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Prignitz Straße im Dorf freigegeben
Lokales Prignitz Straße im Dorf freigegeben
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15:04 30.11.2017
Straßenübergabe in Klein Woltersdorf: Die ersten beiden Bauabschnitte an der ehemaligen Landestraße sind abgeschlossen. Quelle: Bernd Atzenroth
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Klein Woltersdorf

Wer von Pritzwalk aus Richtung Klein Woltersdorf fährt, merkt auf der bisherigen L 146 nach der Ausfahrt aus Seefeld den deutlichen Unterschied sofort: Ab dann ist die Straße für einen guten Kilometer jetzt eine gut ausgebaute und planierte Piste, allerdings nicht so breit gebaut, dass sie zum Rasen verleiten könnte.

Jetzt wurde das sanierte Stück der Straße, die nun K 7054 heißt und vom Kreis übernommen wurde, auch offiziell für den Verkehr freigegeben. Dazu waren Landrat Torsten Uhe, Groß Pankows Bürgermeister Marco Radloff, Vertreter der Baufirma Eurovia, des Planungsbüros Jürgen Hinze, der Kreisstraßenmeisterei und des Landesbetriebs für Straßenwesen am Donnerstag in den Ortsteil von Groß Pankow gekommen. Bis zum Jahr 2020 soll die ehemalige Landesstraße komplett ausgebaut sein. Das ist Teil eines Prozesses, an dem auch die Kommunen beteiligt sind, denn sie übernehmen ehemalige Kreisstraßen.

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„Sichtbares Zeichen, dass man sich auch um Kreisstraßen kümmert“

Nun sind also die ersten zwei von insgesamt zehn Bauabschnitten fertig übergeben – nach nicht einmal vier Monaten Bauzeit voll im Zeit- wie auch Kostenplan – , zur Freude von Torsten Uhe. „Für die Bevölkerung ist das ein sichtbares Zeichen, dass man sich nicht nur um die Bundes- und Landesstraßen, sondern auch um die Kreisstraßen kümmert.“ Innerorts erhielt die Straße eine sechs Meter breite Fahrbahn sowie Gossen und Borde zur Wasserführung und Ableitung des Oberflächenwassers in ein Vorflutbecken. Auf freier Strecke beträgt die Fahrbahnbreite 3,50 Meter bis 4,50 Meter, zusätzlich sorgen drei Ausweichstellen für einen sicheren Begegnungsverkehr. „Wir kannten die Straße, wie sie vorher ausgesehen hat“, meinte Uhe und erinnerte so an die alte, oft nur drei Meter breite und ziemliche kaputte Piste. Kein Wunder, dass nur er, sondern auch Radloff sich jetzt über das „super Ergebnis“ freute.

2018 wird in Seefeld und Lindenberg gebaut

Die Baulänge betrug insgesamt 1,3 Kilometer, davon entfallen 400 Meter auf die Ortsdurchfahrt von Klein Woltersdorf. Die Baukosten in Höhe von 620 000 Euro trägt zu 90 Prozent das Land Brandenburg. Die restlichen zehn Prozent übernimmt der Landesbetrieb für Straßenwesen als Einstandspflicht für unterlassene Unterhaltung, wofür sich Uhe ausdrücklich bedankte. Von Anfang August bis zum 10. November war die Baufirma Eurovia mit den Arbeiten beschäftigt. Die Planung und Bauleitung lag beim Ingenieurbüro Hinze aus Pritzwalk.

2018 stehen weitere Bauabschnitte an, so die Ortsdurchfahrt von Seefeld, die Strecke von dort Richtung B 103, die Ortsdurchfahrt von Lindenberg und von dort die Strecke Richtung Vettin.

Von Bernd Atzenroth

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