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Prignitz Unbekannter schneidet Waschbär drei Beine ab
Lokales Prignitz Unbekannter schneidet Waschbär drei Beine ab
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10:51 13.12.2019
Diesem Waschbär wurden drei Beine abgeschnitten. Er musste eingeschläfert werden. Quelle: Wildtierauffangstation
Meyenburg

Ein schwer verstümmelter junger Waschbär wurde am Donnerstag in der Prignitz gefunden. Den herbeigerufenen Helfern von der Wildtierauffangstation in Struck bot sich ein Bild des Grauens: Dem Tier fehlten drei Beine. Es musste eingeschläfert werden.

Ausmaß zunächst nicht erkennbar

Wie schlimm es um den Waschbären steht, sei zunächst nicht erkennbar gewesen, berichtet Angie Löblich von der Station in Struck bei Meyenburg. „Er saß unter einem Anhänger und fauchte, lief aber nicht weg.“ Als er schließlich hervorgeholt werden konnte, habe er sich zusammengerollt. Erst als der Waschbär von einem Tierarzt untersucht wurde, habe sich das ganze Ausmaß seiner Verletzungen offenbart.

Glatte Schnittwunden

„Die Stümpfe der Gliedmaßen hatten glatte Schnittwunden“, sagt Angie Löblich. Daher geht sie davon aus, dass die Beine offensichtlich von jemandem abgetrennt worden sein müssen. Keine Falle oder andere Umstände könnten derartige Verletzungen verursachen. „So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagt die Tierschützerin.

Kein Einzelfall

Ein Einzelfall sei das aber nicht. Laut Angie Löblich wurde vor einiger Zeit – ebenfalls in der Prignitz – ein Waschbär mit eingequetschtem Kopf in einer Holzkastenfalle gefunden. Offenbar hatte er in diesem Zustand noch tagelang gelebt. „Man muss Waschbären nicht mögen. Aber ihnen so etwas anzutun, ist einfach unglaublich.“

Auf umzäuntem Grundstück

Der aktuelle Fall wirft noch eine weitere Frage auf: Der Waschbär befand sich auf einem umzäunten Grundstück, das er in seinem Zustand aus eigener Kraft gar nicht hätte erreichen können. Die Besitzerin informierte die Station. Was geschehen ist, lasse sich nur vermuten: „Vielleicht ist er über den Zaun geworfen worden“, so Angie Löblich.

Der Fall werde zur Anzeige gebracht – wegen Tierquälerei und des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Auch wolle Angie Löblich bei der zuständigen Jagdbehörde vorsprechen.

Von Björn Wagener

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