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Tour de Prignitz 2019 Tour-Strecke erhielt Gütesiegel der Polizei
Lokales Prignitz Tour de Prignitz 2019 Tour-Strecke erhielt Gütesiegel der Polizei
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01:15 25.03.2019
Ein wunderschöner Kulturstopp erwartet die Radler auf der dritten Etappe am 18. Mai, wenn auf der Insel in Zaatzke pausieren. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk

Die Strecken der Tour de Prignitz stehen: Am Mittwoch trafen sich die Tourpolizei und Vertreter der Veranstalter MAZ und Antenne Brandenburg zur traditionellen gemeinsamen Streckenabfahrt. Dabei inspizierten sie die Strecken auf ihre Qualität hin und schauten, wie die Radler zu ihren Pausen- und Zielorten kommen und wo der ein oder andere Poller für die Durchfahrt entfernt werden muss.

Bei der Streckenabfahrt bekamen die Tourpolizisten und die Organisatoren von MAZ und Antenne Brandenburg schon einen schönen Eindruck von der diesjährigen Tour de Prignitz. Sie sahen malerische Landschaften, pittoreske Dörfer und historische Stadtkerne und sie trafen viele interessante Menschen, die am Zustandekommen der Rundfahrt mitwirken. Hier ein Bilderbogen.

Die gute Zusammenarbeit mit der Polizei hat Tradition. Wie in allen Tourjahren seit 1997 werden die Beamten in gewohnter Art und Weise wieder für maximale Sicherheit unterwegs sorgen. Unterstützt werden sie dabei auch von der Bundeswehr und vom DRK.

Kulturstopp auf der „Insel“ in Zaatzke

Bei der Streckenabfahrt kamen Tourpolizisten und Veranstalter auch mit vielen engagierten Menschen zusammen, die sich in der Mittagspause, beim Kulturstopp oder an Start und Ziel dafür einsetzen, dass das Radlerfeld überall toll empfangen wird.

Da wäre zum Beispiel das Trio, das in Zaatzke auf die Streckenplaner wartete: Sarah Wegwart von der Heiligengraber Gemeindeverwaltung war zusammen mit Ortsvorsteherin Jacqueline Türk und Thomas Lipinski, dem Vorsitzenden des Vereins Landleben Zaatzke, vor Ort, um die „Insel“ vorzustellen. Insel ist dabei wörtlich zu nehmen, denn der Platz auf dem Dorfanger ist tatsächlich von Wasser umgeben.

Mittagspause an der Barenthiner Kirche

In großer Runde sollen hier die Radler auf ihrer dritten Etappe um das gesamte Areal herumgeführt werden, bis das Dorf sie schließlich am Pausenort empfängt. Dabei wird vieles im Zeichen des anstehenden Dorfjubiläums stehen, das im August gefeiert wird.

Nicht minder engagiert geht Jörg Abraham zu Werke. Der Ortsvorsteher von Barenthin (Gemeinde Gumtow) konnte ein sehr schönes Gelände für die letzte Mittagspause der Tour de Prignitz 2019 vorstellen: Auf dem lauschigen Platz zwischen Kirche und Gemeindehaus sollen die Teilnehmer der Tour ihr Mittagessen einnehmen können.

Darüber hinaus ist genug Platz auch auf der anderen Seite der Kirche und entlang der schönen Dorfallee. Abraham ist die Mitwirkung der Feuerwehr, des Vereins Barenthiner Dorfleben, des Karnevalsvereins, der Kirche und des Ortsbeirats sicher.

Tourpolizistin Kerstin Weise. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Tourpolizisten und die Organisatoren bekamen also schon einen sehr guten Vorgeschmack darauf, was bei der 19. Tour de Prignitz vom 16. bis 19. Mai die Pedaleure so alles erwartet.

Neben großartigen Stopps sind das herrliche Landschaften, etwa auf dem Elbdeich bei Wittenberge oder aber schon auf der ersten Etappe beim landschaftlich reizvollen Ausflug nach Mecklenburg-Vorpommern zwischen dem Glambecksee und dem großen Kievesee hindurch.

Es sind aber auch malerische Dörfer wie Berlitt oder das mecklenburgische Wredenhagen und die schönen historischen Stadtkerne wie von Perleberg oder Wittstock, die die vier Tagesschleifen so schön machen.

