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Prignitz Tourismusforum Prignitz: Ohne Investitionen wird die Reiseregion abgehängt
Lokales Prignitz Tourismusforum Prignitz: Ohne Investitionen wird die Reiseregion abgehängt
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13:16 29.10.2019
Mike Laskewitz (links) überreichte die Aufkleber an die neuen Anbieter von E-Bike-Ladestationen. Quelle: Stephanie Fedders
Schilde

Die Prignitz und der Radtourismus – vieles läuft gut, doch um konkurrenzfähig zu bleiben, kommt die Region um weitere Anstrengungen nicht herum. Das ist der Tenor des Tourismusforums in Schilde, zu dem der Tourismusverband Prignitz zahlreiche Partner begrüßte.

Qualität der Radwege in der Prignitz muss besser werden

So vielfältig die Aspekte waren, die genannt wurden, um die Frage zu klären, wie sattelfest die Prignitz ist, zog sich doch ein wichtiger Punkt wie ein roter Faden durch die Veranstaltung: Die Grundlage für eine positive Wahrnehmung der Reiseregion bei den Zweirad-Urlaubern liegt in einer vernünftigen Infrastruktur.

Beleibt bei Radlern: Der Elberadweg bei Wittenberge. Quelle: Martin Ferch/Stadt Wittenberge

Die sei zwar großenteils in Ordnung, könne aber nur als Ganzes betrachtet werden. Sieben überregionale Radwege wie die Bischofstour oder der Elbe-Radweg seien die Zugpferde, an die die Gäste besondere Qualitätsansprüche stellen.

„In diese Wege müssen wir investieren, um die Erwartungen der Urlauber zu erfüllen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Mike Laskewitz. Wenn Tourenabschnitte mit einem „mangelhaft“ benotet werden, „müssen wir daran arbeiten“, so Laskewitz. „Befriedigend oder gut wären am allerbesten.“

Radwegekonzept für Brandenburg gefordert

Auch Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann hob die Bedeutung konkurrenzfähiger Radwege hervor – und das flächendeckend in der Reiseregion. „Es funktioniert nur als System“, bekräftigte der Vorsitzende des Tourismusverbandes. Mit dem Angebot einer 90-prozentigen Förderung für Sanierungen durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) sei das Geld vorhanden, aber: „Manchmal fehlt der Wille vor Ort, etwas durchzusetzen.“

Die Sichtweise teilt Hermanns Kollege Torsten Jacob. „Die Radwege haben es nötig“, sagte der Amtsdirektor von Bad Wilsnack-Weisen, der Geld in die Hand nimmt, um Wege durch den Bau von Rastplätzen attraktiver zu machen.

Gutheißen mochte auch René Georgius das ILB-Programm, setzte aber an anderer Stelle mit Kritik an. Die Kommunikation zwischen den Ministerien, die sich mit Radtourismus beschäftigen, funktioniere nicht immer. Der Leiter des Regionalcenters Prignitz der IHK plädierte daher für ein Gesamt-Radwegekonzept für Brandenburg. „Hier ist die neue Landesregierung in der Pflicht.“

Verband begrüßt zwei neue Anbieter von E-Bike-Ladestationen

Um die Infrastruktur an den Bedürfnissen der Radurlauber auszurichten, müsse auch verstärkt an die Nutzer von E-Bikes gedacht werden. „Das ist das Thema der Zukunft“, sagte Tino Freißler vom ADFC-Landesverband. Es sei begrüßenswert, dass es in Perleberg und Wittenberge bereits öffentliche Ladestationen gebe. Noch schöner wäre es, wenn in jeder Kommune eine Möglichkeit bestünde, damit die Radler ihre Akkus aufladen können.

Zwei weitere Stationen kommen dank privater Initiative neu dazu. Der Tourismusverband hatte im Rahmen des Projektes „E-Bike (L)Adebar“ Mitstreiter gesucht und diese jetzt auf dem Tourismusforum vorgestellt.

Die Pension Elbeglück aus Mödlich und das Bio-Hotel Schönhagener Mühle haben den Mehrwert für ihre Gäste erkannt und bieten diesen Service an. Als sichtbares Zeichen überreichte Mike Laskewitz an die Betreiber passende Aufkleber. Nachahmer sind jederzeit willkommen.

Von Stephanie Fedders

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