Putlitz: Gottesdienst und neues Einsatzfahrzeug für Feuerwehr
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Putlitz-Berge Putlitz: Arbeit der Feuerwehrmänner mit Gottesdienst geehrt
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Putlitz: Gottesdienst und neues Einsatzfahrzeug für Feuerwehr

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16:48 31.10.2021
Pfarrer Volkhart Spitzner führt durch den etwa einstündigen Gottesdienst der Florianmesse.
Pfarrer Volkhart Spitzner führt durch den etwa einstündigen Gottesdienst der Florianmesse. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Putlitz

Die Feuerwehr ist ein Ehrenamt wie kein anderes. Es rettet Leben. Doch dahinter stehen kein Konzern oder ein Betrieb, sondern Menschen, die ihre Freizeit opfern, um anderen zu helfen. Genau das rückte am Samstagnachmittag bei der Florianmesse in der Kirche in Putlitz in den Mittelpunkt.

Achte Florianmesse in Putlitz – die erste seit der Corona-Pandemie

Das hat mittlerweile schon Tradition. Es war die achte Florianmesse in der Stadt. Eigentlich wird diese immer im Mai zum Namenstag des heiligen Sankt Florian zelebriert, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute. Doch das war die letzten beiden Jahre wegen der Pandemie nicht möglich.

In der voll besetzten Kirche lauschten die Feuerwehrmänner den Worten des Pfarrers. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Deshalb wurde die Messe in den Oktober verlegt – zu gleich zwei besonderen Anlässen. Die Feuerwehrwehr Putlitz hat am Samstag ihr neues Einsatzfahrzeug, ein sogenanntes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, in Dienst gestellt. Die Jugendfeuerwehr bekam einen neuen Anhänger für die Tragkraftspritze.

Feuerwehrleute aus allen Ortsteilen der Stadt waren Teil dieses feierlichen Anlasses in der Kirche. Hinzu kamen viele Gäste befreundeter Wehren, darunter aus Perleberg, Pritzwalk sowie Lindenberg bei Berlin. Mit dabei waren auch Notfallseelsorger aus der Prignitz.

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Feuerwehrleute genießen noch hohe Wertschätzung in der Bevölkerung

„Unser Team ist oft bei Einsätzen mit dabei“, sagt Olaf Glomke, Teamleiter der Notfallseelsorger. Sie seien eng mit der Feuerwehr verbunden, hätten immer ein offenes Ohr. „Die Seele ist verwundbar. Man darf an seinen Erfahrungen und Erlebnissen nicht zerbrechen und muss darüber sprechen.“

Und es zeigt, dass die Feuerwehrleute wohl auch eine hohe Wertschätzung in der Bevölkerung erfahren. Denn auch sie waren Teil der Florianmesse, wie Amtsdirektor Hergen Reker anmerkt. Er dankte vor allem denjenigen, die die Veranstaltung regelmäßig ermöglichen.

Feuerwehrleute aus Putlitz und den Ortsteilen sowie viele befreundete Kameraden kamen zur Florianmesse in die Putlitzer Kirche. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Pfarrer Volkhart Spitzner führte durch den Gottesdienst, der jedoch ohne Gesang auskommen musste. Die Corona-Regeln hatten das verboten. Doch das tat dem Geschehen keinen Abbruch. Der Fanfarenzug und ein Chor ließen die Stimmung der etwa einstündigen Messe aufleben.

Im Anschluss daran ging es gemeinsam zur Feuerwache auf den Kiebitzberg. Dort stand es schon bereit, das neue Einsatzfahrzeug der Putlitzer Feuerwehrleute. „Schon vor sieben Jahren hatten wir damit begonnen das Fahrzeug zu planen“, sagt Amtswehrführer Christian Reisinger.

440 000 Euro für neues Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Putlitz

Nun steht das rund 440.000 Euro teure Fahrzeug seit wenigen Wochen in der Garagen. In den zurückliegenden Tagen haben sich die Feuerwehrleute damit intensiv vertraut gemacht, so dass es ab sofort auch bei Einsätzen zum Zuge kommen kann.

Christian Reisinger hat das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug vom Typ HLF20 nun offiziell per Funk bei der Leitstelle in Potsdam angemeldet. Er bezeichnete das Fahrzeug als „Eckstein“ der Weiterentwicklung aller Ortswehren.

„Wir wollen der Gesellschaft den besten Schutz gewähren“

„Wir wollen der Gesellschaft den besten Schutz gewähren. Dafür sind wir zur Ausstattung verpflichtet und es gibt keine bessere“, sagt Christian Reisinger. „Feuerwehr ist halt nicht nur Spaß, sondern viel Verantwortung.“

Ein Grund zum Feiern: Die Putlitzer Brandschützer haben im Anschluss der Florianmesse ihr neues Einsatzfahrzeug in Dienst gestellt. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Rund um den 2000-Liter-Wassertank, der mitten im Fahrzeug eingebaut ist, sind die Fächer bestückt mit Schläuchen, Kanistern, Werkzeugen, Kupplungen oder Rohren. Alles notwendige Einzelteile, die als Ganzes gebraucht werden, um Brände zu löschen, Menschen zu retten und im Katastrophenfall Hilfe leisten zu können.

Ein Vergleich mit dem Vorgänger, ein Tanklöschfahrzeug LF 16 aus dem Jahr 1992, das jetzt in Silmersdorf (Gemeinde Triglitz) ein 41 Jahre altes Fahrzeug ersetzt, ist bei weitem nicht möglich.

Von Marcus J. Pfeiffer