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Prignitz Trotz schlechterer Chancen zur Lehrstelle
Lokales Prignitz Trotz schlechterer Chancen zur Lehrstelle
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17:13 09.12.2013
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Pritzwalk

Im Rahmen eines neuen Bildungsprojektes unter dem Titel "Strategisches Aktionsbündnis", abgekürzt "STAB", will die Pritzwalker Bildungsgesellschaft helfen, diesen Gegensatz aufzulösen. Als einziges Projekt in Brandenburg wird damit die Bildungsgesellschaft dabei für drei Jahre lang aus den Bundes- und EU-Mitteln des Jobstarter-Projekts gefördert.

Projektleiter Torsten Zwingelberg: "In erster Linie geht es darum, Betriebe dabei zu unterstützen, Schulabgänger und Schulabgängerinnen sowie Altbewerber mit schlechteren Chancen auf einen Ausbildungsplatz in die betriebliche Ausbildung zu integrieren." Dazu reiche es jedoch nicht aus, lediglich eine gute Berufsorientierung anzubieten. "Der Berufsstart aller jungen Menschen ist zukünftig als Prozess zu betrachten, der koordiniert und gemanagt werden muss." Nur so könnten gute und nachhaltige Übergangsstrukturen geschaffen werden.

Zunächst ist Vorarbeit bei den Akteuren des Prignitzer Fachkräfteentwicklungsnetzwerk zu leisten, die enger kooperieren müssten, wenn es darum geht, Bildungswege zur beruflichen Integration von Jugendlichen ohne Ausbildungsvertrag zu verzahnen. Dazu sollen hochwertige und praxisorientierte Übergangsmodelle und Unterstützungsstrukturen geschaffen werden, um die Berufsbildung zu fördern. Informationen, wie dies künftig geschehen wird, soll es noch im November bei der Auftaktveranstaltung zum Projekt geben. Vorgestellt werden sollen dann die Inhalte, Ziele und Umsetzungsstrategien.

Schon heute informieren bei der Bildungsgesellschaft Lothar Nagel, 03395/ 7099661, nagel@gbg-pritzwalk.de oder Nikol Koch, 03395/300357, koch@gbg-pritzwalk.de, Interessenten über das Projekt, aber auch ganz allgemein zur Werbung von Auszubildenden. Das Jobstarter-Projekt, finanziert vom Bundesbildungsministerium und aus dem Europäischen Sozialfonds, geht derzeit in seine fünfte Runde. Dabei zielt Jobstarter insbesondere auf eine nachhaltige Fachkräftesicherung durch betriebliche Ausbildung, europäische Öffnung und gesteigerte Attraktivität dualer Berufsausbildung.

Für jeweils drei Jahre werden Projekte gefördert, die bestimmte Branchen (etwa erneuerbare Energien), das Ausbildungsangebot für ausgewählte Zielgruppen sowie die Entwicklung und Stabilisierung regionaler Ausbildungsstrukturen (wie das Pritzwalker Projekt) oder auch europäische Ausbildungskooperationen betreffen.

Mit einer besseren Kooperation der Akteure vor Ort sollen mit den Jobstarter-Projekten die regionale Verantwortung in der beruflichen Bildung gestärkt und gleichzeitig ein Beitrag zur Strukturentwicklung geleistet werden. Unterstützt werden die jeweiligen Projekte vom Regionalbüro Ost bei der Gesellschaft zur Förderung von Bildungsforschung und Qualifizierung in Berlin.

Von Claudia Bihler

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