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Prignitz Rebhuhnpärchen tasteten sich in die Freiheit
Lokales Prignitz Rebhuhnpärchen tasteten sich in die Freiheit
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01:15 26.07.2018
Ab in die Freiheit: Die Rebhühner tasteten sich bei Schönhagen auf neues Terrain oder hoben gleich empor in die Lüfte. Quelle: Bernd Atzenroth
Schönhagen

Sie werden zurzeit sicher nicht verhungern: Den sechs Rebhuhnpärchen, die in der vergangenen Woche bei Schönhagen (Stadt Pritzwalk) ausgewildert wurden, bietet sich auf dem Gelände an der neuen Straße in Höhe der Windkraftanlage trotz anhaltender Trockenheit eine reiche Nahrungspalette auf den gerade abgeernteten Feldern. Trotzdem tasteten sich die Vögel zunächst eher vorsichtig aus den zwei Käfigen hinaus in die Freiheit. Während manches Tier erst einmal eher schüchtern am Boden zwischen den abgeernteten Felderresten herumliefen, flatterten andere wiederum gleich in die Lüfte.

Ab in die Freiheit: Die Rebhühner tasteten sich bei Schönhagen auf neues Terrain oder hoben gleich empor in die Lüfte. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Jagdgemeinschaft Schönhagen, die über 716 Hektar bejagbare Fläche verfügt, hat die sechs Pärchen zum Auswildern erworben, und sie hat dies nicht zum ersten Mal getan. Beim Auswildern dabei waren diesmal die Schönhagener Ernst Hüffmeier, seine Frau Grit Hüffmeier sowie Axel Liedtke.

Schon im vergangenen Jahr hatten die Schönhagener Jagdpächter an der gleichen Stellen fünf Rebhuhnpärchen ausgesetzt, und das aus zwei Gründen. Zum einen ist die Stelle sehr geeignet, unter anderem, weil sie auch Schutz vor Raubvögeln bietet, zum anderen hat es hier nach den Erfahrungen etwa von Axel Liedtke schon immer Rebhühner gegeben. Doch ist ihr Bestand in den vergangenen 40 Jahren deutlich gesunken.

Ab in die Freiheit: Die Rebhühner tasteten sich bei Schönhagen auf neues Terrain oder hoben gleich empor in die Lüfte. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Rebhühner zum Ort des Geschehens gebracht hat Rüdiger Jach von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Der Betriebsleiter im Hainholz betreut auch die dortige Rebhuhnaufzuchtstation, aus der die jetzt ausgewilderten Tiere stammen. Ziel und Zweck ist die Erhaltung des Bestands. Seit 1992 gibt es im Hainholz die Rebhuhn-Aufzuchtstation und den Hühnervogelartenschutzpark.

Hier haben vom Aussterben bedrohte Arten wie Haselhühner, Birkhühner und Auerhühner, insbesondere aber das heimische Rebhuhn, eine artgerechte Heimstätte erhalten. In manchen Jahren wurden hier schon bis zu 1000 Rebhühner gezüchtet und für die Auswilderung vorbereitet. Das geschieht mehr oder weniger im Verborgenen, um den Kontakt mit Menschen so gering wie möglich zu halten – verbunden mit der Hoffnung, dass die Vögel sich später auch wie Wildtiere verhalten.

Ernst Hüffmeier (l.) und Rüdiger Jach wilderten sechs Pärchen Rebhühner aus. Quelle: Bernd Atzenroth

Im Moment werden in der Aufzuchtstation in dieser Saison 320 Jungtiere gezählt. „40 bis 50 kommen noch hinzu“, sagt Rüdiger Jach, „ und die möchte ich alle veräußern.“ Wer sich also in diesem Jahr an dieser arterhaltenden Aktion beteiligen will, kann sich noch bei Rüdiger Jach im Hainholz melden.

Von Bernd Atzenroth

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