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Tour de Prignitz 2019 Nur hier dürfen Fahrradfahrer auf einer echten Start- und Landebahn radeln
Lokales Prignitz Tour de Prignitz 2019 Nur hier dürfen Fahrradfahrer auf einer echten Start- und Landebahn radeln
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01:15 22.05.2019
Mit dem Fahrrad über eine echte Start- und Landebahn eines Flugplatzes radeln, das durften die Teilnehmer der Etappe 4 der diesjährigen Tour de Prignitz. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Aller Anfang ist schwer. Und das Beste kommt zum Schluss. Punkt. Fertig ist der Text zur Tour de Prignitz 2019. Alles ist gesagt. So wie im wahren Leben. Wenn da nur nicht diese unendlich vielen kleinen Geschichten zwischendrin wären.

Tatsächlich bot die Schlussetappe dieser Tour rund um den Verkehrslandeplatz Kyritz-Heinrichsfelde via Barenthin mit der Mittagspause und den Neustädter Gestüten als Kulturstopp noch unendlich viel mehr. Sie war vom Wetter her zudem das Kontrastprogramm zur Etappe 1, dem wiederum schwersten Anfang einer Tour wegen des ununterbrochenen Regens.

Das Beste kommt zum Schluss: Impressionen der vierten Etappe der Tour de Prignitz 2019, die rund um Kyritz-Heinrichsfelde führte via Barenthin und Neustadt.

Und nun folgte in Kyritz-Heinrichsfelde zugleich der wohl schönste Start in der Tour-Geschichte überhaupt – so die einhellige Meinung zahlreicher langjähriger Teilnehmer. Die 895 Radler durften dieses Mal nämlich eine Runde über die Start- und Landebahn drehen. Der Flugverkehr wurde eigens dafür genau eine Stunde unterbrochen.

Startschuss von der Schützengilde

„Ich bin schon auf einer Autobahn gefahren. Aber das hier ist einfach einmalig. Unglaublich toll“, sagte Friedhelm Müller aus Rathenow, der zum siebenten Mal dabei war: „Dieses ganze Flair bei der Tour überhaupt, das ist der Wahnsinn.“

Das Startsignal bildeten Salutschüsse von Mitgliedern der Kyritzer Schützengilde – die das Tour-Feld fünfeinhalb Stunden später wieder dort empfingen.

Diesmal ist der Weg das Ziel

Zeit genug also für die Tour-Radler, um rund um Kyritz eine Menge Dörfer kennenzulernen. Die waren teilweise auch die am schönsten geschmückten aller Orte der diesjährigen Tour.

In Berlitt etwa grüßte so mancher Einwohner hoch oben von einer Multicar-Hebebühne.

Vierte Etappe der Tour de Prignitz 2019: In Berlitt wird dem Tour-Feld sogar auch von einer (wohl einzigartigen?) Multicar-Hebebühne gegrüßt. Quelle: Matthias Anke

Unterdessen verdeutlichte die Kreideschrift auf der Dorfstraße allen , was sie ohnehin schon wussten: „Der Weg ist das Ziel.“ Zur Erinnerung: Bei der verregneten Etappe 1 war das Ziel das Ziel.

Vierte Etappe der Tour de Prignitz 2019: „Der Weg ist das Ziel“, steht auf der Dorfstraße geschrieben, die durch Berlitt führt. Quelle: Matthias Anke

Gelegenheiten, um in die Region zurückzukehren

Auf dem Weg lagen nun neben dem Mittagspausenort Barenthin mit einem Programm, das sich jeder gerne noch bis in die späten Abendstunden gegönnt hätte, und dem Kulturstopp in Neustadt, wo die Fohlenstreicheleinheiten nicht enden wollten, auf diesem Weg lagen noch so viele andere Orte, die im Gedächtnis bleiben. Schließlich sollen möglichst viele der Tour-Radler ja auch mal zu anderen Gelegenheiten wiederkommen.

Vierte Etappe der Tour de Prignitz 2019: Tour-Radler vor filmreif galoppierender Stutenherde in Neustadt. Quelle: Matthias Anke

Was sich da demnächst alles so anbietet, darauf verwiesen beim großen Familienfest in Heinrichsfelde die Touristiker aus der Region, etwa Doreen Wolf für die Stadt Kyritz und Dorit Geu vom Pfarramt Neustadt-Köritz.

Derweil warb die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke auf der Bühne fürs Stadtfest, das demnächst ansteht, und auch für die Schöller-Festspiele.

Flugzeug malt ein Fahrrad in den Himmel

Und dann zog auch noch ein Flugzeug Kreise über allen Köpfen dieses Familienfestes. Es entstand ein in die Luft gemaltes Fahrrad. Schön!

Ach ja, damit zurück zu den Phrasen, von denen es am Ende mit Blick auf diese Etappe nur noch eine gibt, die da lautet: Wenn’s am Schönsten ist, soll man aufhören. Das war’s also.

Aber okay, einer geht noch. Klar: Wiedersehen macht Freude. 2020!

Von Matthias Anke

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