Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Rekordzuschuss vom Bund wurde verbaut
Lokales Prignitz Rekordzuschuss vom Bund wurde verbaut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:34 05.05.2018
Ausstellungsraum in der früheren Tuchfabrik in Pritzwalk.
Ausstellungsraum in der früheren Tuchfabrik in Pritzwalk. Quelle: Atzenroth
Anzeige
Prignitz

Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung am Samstag, 5. Mai, hat sich die Bundestagsabgeordnete Dagmar Ziegler (SPD) einmal angesehen, wie viel Fördergeld in ihrem Wahlkreis verbaut wurden. „Ich finde es äußerst erfreulich, dass die Gemeinden in der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin im vergangenen Jahr über 10 Millionen Euro – und damit mehr als 2016 – an Bundesfördermitteln erhalten haben“, so Ziegler.

Das meiste Fördergeld floss 2017 demnach mit 1,9 Millionen Euro in den Stadtumbau Wittenberge. Je 1,6 Millionen Euro Bundesförderung ging nach Wittstock und Kyritz.

450 000 Euro ins Kerngebiet Pritzwalk investiert

Betrachtet man die Bundesfinanzhilfen in den Förderjahren 2008 bis 2017 für den Wahlkreis Prignitz-Ostprignitz-Ruppin-Havelland I, so ist die Summe Jahr für Jahr fast stetig gestiegen.

Nach Pritzwalk flossen im vergangenen Jahr 450 000 Euro über das Programm Stadtumbau Ost ins Kerngebiet und in das Wohngebiet „Am Ring“. Unter anderem wurde der Ausbau der teils barrierefreien Wohnungen in der Tuchfabrik und des Museumsteils unterstützt. Dieses Jahr kann die Dömnitzstadt noch aus dem Programm schöpfen, dann läuft es für Pritzwalk aus.

1,9 Millionen Euro in Wittenberge umgesetzt

2017 kam die Stadt Perleberg über die Programm Denkmalschutz und Stadtumbau Ost in den Genuss von Fördergeld in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Und in Wittenberge setzten die Bauherren 1,9 Millionen Fördergeld im Stadtgebiet um.

Weitere 69 000 Euro gingen über das Programm Kleinere Städte und Gemeinden in den gemeinsamen Mittelbereich Wittstock/Pritzwalk. Die Dossestadt selbst erhielt 2017 Bundesmittel im Bereich Denkmalschutz für die Alte Tuchfabrik am Dosseteich (400 000 Euro) und die Altstadt (500 000 Euro).

Fördergeld vom Bund in fünf Jahresscheiben zu verbauen

Bund, Länder und Kommunen beteiligen sich meist je zu einem Drittel an der Finanzierung eines Bauprojektes im Bereich Städtebau. Die genannten Fördermittel zeigen also die Summe, die der Bund beigesteuert hat – ohne den Anteil von Land und Kommunen. Schüttet der Bund Fördergeld aus, kann dieses in fünf Jahresscheiben verbaut werden. Für die Zuschüsse seitens der Länder können aber andere Auflagen gelten.

Für 2017 hatte der Bundestag die Städtebauförderung auf ein Rekordniveau von 790 Millionen Euro erhöht, erinnert die Bundestagsabgeordnete Ziegler. Im Haushalt 2018 solle mindestens wieder dieses Niveau zum Ansatz gebracht werden. Ziegler weiter: „Mit der Städtebauförderung leisten wir einen wichtigen Beitrag für lebendige Innenstädte und Nachbarschaften und tragen damit zum sozialen Zusammenhalt in unserer Region bei.“

Von Beate Vogel