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Prignitz Sprühaktion gegen Eichenprozessionsspinner in der Prignitz vorerst abgeschlossen
Lokales Prignitz Sprühaktion gegen Eichenprozessionsspinner in der Prignitz vorerst abgeschlossen
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07:06 16.05.2020
Am Dienstag begann die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vom Boden aus und aus der Luft. Quelle: Foto: Mattis Rusch
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Perleberg

Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) im Landkreis Prignitz ist im Großen und Ganzen abgeschlossen. Das teilte der Sprecher der Kreisverwaltung, Frank Stubenrauch, am Freitag mit. Kleinteilige Restflächen und Bäume auf etwa 2,5 Hektar werden in der 22. Kalenderwoche – 25. bis 31. Mai – nachbehandelt.

Der Landkreis Prignitz koordinierte auch in diesem Jahr im Auftrag der Kommunen die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aus der Luft und vom Boden aus.

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Böige Winde und Schauer machten dem Piloten zu schaffen

Dabei kam das Biozid Foray ES zum Einsatz. Beim Besprühen der Bäume wurden die betreffenden Kreisstraßen durch Mitarbeiter abgesperrt, weil während der Ausbringung ein Betretungs- und Befahrungsverbot bis zur Abtrocknung des Biozides eingehalten werden muss.

Der Einsatz des Helikopters am Dienstag und Mittwoch war laut Kreisverwaltung gut vorbereitet. Dennoch musste der Pilot auf böige Winde und kurze Schauer immer wieder reagieren. Einzelne Areale konnte er nicht behandeln, um Dritte wie etwa Radfahrer auf dem Elbedeich oder parkende Fahrzeuge, nicht zu gefährden beziehungsweise zu beschädigen.

Ende Mai sind Restarbeiten dran

Daraus resultiert ein leichter Verzug. Die restlichen Bäume, sollen nun Ende Mai vom Boden aus nachbehandelt werden.

Insgesamt nahm der Helikopter eine Fläche von 130 Hektar unter seine Rotorblätter. Im vergangenen Jahr waren es circa 225 Hektar.

Die Arbeiten mit Sprühkanonen vom Boden aus begannen witterungsbedingt ebenfalls erst am 12. Mai. Mit zwei Trupps konnten zunächst Bäume im Stadtgebiet Wittenberge, im Amt Lenzen und zum Teil im Amt Bad Wilsnack/Weisen behandelt werden.

Bodentrupps hatten bei ihrer Arbeit keine Probleme

Am Mittwoch wurden dann die Arbeiten mit drei Trupps im Amt Bad Wilsnack/Weisen, der Gemeinde Plattenburg und der Gemeinde Gumtow fortgesetzt. Ab Donnerstag stand nur noch ein Trupp zur Verfügung, gearbeitet wurde in der Gemeinde Karstädt, dem Amt Putlitz-Berge, der Stadt Pritzwalk und der Gemeinde Groß Pankow. Am Freitag wurden dann die Flächen der Stadt Perleberg bekämpft.

Insgesamt wurden auf diese Weise rund 9000 Bäume vom Boden aus behandelt, im Vorjahr waren es etwa 6500.

Die Bodenbekämpfung von Dienstag bis zum Freitag verlief laut Frank Stubenrauch ohne nennenswerte Vorfälle und mit großem Verständnis der Verkehrsteilnehmer. „Mein Dank gilt besonders den Ordnungsämtern der jeweiligen Kommunen für die gute Zusammenarbeit und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Karstädt und Pritzwalk, die beim Auftanken des Helikopters behilflich waren“, sagte Sabine Kramer, Zweite Beigeordnete des Landrates des Landkreises Prignitz.

Von MAZ-Online

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