen Stüwe (2.v.l.) ausgezeichnet. Karsten Neumann und Werner Sperling (r.) übernahmen die Ehrung. Quelle: privat
Silmersdorf

Der Wolf sorgte bei der jüngsten Versammlung der Jägerschaft Obere Stepenitz in Silmersdorf mal wieder für Diskussionen.

Wobei der Vorsitzende der Jägerschaft Obere Stepenitz, Harald Vogel, dazu einen klaren Standpunkt vertritt: Die Politik müsse sich auf eine Zahl bei der Wolfspopulation festlegen, die nicht überschritten werden sollte.

Das Jagdrecht ist ein kompliziertes Thema in diesem Zusammenhang genauso wie die Entschädigungen für Tierhalter, deren Tiere von Wölfen gerissen wurden. „Das kann nicht zu Lasten der Landwirtschaft gehen“, findet Vogel.

Harald Vogel: „Jägerschaft wird nicht ausreichend gehört“

Zudem glaubt er, dass die Jägerschaft in dieser Diskussion nicht ausreichend gehört wird. „Manchmal habe ich das Gefühl, es wird immer schwieriger, einen Konsens zu finden“, sagt er im Gespräch mit der MAZ. Da ist es ihm besonders wichtig, auf die gute Zusammenarbeit mit dem Jagdverband Pritzwalk zu verweisen.

Ein zweites großes Thema war der Abschuss von Wildschweinen, der in Zeiten der Scheinepest zusätzlich gefördert werden soll. Torsten Waldhelm von der Unteren Jagdbehörde machte dazu Ausführungen. 484 Sauen haben die Jagdpächter allein 2018 im Gebiet der Jägerschaft Obere Stepenitz geschossen – die zweithöchste Strecke seit 2008.

Für gestreckte Schwarzkittel kann es zusätzlich 50 Euro geben

Für gestreckte Schwarzkittel kann es zusätzlich 50 Euro geben, allerdings nur für jedes zusätzliche Schwein gegenüber der Abschusszahl von 2015/2016. Das geht auf eine Regelung von Unterer und Oberer Jagdbehörde zurück, die Harald Vogel kritisch betrachtet, weil damit diejenigen schlechter dastehen, die schon 2016 mit einer guten Abschussquote aufwarteten.

Die Förderung muss bis zum 30. April beantragt werden. Torsten Waldhelm verteilte auf der Sitzung Antragsformulare, die Beantragung ist aber auch online möglich.

Die Jagdhornbläser der Jägerschaft eröffneten die Sitzung musikalisch Quelle: privat

Sehr konzentriert ging es auch bei vielen anderen Themen an drei aufeinander folgenden Tagen um das Thema Jagd. „Es ist das dritte Jahr, dass die Jahresversammlungen der Hegegemeinschaft Putlitz/Meyenburg und der Jägerschaft Obere Stepenitz zusammen an einem Wochenende abgehalten wurden“, erklärt dazu Harald Vogel.

Das beinhaltete natürlich auch eine Trophäenschau zum Abschluss des Jagdjahres sowie die Pflege des jagdlichen Brauchtums. So begrüßten die Jagdhornbläser der Jägerschaft ihre Versammlung musikalisch mit neuen Jagdhörnern, deren Anschaffung durch das Land gefördert wurde.

Hegegemeinschaft verjüngt ihren Vorstand deutlich

Dabei hat sich die Hegegemeinschaft diesmal eine neue Struktur gegeben und im Vorstand deutlich verjüngt. Daniel Kulling hat jetzt den Vorsitz übernommen, sein Stellvertreter ist Ortwin Ungnade. Neu im Vorstand ist der Schriftführer Christopher Teske, während sich Gordon Trieb hier um die Wildbewirtschaftung kümmert. Weiter im Vorstand dabei sind Karsten Neumann, Alexander Aniekienko und Volker Haase.

Eine Verjüngung wünscht sich Vogel auch für die Jägerschaft, die aber erst im kommenden Jahr wieder über ihren Vorstand befindet.

Junge Jäger bringen ihre Ideen ein

Vogel: „Auch die Jägerschaft sollte junge Waidgenossen in die Arbeit einbeziehen – sie haben oft neue Ideen und geben neue Impulse.“ Gutes Beispiel ist das Programm für den Jägerstammtisch am Freitag, 29. März, um 19 Uhr in Silmersdorf: Es fußt zum Teil auf den Vorschlägen der jüngeren Jäger.

Bei der Versammlung der Jägerschaft konnte Harald Vogel vermelden, dass Gunthard Brandt und Ortwin Ungnade das Verdienstabzeichen des Landesjagdverbandes (LJV) in Bronze erhalten. Die Ehrennadel des LJV in Bronze wird Eckhard Pelzer und Volker Haase verliehen, und zwar bei einer Landesdelegiertenkonferenz am Samstag.

Von Bernd Atzenroth

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