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Prignitz Rassige Kaninchen auf der Kreisschau
Lokales Prignitz Rassige Kaninchen auf der Kreisschau
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19:14 22.10.2017
Auch die Kinder der Familie Winterfeld begeistern sich schon für die Kaninchenzucht.
Auch die Kinder der Familie Winterfeld begeistern sich schon für die Kaninchenzucht. Quelle: Jens Wegener
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Wittenberge

230 Kaninchen in 20 Rassen von 37 Ausstellern aus neun Vereinen aus Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern sind am Wochenende in der Veritas Boxsporthalle Wittenberge zu bestaunen. Der Rassekaninchenzuchtvereins D273 Wittenberge veranstaltet seine diesjährige Kreisschau.

Beim Rundgang durch die Halle können die Besucher die Ergebnisse der Arbeit der Züchter bewundern. Bereits am Freitag wurden die Kaninchen von den vier Preisrichtern Hartmut Rilk, Karl-Heinz Herrmann, Rainer Schönfeld und Helmut Halupka bewertet. Die Bewertung erfolgte nach dem Standard des Zentralverbands Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter und der Allgemeinen Ausstellungsbestimmungen. „Die Züchter erfahren das Ergebnis schon vor der Preisverleihung am Sonntag. Sie rufen uns an und fragen nach den Urteilen der Jury, die dann auch an den Käfigen nachzulesen sind”, sagte der Ausstellungsleiter Torsten Winterfeld.

Der Rammler von Bernd Kaintz hatte sich seine Möhren redlich verdient. Quelle: Jens Wegener

Vergeben werden Landesverbands-Ehrenpreise, Kreisverbands-Ehrenpreis, ein Pokal des Bürgermeisters und Ehrenpreise. Beim Ehrenpreis gibt einen Pokal oder einen Futterpreis. „Die Älteren von uns haben schon viele Pokale zu stehen. Sie nehmen lieber den Futterpreis”, so Winterfeld. „Wir haben fünf V-Tiere, was für die Bewertung vorzüglich steht und 29 HV-Tiere für hervorragend. Wir staunten, als wir dieses Jahr wenig NB-Bewertungen bekamen. Das steht für nicht bewertet. Diese Tiere wurden nicht bewertet, weil sie zu viele Fehler haben. Die Qualität ist also erstaunlich hoch. Außerdem haben wir mehr Tiere als vergangenes Jahr in der Ausstellung”, bilanzierte Torsten Winterfeld. „Am 14. Oktober war offizieller Anmeldeschluss für die Ausstellung”, sagte seine Tochter Ines Winterfeld. „Da hatten wir erst rund die Hälfte der Tiere, die wir jetzt haben. Mein Vater hat aber noch viele Leute angerufen und Zusagen erhalten. Außerdem bekamen wir viele Anmeldungen über Facebook und andere elektronische Medien, die wir jetzt verstärkt nutzen.”

Günter Dahse erhielt für sein Kaninchen die beste Note vorzüglich. Quelle: Jens Wegener

Das erste Mal arbeitete sie mit dem Zuchtprogramm „Kaninchen-Schau 3.4”, um den Katalog zu erstellen, von dem jeder Aussteller ein Exemplar erhielt. Die Umstellung von vorher Exel auf dieses Programm erschien ihr sehr ungewohnt und gewöhnungsbedürftig, aber man wolle schließlich auch moderner werden. „Für Auf- und Abbau der Ausstellung haben wir Unterstützung von der Lebenshilfe Prignitz bekommen, die das für ein Entgeld für uns erledigen”, freute sich Ausstellungsleiter Torsten Winterfeld und dankte den fleißigen Helfern dafür.

Viele Vereinsmitglieder seien schon älter und könnten es deshalb nicht mehr allein stemmen. Von den 40 aktiven Vereinsmitgliedern des Wittenberger Rassekaninchenzuchtvereins hören neun auf den Namen Winterfeld. Torsten Winterfeld, der erste Züchter in der Familie, begann im Jahr 1973 mit der Zucht. Heute hat er rund 80 Kaninchen in sechs Rassen, dazu noch Hühner, Tauben und ein Pony für die Enkel. Tochter Ines ist seit 2009 Vereinsmitglied und Schriftführerin. Sie selbst züchtet aber nicht.

In einem Tierbasar gab es Kaninchen und Geflügel zu kaufen. Und wer das Gewicht der ausgestellten Gans richtig schätzte, durfte sie mit nach Hause nehmen.

Der Pokal des Bürgermeisters Wittenberge ging an Reinhold Engelberg aus Perleberg. Bernd Kaintz aus Wittenberge erhielt für zwei Tiere, eine Häsin und einen Rammler der Rasse Alaska, die Note Vorzüglich. „Der Rammler ist schon älter. Der hat sich seine Möhren redlich verdient”, sagte er. Der mit 81 Jahren Älteste im Wittenberger Verein ist Günter Dahse. 1961 wurde er Vereinsmitglied und leitete die Geschicke der Züchter 44 Jahre lang. Im vergangenen Jahr gab er seinen Posten als Vereinsvorsitzender aus Altersgründen ab. Seit 1960 züchtet er Holländer. Für einen erhielt er am Wochenende die Note vorzüglich.

Von Jens Wegner

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