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Putlitz Landkreis und Prignitzer Kommunen wollen Zusammenarbeit ausbauen
Lokales Prignitz Putlitz Landkreis und Prignitzer Kommunen wollen Zusammenarbeit ausbauen
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18:00 09.09.2019
Die Grundschule Putlitz wird in Sachen IT von der Kooperation des Amtes Putlitz-Berge mit dem Landkreis profitieren. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Der Landkreis Prignitz und seine elf Kommunen wollen die Zusammenarbeit intensivieren und haben sich auf Projekte verständigt, die gemeinsam angegangen werden sollen. Landrat Torsten Uhe und Oliver Hermann als Vorsitzender der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) gaben einen Ausblick auf künftige Kooperationen.

Kreis hilft bei der Umsetzung des Digitalpakts Schule

Dazu zählt unter anderem die gemeinsame Nutzung des Geoportals des Landkreises, auf dem Daten zu verschiedenen Themenbereichen eingestellt sind, die in Zukunft auch den Verwaltungen der Städte, Ämter und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden sollen.

Zudem wird eine Arbeitsgruppe „Interkommunale Zusammenarbeit“ ins Leben gerufen, die die Beratungen der Hauptverwaltungsbeamten (Bürgermeister und Amtsdirektoren) in der KAG vorbereiten. Konkret kann hier das Personal aus den Verwaltungen Kräfte bündeln und sich abstimmen. Das erste Treffen ist im Oktober geplant, dann geht es um die Umsetzung des Digitalpakts Schule.

Der Digitalpakt bildet auch die Grundlage für die IT-Betreuung der Grundschulen, die der Landkreis über den Immobilienverwaltungs- und Servicebetrieb Prignitz anbietet. Dabei geht es nicht nur um die Anschaffung von Hard- und Software, sondern auch um die technische Betreuung der Schulen. Die Ämter Meyenburg und Putlitz-Berge werden die ersten sein, die dieses Angebot annehmen. Der Kreistag hat den Vereinbarungen am 23. Mai bereits zugestimmt.

Kfz-Zulassungsstelle in Pritzwalk ein Beispiel der Kooperation

Zum 1. Januar 2020 soll auch die Kfz-Zulassungsstelle in Pritzwalk ihre Arbeit aufnehmen. Dann müssen die Prignitzer nicht mehr nur nach Perleberg fahren, wenn sie Autos anmelden lassen wollen.

Mit Leben erfüllt werden kann auch die Vereinbarung zur Vergabe öffentlicher Aufträge. Ein Bereich, der viel Fachwissen verlangt. Die Kreisverwaltung stellt das jetzt als erste Kommune dem Amt Lenzen-Elbtalaue zur Verfügung.

Auch die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfolgt gemeinsam

„Je kleiner die Verwaltungen, je schwieriger sind diese Aufgaben zu realisieren“, weiß Landrat Torsten Uhe, der offen für weitere Anfragen wäre. Oliver Hermann hält sich als Bürgermeister der Stadt Wittenberge noch bedeckt. „Wir sind interessiert, aber noch nicht zu Ende mit der Abwägung“, sagt Herrmann. An der Elbe werden unter anderem noch Haftungsfragen diskutiert.

Bei den bereits gelebten Kooperationen sei man „schon gut unterwegs“, findet Uhe, der die Zusammenarbeit dort fördern möchte, wo es „möglich und sinnvoll“ sei. Gelungene Beispiele gibt es bereits. Der Sozialpass gehöre ebenso dazu wie die Bündelung kreisweiter Veranstaltungen im „Prignitz-Sommer“ oder die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners.

Und weitere Projekte warten nur darauf, von der Theorie in die Praxis umgesetzt zu werden.

Von Stephanie Fedders

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