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Prignitz Stadt will kein eigenes Lärmgutachten erstellen
Lokales Prignitz Stadt will kein eigenes Lärmgutachten erstellen
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18:19 30.07.2018
Nur wenige Menschen sind in Höhe der Abfahrt Putlitz vom Autobahnlärm so betroffen, dass Lärmschutz nötig wäre. Quelle: Bernd Atzenroth
Putlitz

Die Stadt Putlitz lässt kein eigenes Lärmgutachten erstellen und wird aufgrund der gegebenen Verhältnisse und der geringen Zahl an Betroffenen keine eigenen Lärmschutzmaßnahmen ergreifen. Einen entsprechenden Beschluss fasste am vergangenen Donnerstag die Putlitzer Stadtverordnetenversammlung einstimmig.

Hintergrund für die Entscheidung war, dass das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft von der Stadt Putlitz eine Äußerung zur Lärmkartierung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz gefordert hat. Diese war zum Stichtag 31. Juli abgefordert worden. Das Stadtparlament musste sie zuvor mit einem Beschluss bestätigen.

Hauptlärmquelle Autobahn

Im Zentrum der Betrachtung stand bei der Lärmkartierung im Jahr 2017 die Autobahn A 24, die im Bereich der Stadt Putlitz mit etwa drei Millionen Fahrzeugen pro Jahr nicht als Hauptlärmquelle zu betrachten ist. Im Bericht zur Lärmkartierung ist jedoch festgehalten, dass es in den Tageszeiten bei zulässigen 65 Dezibel keine Überschreitungen gibt. Bei den Nachtwerten sind demzufolge auch nur zwei Personen betroffen. Zulässig sind 55 Dezibel, die Werte bei der Überschreitung lagen zwischen 55 und 60 Dezibel.

Auf Nachfragen der Stadtverordneten erklärte Peter Jonel, Ordnungsamtsleiter im Amt Putlitz-Berge), dass das Landesamt für Umwelt intensive Lärmmessungen angestellt habe, die zu diesem Ergebnis geführt hätten. Diese würden für Putlitz angesichts der Dimension ausreichen. Die größeren Städte sind dazu verpflichtet, wir nicht“, betonte der Amtsleiter. Lediglich in Telschow-Weitgendorf sei eine Familie betroffen, erklärte Jonel, der auch darauf verwies, dass es an anderer Stelle im Amtsbereich auch anders ist: In Silmersdorf, das zur Gemeinde Triglitz gehört, sind 40 Menschen übermäßig vom Autobahnlärm geplagt.

Nur sehr wenige Betroffene

Tatsächlich hatten Amtsdirektor Hergen Reker und der Putlitzer Bürgermeister Bernd Dannemann bereits vor längerer Zeit den Lärmbericht bestätigt. Aufgrund der sehr geringen Anzahl an betroffenen Personen und auch der Tatsache, dass die Autobahn alleinige Lärmquelle ist, wurde darauf verwiesen, dass die Stadt Putlitz keine eigenen Lärmschutzmaßnahmen ergreifen wird, weder für Krumbeck noch für Nettelbeck oder Telschow-Weitgendorf direkt an der Ausfahrt Putlitz der A 24.

Der Beschluss der Putlitzer Stadtverordneten vom vergangenen Donnerstag war jetzt nötig, um den Formvorschriften der Europäischen Kommission zu genügen. Diese verlangt, dass der Bericht öffentlich zu besprechen ist. Darum mussten sich die Putlitzer Stadtverordneten damit befassen.

Von Bernd Atzenroth

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