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Putlitz „Kaiser-Wetter“ bei der Fuchsreitjagd
Lokales Prignitz Putlitz „Kaiser-Wetter“ bei der Fuchsreitjagd
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17:30 22.09.2019
Elf Reiterinnen und Reiter waren bei der Fuchsreitjagd in Putlitz dabei. Quelle: Bernd Atzenroth
Putlitz

Eigentlich war das klar: „Master bin ich“, erklärte Udo Burzyk zu Beginn der Fuchsreitjagd am Sonntag in Putlitz hoch zu Pferde. Sollte heißen: An diesem Tag hatte alles auf das Kommando des Mannes zu hören, der seit vier Monaten auch Putlitzer Bürgermeister ist. Bernd Blumenthal, Vorsitzender das Reit- und Fahrvereins Putlitz, hatte dafür diesmal im ersten Kremser das Sagen.

Elf Reiter, fünf Kremser, zwei Kutschen

Fuchsreitjagd ist dabei heute nur noch ein symbolischer Titel für ein gemeinsames Ausreiten und Ausfahren. Der Reit- und Fahrverein hat seinen alljährlichen Termin immer auf den Sonntag gelegt. „Da kommen wir uns mit keinem Anderen in die Quere“, erklärte dies Udo Burzyk.

Schließlich ist immer am gleichen Wochenende samstags die Preussen-Reitjagd in Sarnow angesagt. Und beide hatte diesmal, wie auch oft in den Vorjahren, wirkliches „Kaiser-Wetter“, wie es Burzyk formulierte.

Etwa 70 bis 80 Leute wollten dabei sein. Auf den fünf Kremsern und zwei Kutschen saßen viele bekannte Gesichter. „Die Stammfahrer sind alle dabei“, sagte Burzyk, im Verein der Stellvertreter Blumenthals. Laut Anmeldung waren es schließlich dazu noch elf Reiter, unter ihnen auch ein paar Auswärtige – was Burzyk gut findet, um den Verein und die Stadt noch etwas bekannter zu machen.

„Beobachter, die Vergehen aufschreiben“

Nach Blumenthals Angaben ist es die 22. Fuchsreitjagd, zu der die Putlitzer ausgeritten sind. Alle bekamen ein Begrüßungsgetränk, bevor es auf die fast auf den Punkt ausgemessene 20-Kilometer-Strecke gehen sollte. Burzyk wies noch vorher darauf hin, dass in Kremsern und Kutschen „Beobachter, die Vergehen aufschreiben“, sitzen. Diese Vergehen werden dann auch geahndet. „Damit wollen wir die Vereinskasse aufbessern“, so Burzyk.

Die Reiter ritten vorweg, bevor alle Gespanne folgten. Als der gesamte Tross auf die Straße nach Putlitz einbog, ging es dahinter auch für die Autofahrer ein paar Minuten nur im Schritttempo voran, bis sich Reiter und Gespanne wieder von der Hauptstraße wegbewegen konnten.

Das schnellste Pferd wird der nächste Fuchs

Zunächst ging es durch die Stadt und dann Richtung Schmarsow. Von dort aus bewegte sich der Tross einmal durch Mertensdorf und dann in den Wald, wo die Mittagspause anstand. Zurück ging es dann zunächst in Richtung Laaske, dann den Zieskenbach entlang nach Mansfeld, und von dort durch die Wiesen zurück auf den Putlitzer Reitplatz.

Am Ziel gab es dann nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern es wurde auch der nächste Fuchs ausgeritten – auf einer 300 Meter langen Sprintstrecke. „Heute entscheidet das schnellste Pferd“, sagte Udo Burzyk dazu.

Von Bernd Atzenroth

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