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Putlitz Putlitz diskutiert weiter über „Gänsestadt“
Lokales Prignitz Putlitz Putlitz diskutiert weiter über „Gänsestadt“
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01:18 05.07.2019
Gans neu: Gebhard zu Putlitz bei der Enthüllung des Namensschildes vor dem Rathaus – verhüllt mit der Fahne der Stadt, die das Wappen mit Gans ziert. Quelle: Stephanie Fedders
Putlitz

Sie sind überall und aus dem Stadtbild nicht wegzudenken: Gänse. Putlitzer Gänse. Auf der Fahne. Im Wappen. Als Literaturpreis. Und im Namen der berühmtesten Familie der Stadt, der Gans Edlen Herren zu Putlitz. Es mangelt also nicht an tierischer Symbolik. Genug oder verträgt die Stadt noch mehr?

Alt-Bürgermeister Dannemann pro „Gänsestadt

Diese Frage beschäftigt seit einiger Zeit die Stadtverordneten. Es geht um die Entscheidung, ob Putlitz die Ergänzung des Gemeindenamens um den Zusatz „Gänsestadt“ beantragen soll oder nicht.

Der Putlitzer Fanfarenzug: Immer mit Gans unterwegs. Stephanie Fedders

Auf der jüngsten Sitzung vor der Kommunalwahl stieß Alt-Bürgermeister Bernd Dannemann das Thema noch einmal an, wohlwissend, dass er nicht mehr an der Entscheidungsfindung teilnehmen wird. „Wenn ich Ihnen einen Wunsch mit auf den Weg geben darf, dann würde ich mich freuen, wenn Putlitz den Zusatz Gänsestadt erhält.“

Die Verwaltung schlug vor, Dannemanns Äußerung im Protokoll der Sitzung vom 16. Mai festzuhalten. Im Hinblick auf die große Feier zu 700 Jahre Stadtrecht am 10. August sollte das Thema zeitnah auf die Tagesordnung genommen werden.

Verwaltung wollte Entscheidung vor 700-Jahr-Feier

So geschah es dann auch in der ersten Sitzung der neuen Stadtverordnetenversammlung. Neben den Formalien, die zwingend zu Beginn einer neuen Legislaturperiode zu klären sind, stand im öffentlichen Teil auch die Beratung und Beschlussfassung zur Ergänzung des Gemeindenamens der Stadt Putlitz und der künftigen Bezeichnung als „Gänsestadt“ auf dem Plan.

Der Putlitzer Preis, eine getöpferte Gans, macht die Stadt bundesweit bekannt. Quelle: Stephanie Fedders

In der Vorlage hatte die Verwaltung auf die mehrfachen Diskussionen verwiesen, die es zu diesem Thema bereits gab. Damit die Namensergänzung noch vor dem Stadtrecht-Jubiläum wirksam werden könne, sei eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung unbedingt erforderlich.

Das sahen die Abgeordneten mehrheitlich anders und signalisierten noch Gesprächsbedarf. „Mir fehlt der Hintergrund für eine Entscheidung“, sagte Steffi Kührmann (Fraktion Bürger für Stadt und Land). André Michaelis (Freie Wähler) gab zu Bedenken, dass dieser Beschluss „nur der erste Schritt sein kann. Der zweite muss ein Marketingkonzept sein“. Er regte an, auch über ein Logo mit Gans nachzudenken, den ganzen Prozess aber nicht auf die lange Bank zu schieben.

Mehrheit der Abgeordneten stimmte für Vertagung einer Entscheidung

Wolfgang Hampe kam bislang die Beteiligung der Bürger zu kurz. „Wir müssen das Thema mehr in die Öffentlichkeit tragen“, verlangte der Fraktionsvorsitzende der Bürger für Stadt und Land. Dafür schlug der Nettelbecker eine Veröffentlichung im Amtsblatt oder eine Veranstaltung vor. „Wer etwas dazu sagen will, soll zum Amt gehen und seine Meinung äußern“, forderte er die Putlitzer auf.

Gemeinsam mit Thomas Hochhardt (Die Linke) sprach sich Hampe für eine Vertagung der Entscheidung aus. Zwölf der 16 anwesenden Stadtverordneten stimmten dafür.

Sollte die Stadt irgendwann entschieden haben, dass die Gans in der Stadt noch mal ganz groß rauskommt, ist die Unterstützung des Tourismusverbandes Prignitz sicher. Der Vorstand traf sich vor kurzem in Putlitz und wurde von Amtsdirektor Hergen Reker über die Diskussion zur „Gänsestadt“ informiert.

„Ich finde es gut und wir würden als Partner unser Wissen zur Verfügung stellen“, versprach Geschäftsführer Mike Laskewitz. „Eine Gänsestadt Putlitz wäre auch eine Profilierung der Prignitz.“

Von Stephanie Fedders

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