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15:40 09.02.2020
Foto mit Sponsoren: Die Jugendfeuerwehr Berge freut sich über die neue Ausstattung. Quelle: Fotos (4): Stephanie Fedders
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Berge

Es war ein langer letzter Ferientag für die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr aus Berge. Er fing an mit der Fahrt nach Schwerin und dem Besuch der dortigen Berufsfeuerwehr und endete mit einer Überraschung.

Förderverein Bresch-Burow sorgt für eine Überraschung

Als alle nach dem Ausflug im Berger Gerätehaus bei selbstgebackenem Kuchen wieder Kraft tankten, kündigte Jugendwart Falko Dierke eben diese Überraschung an, die zwei Kameraden vom Förderverein der Feuerwehren Bresch-Burow mitgebracht hatten: Zwei Atemschutzattrappen für die Ausbildung des Nachwuchses.

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Foto mit Sponsoren: Die Jugendfeuerwehr Berge freut sich über die neue Ausstattung. Quelle: Stephanie Fedders

Die Kinder guckten Christian Prochnow, den stellvertretenden Ortswehrführer von Bresch-Burow, und Fördervereins-Kassenwart Jens Schulz erst ein wenig ungläubig an, gehörten doch solche Geräte bislang nicht zu denen, die während der Übungseinheiten zum Einsatz kamen.

Erst als Nele und Frieda demonstrierten, wie man die gelb eingehüllten Behälter benutzt, wich die Skepsis. Christian Prochnow und Jens Schulz halfen, die Geräte auf den Rücken festzuschnallen. Und der erste „Einsatz“ lässt auch nicht mehr lange auf sich warten.

Attrappen kommen beim 24-Stunden-Dienst zum Einsatz

Die Idee für die Anschaffung entstand bei der Planung für einen 24-Stunden-Dienst, den die Kameraden aus Berge, Burow und Bresch in diesem Jahr mit den Kindern auf die Beine stellen wollen. Für die verschiedenen Einsatzszenarien, die dabei geübt werden, kommen die Atemschutzattrappen gerade richtig.

So wird es gemacht: Christian Prochnow (links) und Jens Schulz helfen Nele und Frieda beim anlegen der Atemschutzattrappen. Quelle: Stephanie Fedders

„Wenn die Jugend etwas braucht, wird der Verein nicht nein sagen“, machte Christian Prochnow klar. Der Nachwuchs bekam auch schon Handschuhe vom Förderverein gesponsert. Für die beiden Geräte griff der Verein tiefer in die Tasche – rund 300 Euro kosteten diese.

Nach der Übergabe mussten die Kleinen nicht lange warten, bis sie die neue Ausrüstung testen konnten. Die Erwachsenen hatten vor dem Gerätehaus das Tanklöschfahrzeug geparkt und die Feuerschale aufgebaut. Die ersten Mutigen griffen zum Schlauch und löschten die Flammen – mit dem Atemschutzgerät auf dem Rücken.

Feuerwehr Berge könnte mehr Atemschutzgeräteträger brauchen

Welche Technik die Erwachsenen tragen, das zeigte Thomas Eggebrecht den Mädchen und Jungen auch noch. Der stellvertretende Amtsbrandmeister und designierte Ortswehrführer – auf der Jahreshauptversammlung der Berger Wehr am 28. Februar wird er offiziell gewählt – hatte die ganze Montur angelegt.

Gleich mal ausprobieren: Löschangriff mit der neuen Technik auf dem Rücken. Quelle: Stephanie Fedders

Wie wichtig die Spezialisierung auf diesen Teil der Einsatzarbeit ist, bekommt die Feuerwehr Berge gerade zu spüren. Wenn es drauf ankommt, dann muss die Wehrführung bangen, ob genug Atemschutzgeräteträger mit ausrücken können. Sieben Kameraden haben diese Ausbildung zwar erfolgreich durchlaufen, aber derzeit seien nur drei einsatzbereit.

Realität: Atemschutzgeräteträger Thomas Eggebrecht in voller Montur. Quelle: Stephanie Fedders

Den anderen fehle aktuell das okay vom Arzt, so Eggebrecht. Wer nicht fit ist, unter Atemwegserkrankungen oder Herz-Kreislauf-Problemen leidet, darf den psychisch und physisch anspruchsvollen Job nicht ausüben. Daher wünscht sich Thomas Eggebrecht mehr Kameraden, die sich die Ausbildung zutrauen. Nur so lasse sich sicherstellen, dass immer ausreichend Kräfte einsatzbereit seien.

Vielleicht hilft dabei ja auch die neue Ausstattung für die Jugendfeuerwehr. Wie wichtig die Geräte auf dem Rücken sind, haben die Kinder schon erkannt. „Wenn es brennt, bekommt man damit Sauerstoff“, erklärt Knut Dierke. Es ist nur ein erster, kleiner Schritt, aber die Richtung stimmt.

Von Stephanie Fedders

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