Schlechte Strecken werden durch gute ersetzt

Tatsächlich entschieden sich die Streckenabfahrer um Tourpolizistin Kerstin Weise an einzelnen Stellen auch noch für kleinere Streckenänderungen, etwa um bei der Anfahrt auf Sewekow ein kilometerlanges Feldsteinwegstück keinem Radler zumuten zu müssen oder aber um bei Pritzwalk auf besonders schlaglochlastige Pisten zu verzichten – auch wenn die Etappen dadurch ein klein wenig länger werden.

Streckenabfahrt auf dem Elbdeich bei Wittenberge, wo die Radler auf der zweiten Etappe am 17. Mai entlangkommen. Quelle: Bernd Atzenroth

Kleine Besonderheiten warten im übrigen auf allen Etappen auf das Radlerfeld. Es geht schon los in Wittstock, wo die Tour kurz nach dem Start der ersten Etappe das Gelände der Landesgartenschau 2019 passiert. Der Pausenort Sewekow mit seiner Max-Schmeling-Halle wird erstmals bei der Tour de Prignitz angefahren, während alte Tourhasen Alt Daber, Ort des ersten Kulturstopps, bereits aus den Vorjahren kennen.

Infos rund um die Tour de Prignitz 2019

Veranstalter der Rundfahrt sind die Märkische Allgemeine Zeitung und Antenne Brandenburg.

Unterstützt werden sie dabei wie seit vielen Jahren schon von der Volks- und Raiffeisenbank Prignitz sowie der AOK Nordost.

Der Moduswurde geändert: Jede Etappenstadt wird gleichermaßen Start- und Zielort des Teilstücks sein. Wer morgens mitradelt, kommt am Nachmittag an gleicher Stelle wieder an, so dass die Tour jetzt aus vier Etappen um die jeweiligen Zielorte herum besteht.

Die Stadt Kyritz hatte den Ausschreibungswettbewerb für die Etappenorte gewonnen und sich damit das große Tour-Abschlussfest gesichert. Dieses wird auf dem Flugplatz Heinrichsfelde am 19. Mai stattfinden.

Weitere Etappenstädte sind Wittstock, Perleberg und Heiligengrabe.

Jede Etappenstadt erhält für ihre Teilnahme und die Ausrichtung des Empfangs 1000 Euro Preisgeld.

Pausenortesind diesmal Sewekow, Wittenberge, Pritzwalk und Barenthin. Das ist gleichbedeutend mit jeweils 250 Euro Prämie

Dazu kommen Kulturstopps am Daberturm in Alt Daber, an der Wunderblutkirche Bad Wilsnack, auf der Insel in Zaatzke und am Haupt– und Landgestüt in Neustadt/Dosse.

Aktuelles zur Tour gibt es regelmäßig unter www.tourdeprignitz.de.

Neben der Elbfahrt ist die zweite Etappe von Perleberg über Wittenberge und Bad Wilsnack zurück nach Perleberg eher eine Runde im Zeichen der Kultur. Mittagsrast ist am Wittenberger Kultur- und Festspielhaus. Kleine Besonderheit noch in der Elbestadt: Der Fahrradtross probiert zwischen Hafenstraße und Speicher die schicke Elbpromenade aus.

Beim Kulturstopp erhalten die Radler Infos über die Arbeiten an der Bad Wilsnacker Wunderblutkirche. Ordnungsamtsleiter Gerald Neu und Bürgermeister Hans-Dieter Spielmann freuen sich bereits jetzt wieder auf das bunte Radlerfeld.

Extrarunde auf dem Flugfeld in Heinrichsfelde

Auf der dritten Etappe geht es mitten durch den Wald: Heiligengraber Teilnehmer durchqueren die Hohe Heide, um schließlich später zum Pritzwalker Marktplatz zu gelangen. Der ist in diesem Jahr Pausenort. Heike Fuchs und ihre Mitarbeiterinnen von der Stadtverwaltung bereiten sich bereits intensiv darauf vor.

Ein doppelter Schlussakkord wartet auf der vierten Etappe. Der Besuch des Haupt- und Landgestüts in Neustadt/Dosse ist seit jeher immer wieder Höhepunkt von Etappen gewesen. Und schließlich wartet auf dem Flugplatz Heinrichsfelde die diesjährige große ­Tourabschlussparty – inklusive Extrarunden für Radler auf dem Flugfeld.

Fazit: Die Streckentester haben die vier Etappen der Tour de Prignitz 2019 insgesamt für gut befunden und freuen sich auf den 16. bis 19. Mai.

Von Bernd Atzenroth