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Pritzwalk Zwei Spendertafeln in der Nikolaikirche enthüllt
Lokales Prignitz Pritzwalk Zwei Spendertafeln in der Nikolaikirche enthüllt
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11:20 28.04.2019
Christine Flassig enthüllte die beiden Spendertafeln. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Wenn Pritzwalk auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal ist, hier ist eines: Die Nikolaikirche ist höher als jede andere in den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. „Diese Kirche ist nicht so bekannt, aber extrem groß und hoch“, stellte auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke fest.

Er war Gast bei der Enthüllung zweier Tafeln, die alle Spender während des ersten Bauabschnitts bei der Kirchensanierung würdigen. Christine Flassig enthüllte die beiden Tafeln am Samstag im Namen der evangelischen Kirchengemeinde Pritzwalk. „Der musikalische Frühling bot sich als Termin dafür ausgezeichnet an“, sagte sie.

Christine Flassig enthüllte die beiden Spendertafeln in der Pritzwalker Nikolaikirche. Quelle: Bernd Atzenroth

Seit 2014 sind sie und andere damit beschäftigt, die Sanierung und Restaurierung der Kirche voranzubringen – angesichts der schieren Größe ein sehr ambitioniertes und teures Unterfangen. Doch immerhin ist es bereits 2017 gelungen, den komplizierten ersten Bauabschnitt zu Ende zu bringen.

Dank an alle Spender und Unterstützer

Und dafür gilt es, danke zu sagen, was Christine Flassig auch tat, etwa der Stadt und den Stadtverordneten, die über die Städtebauförderung allein 520 000 Euro dazu beisteuerten. Flassig vergaß in ihrer Aufzählung auch nicht die Landeskirche und den Kirchenkreis Prignitz, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler, die Volks- und Raiffeisenbank Prignitz wie auch die Sparkasse Prignitz.

Doch nicht nur sie sind auf einer der beiden Tafeln verewigt, sondern jeder einzelne Spender, der dazu beigetragen hat. Die zweite Tafel ist denjenigen vorbehalten, die die Verwendung der alten Dachziegel finanziell unterstützt haben, indem sie Dachziegel erwarben. 7000 Euro kamen dadurch zusammen.

Ganz zum Schluss soll das Südfenster neugestaltet werden

Die Veranstaltung war aber auch Motivation dafür, die weitere Kirchensanierung zu unterstützen. Noch vier Bauabschnitte stehen an, und für alle muss noch ein Beitrag in Höhe von einer Million aufgebracht werden. Ganz zum Schluss soll das Südfenster neugestaltet werden – dafür gibt es einen Ideenwettbewerb.

„Kirchliche Mittel sind uns im Falle einer Leader-Förderung sicher“, betonte Flassig, „aber wir müssen auch einen Kredit aufnehmen. Um diesen kleinhalten zu können, bitten wir um Unterstützung.“

Halldor Lugowski bot Hilfe an

Halldor Lugowski, stellvertretender Bürgermeister von Pritzwalk, bot seine Hilfe bei der Beantragung von Fördermitteln an. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagte er, „ich kann Sie nur ermutigen, bei den Förderstellen anzuklopfen.“

Wie wichtig der Stadtverwaltung das Thema Kirchensanierung ist, zeigte sich auch daran, dass neben Lugowski auch die Amtsleiter Kornelia Wienke und Dietmar Sachs bei der Enthüllung der Tafeln dabei waren.

Von Bernd Atzenroth

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