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Putlitz Berge buhlt um Anerkennung als „Grundzentrum“
Lokales Prignitz Putlitz Berge buhlt um Anerkennung als „Grundzentrum“
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15:23 25.11.2019
Der Berger Einkaufsmarkt ist ein wichtiges Kriterium für die Anerkennung des Ortes als „Grundzentrum“. Quelle: Stephanie Fedders
Berge

Auf die neu gebildete Regionalversammlung der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel wartet in den kommenden Jahren eine große Fülle an Themen, mit denen sich die Mitglieder des 60-köpfigen Gremiums beschäftigen müssen. Eine Angelegenheit ist von besonderer Bedeutung und soll daher auch besondere Beachtung erhalten.

Regionale Planungsgemeinschaft entscheidet über „Grundzentren

Es geht um die Festlegung der so genannten „Grundfunktionalen Schwerpunkte“. Ein technokratisch klingender Begriff, hinter dem sich nichts anderes verbirgt als die Einstufung in Frage kommender Orte in eine Kategorie, die bundesweit als „Grundzentrum“ bekannt ist.

Auf Grundlage des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion (LEP HR) sollen die fünf Regionalen Planungsgemeinschaften in Brandenburg Vorschläge für die neuen Grundzentren unterbreiten. Für die Prignitz, Ostprignitz-Ruppin und Oberhavel hat das Thema Priorität.

Die Regionalversammlung hat daher bei ihrer Konstituierung entschieden, für die „Grundfunktionalen Schwerpunkte“ einen Teilplan aufzustellen und diesen zeitnah als erste Maßnahme auf den Weg zu bringen. Begründet wurde dies durch das große regionale Interesse.

Berge baut auf Unterstützung der Regionalräte

Hoch ist die Erwartungshaltung beispielsweise in Berge. Die ehrenamtliche Bürgermeisterin der Gemeinde, Susanne Scherfke-Weber, wirbt unermüdlich um Rückendeckung. Viele, aber nicht alle Kriterien, die für die Einstufung betrachtet werden, erfülle der Ort.

„Was wir nicht haben, sind Zahnarzt und Verwaltungssitz“, gibt Scherfke-Weber zu. Sie hat in einem Brief an alle Regionalräte um Unterstützung geworben und bittet darum, die Kriterien „nicht dogmatisch zu behandeln“. Die Anerkennung ist mit finanzieller Unterstützung aus Potsdam verbunden.

Als erstes Gremium wird sich der Planungsausschuss mit dem Thema befassen. Ansgar Kuschel, Leiter der Planungsstelle in Neuruppin, plant die erste Sitzung Anfang des neuen Jahres. Ziel ist es, bis zum Sommer 2020 einen ersten Entwurf vorzulegen.

Planungsausschuss soll Vorschläge unterbreiten

Die Prignitz wird im Planungsausschuss durch Bad Wilsnacks Amtsdirektor Torsten Jacob sowie den Berger Kreistagsabgeordneten Hartmut Lossin vertreten. Beratendes Mitglied ist zudem Andreas Ditten, Fachbereichsleiter Wirtschaft, Bau und Kataster in der Kreisverwaltung.

Folgende weitere Planungsaufgaben sind verpflichtend vorgeschrieben: Gewerblich-industrielle Vorsorgestandorte, Gebiete für die Gewinnung oberflächennaher Rohstoffe, Gebiete für die Windenergienutzung und Gebiete für den vorbeugenden Hochwasserschutz.

Von Stephanie Fedders

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