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Tour de Prignitz Australier treffen sich in Brandenburg
Lokales Prignitz Tour de Prignitz Australier treffen sich in Brandenburg
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00:16 05.06.2018
Christian Ziehe mit seinem Vater Bodo Schütte (l.) und dessen Tour-Freund Ferdinand Jekel (r.). Quelle: Matthias Anke
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Christdorf

Auffällige Hüte oder markante Fahrräder stechen bei der Tour de Prignitz immer heraus. Unter den bis zu weit mehr als 700 Teilnehmern pro Etappe aber sollte es dieses Mal eine kleine australische Flagge sein, die an einem Fahrrad befestigt war und größtes Interesse weckte.

Nach Australien ausgewandert und in Brandenburg Urlaub gemacht

Im Sattel saß als Dauerradler Christian Ziehe, ein Mittdreißiger, der als Maler und Lackierer mit seiner Familie vor einigen Jahren nach Australien auswanderte und nun in Brandenburg Urlaub machte. Auf die Idee zur Tour brachte ihn sein Vater Bodo Schütte, ein ehemaliger Berliner, der längst Senftenberger ist. „Ich bin das dritte Mal dabei“, erklärte er mir, weshalb er also gewusste habe, wohin er seinen Sohn da mitnahm. Schütte fand auf der Tour auch schon einen Tour-Freund. Er heißt Ferdinand Jekel, Busfahrer aus Frankfurt/Oder und seit zwölf Jahren Tour-Fan.

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Wegen der Flagge am Fahrrad erkannten ihn die ehemaligen Australier

Doch zurück zum Auswanderer Christian: Als das Radlerfeld durch Christdorf rollte, sprang einigen Bewohnern seine Flagge förmlich ins Auge. Sie begannen regelrecht auszurasten, verfolgten Christian bis zur nächsten Pause. Und siehe da: Es waren Australier, die nach Deutschland auswanderten und heute in Christdorf leben. Womit mal wieder bewiesen ist: Bei der Tour de Prignitz trifft sich die Welt.

Christian Ziehe zeigte auch auf dem Rücken seines T-Shirts, woher er kommt. Quelle: Matthias Anke

Von Matthias Anke