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Putlitz Bernd Dannemann als Bürgermeister verabschiedet
Lokales Prignitz Putlitz Bernd Dannemann als Bürgermeister verabschiedet
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14:53 22.05.2019
Mit einem Fan-Paket überraschte der Vorstand des Putlitzer SV Bernd Dannemann (links) in der Stadtverordnetenversammlung. Quelle: Stephanie Fedders
Putlitz

Noch vor dem Start zur diesjährigen Tour de Prignitz begann in der vergangenen Woche die Tour de Putlitz. Nur ein Teilnehmer, aber viele Wegbegleiter bestritten die bisherigen drei Etappen. Im Ziel erwarteten Bernd Dannemann jedes Mal dankende Worte, Erinnerungen und Geschenke. So endet eine Ära nach 22 Jahren als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Putlitz.

Dienstältester Bürgermeister seit dem 16. Jahrhundert

Auf der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung sprach Dannemann von einem „historischen Moment“. Die Geschichte gibt ihm Recht, hat doch die Recherche ergeben, dass der 75-jährige seit dem 16. Jahrhundert dienstältester Bürgermeister der „Gänsestadt“ gewesen ist.

Amtsdirektor Hergen Reker (rechts) überreichte Bernd Dannemann einen Reisegutschein. Quelle: Stephanie Fedders

Das erfüllt den gebürtigen Rathenower mit Stolz, wie er zugab. Er sprach von einer interessanten Zeit, wenngleich nicht immer einfach. „Ich habe mich aber nie allein gelassen gefühlt“, betonte Dannemann gegenüber seinen Mitstreitern, von denen André Michaelis (im 30. Jahr dabei) und Klaus Pirow (22 Jahre) zu den Weggefährten der ersten Stunde gehören.

Um den Abschied im würdigen Rahmen zu begehen, ging der Amtsausschuss am Dienstag in die Verlängerung. Nach dem offiziellen Teil folgte ein Rückblick im Beisein vieler Gäste. Amtsdirektor Hergen Reker, der sich auch bei den Ausschussmitgliedern Helge Diekmann (Berge) und Thomas Breitlauch (Gülitz-Reetz) für viele Jahre im kommunalpolitischen Ehrenamt bedankte, lobte Dannemanns „zeitintensives Engagement“ und sprach von vielen „belebenden Gesprächen“.

Dannemann wurde auch schon als „Landrat Prignitz Mitte“ bezeichnet

Der scheidende Bürgermeister erinnerte nur allzu gerne an einen Höhepunkt seiner Amtszeit aus dem Oktober 1997, als die Regionale Planungsgemeinschaft über die Grundzentren zu entscheiden hatte: „Über 60 Putlitzer kamen nach Neuruppin und haben bewiesen, dass Putlitz was kann. Das war ein langes Theater, das wir erfolgreich über die Bühne gebracht haben.“

Gruppenbild mit Dame (von links): Hergen Reker, Helge Diekmann, Torsten Uhe, Thomas Breitlauch, Katrin Lange, Bernd Dannemann und Oliver Hermann. Quelle: Stephanie Fedders

Innenstaatssekretärin Katrin Lange charakterisierte folgerichtig, man müsse schon penetrant sein, um etwas in der Kommunalpolitik zu erreichen. Sie nannte Dannemann den „Oberbürgermeister der Prignitz“. Der erwiderte, auch schon als „Landrat Prignitz Mitte“ bezeichnet worden zu sein.

Der echte Landrat Torsten Uhe nahm es mit Humor, zollte Respekt dafür, dass Bernd Dannemann zu denen gehört, die „fast die gesamte neue Zeit Verantwortung getragen haben“. Uhe sprach von der Kreisumlage als brisantes Thema, verbunden mit der Hoffnung, vielleicht noch die anhängliche Klage des Amtes Putlitz-Berge vom Tisch geräumt zu bekommen.

Putlitzer Fanfarenzug macht doppelt Freude

Ins Schwärmen geriet Wittenberges Verwaltungschef Oliver Hermann, der als Präsident des Städte- und Gemeindebundes kam. Er sprach von einem emotionalen Moment, als der Putlitzer Fanfarenzug den Umzug beim Brandenburg-Tag anführte und würde sich freuen, wenn Bernd Dannemann auch diesen Sommer vorbei käme, zu den Elblandfestspielen. Die Musiker machten übrigens auch ihrem Bürgermeister eine große Freude, als sie vergangene Woche zum Geburtstagsständchen aufspielten.

Nicht mehr lange, dann bricht Familie Dannemann auf nach Schleswig-Holstein und bezieht ihre neue Wohnung in Barmstedt, ganz in der Nähe der Putlitzer Partnerstadt Kaltenkirchen. Davor liegt aber noch die vierte Etappe der Abschiedstournee – die letzte Sitzung des Kreistages. Dann ist das Kapitel Kommunalpolitik für Bernd Dannemann endgültig beendet.

Von Stephanie Fedders

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