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Prignitz Straße wird nach Gebhard zu Putlitz benannt
Lokales Prignitz Straße wird nach Gebhard zu Putlitz benannt
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02:17 24.03.2018
Der Jungfernsteg in Putlitz heißt bald Gebhard-zu-Putlitz-Straße.
Der Jungfernsteg in Putlitz heißt bald Gebhard-zu-Putlitz-Straße. Quelle: Bernd Atzenroth
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Putlitz

Putlitz wird bald eine Gebhard-zu-Putlitz Straße haben. Einen entsprechenden Antrag beschlossen die Putlitzer Stadtverordneten am Dienstag auf ihrer jüngsten Beratung. Sie entsprachen damit einem Ansinnen des gleichnamigen Sohns von Gebhard zu Putlitz. Allerdings entschieden sich die gewählten Vertreter kurzfristig dafür, den Jungfernsteg umzubenennen und nicht, wie ursprünglich geplant, die Straße „Zur Burghofwiese“.

Immer die Kirche im Blick: Der Jungfernsteg in Putlitz heißt bald Gebhard-zu-Putlitz-Straße. Quelle: Bernd Atzenroth

Gebhard zu Putlitz hatte auf der Versammlung erklärt: „Ich würde mich sehr, sehr freuen, wenn eine Straße in Putlitz nach meinem Vater benannt wird.“ Schließlich habe der auch ein Alleinstellungsmerkmal, weil er sosowohl von den Nationalsozialisten als auch von den Kommunisten inhaftiert worden sei. Dieser Aspekt sowie die Geburts- und Todesdaten sollen auch auf einem zusätzlichen Erklärschild unter dem Straßenschild zu lesen sein. Der Jungfernsteg sei ihm „sehr recht“ dafür, weil er selbst von seinem Elterhaus aus auf diesen Weg am Burgturm vorbei Richtung Kirche gegangen sei.

Kurzfristige Bedenken an der Burghofwiese

Die unerwartete Umorientierung auf den Jungfernsteg erklärte der Putlitzer Bürgermeister Bernd Dannemann damit, dass an der Burghofwiese Anlieger kurz vor der Sitzung Bedenken geäußert hätten. So wäre eine solche Änderung etwa für Edeka Bockelmann mit erheblichem Aufwand verbunden. Auch in der Amtsverwaltung seien kurzfristig Bedenken gekommen. „Aufgrund der gewerblichen Struktur wäre die Umbenennung an dieser Stelle doch mit erheblichem Aufwand verbunden. Das haben nicht bedacht“, erklärte Dannemann auf Nachfrage, „am Jungfernsteg würden wir aber niemandem auf die Zehen treten.“ Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Von Bernd Atzenroth