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Prignitz Unternehmerball wurde zum festlichen Dinner
Lokales Prignitz Unternehmerball wurde zum festlichen Dinner
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00:18 14.02.2018
Erster Perleberger Unternehmerball am 10. Februar 2018 im Saal des Hotels "Deutscher Kaiser". Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Eine „schnuckelige Runde“ sei hier zusammengekommen, meinte Bürgermeisterin Annett Jura angesichts des eher geringen Zuspruchs für den ersten Perleberger Unternehmerball. 24 Gewerbetreibende hatten den Weg in den historischen Saal des Hotels „Deutscher Kaiser“ gefunden. Doch Steve Hausmann, Betreiber des Hotels, gab sich ganz entspannt, und sein Team reagierte auf die Situation, die etwas anders war als erhofft. Im Saal wurde eine große Tafel aufgestellt, und so hatte der Ball eher etwas von einem großen Familiendinner im historischen Ambiente. Serviert wurde ein Sechs-Gänge-Menü vom Feinsten.

Die Runde war kleiner als gedacht, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. Der erste Perleberger Unternehmerball soll auch nicht der letzte gewesen sein. Hier ein paar Bilder.

Die Idee hinter all dem ist es laut Hausmann, dass sich die einheimischen und vornehmlich die städtischen unternehmen außerhalb von Arbeit und Alltagsstress in Gespräche vertiefen und Kontakte knüpfen können. Als Gründe für die geringe Beteiligung bei der Erstauflage machte Hausmann auch den Termin aus. Denn viele waren wohl wegen der Winterferien und wegen Karnevals nicht gekommen. Doch all dies war ja auch bloß ein Anfang: „Wir werden es nächstes Jahr definitiv wiederholen“, betonte der Hotelchef, „und wollen es als jährliche Attraktion in Perleberg gestalten.“

Steve Hausmann, (l.), sein Küchenchef und Annett Jura begrüßten die Gäste. Quelle: Bernd Atzenroth

Ins selbe Horn stieß auch Annett Jura, die an die Diskussionen im Vorfeld erinnerte. Denn bei der Wirtschaftsinitiative Westprignitz war man wenig erbaut darüber, dass es neben dem Ball der Prignitzer Wirtschaft – in diesem Jahr am 9. März jetzt noch ein zweites ähnliches Angebot nur für die Perleberger gibt. Doch die Bürgermeisterin verteidigte das Vorhaben, das von Hausmann initiiert worden war: „Ich denke, wenn wir so einen schönen historischen Saal haben und ein Unternehmer diesen für so einen Ball nutzen will, dann steht es ihm auch zu. Das ist völlig in Ordnung.“

Immerhin: Diejenigen, die gekommen waren, bildeten für die Bürgermeisterin einen „Querschnitt durch die Perleberger Wirtschaft“: Einzelhändler, Betreiber von Industriebetrieben und auch der Chef des örtlichen Energieversorgungsunternehmens PVU, Holger Lossin waren gekommen. „Ich bin gerne gekommen“, sagte Lossin zur MAZ.

„Wir freuen uns, dass es Ihnen so gut geht.“

Annett Jura wiederum freute sich in ihrer Ansprache darüber, dass die Perleberger Wirtschaft gut aufgestellt sei. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es 120 Arbeitslose wenige, in die kreisweite Arbeitslosenquote von 9,2 Prozent sei die niedrigste seit Jahren. Stabil sind mit 3,4 Millionen Euro auch die jährlichen Gewerbesteuereinnahmen. „Wir geben einen Teil unseres Geldes auch wieder zurück“, betonte die Bürgermeisterin und spielte damit auf Aufträge an lokale Firmen etwa bei städtischen Bauvorhaben an. Wobei die Auftragslage etwa für Handwerker sehr gut sei: „Wir freuen uns, dass es Ihnen so gut geht.“ Annett Jura vergaß nicht den Hinweis au die gemeinsame Wirtschaftsförderung mit der Stadt Wittenberge, die seit gut einem Jahr im Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz (TGZ) in Wittenberge angesiedelt ist. „Wir unterstützen Sie gern“, sagte die Bürgermeisterin, „uns liegt am Herzen, dass wir den persönlichen Kontakt pflegen.“ natürlich könne man auch sie selbst anrufen.

Einen weiteren Hinweis an die Unternehmer hatte sie noch. Aus der sogenannten KMU-Förderung für kleine und mittelständische Unternehmen stehen Perleberg bis zum Jahr 2020 insgesamt 300 000 Euro zur Verfügung, die Unternehmen für Investitionen abrufen können. Zwar sind 145 000 Euro davon schon vergeben, doch kann man sich für Beträge aus der Restsumme noch bewerben. „Und erzählen Sie es weiter an andere Unternehmen, die Sie kennen“, sagte sie.

Angesichts des Speiseplans, den zuvor der Küchenchef zum Besten gegeben hatte – vom hausgemachten Sushi als Küchengruß über schwarzen Heilbutt und eine Bouillabaisse -lief nicht nur der Bürgermeisterin das Wasser im Munde zusammen, die allen Beteiligten einen genussvollen und vergnüglichen Abend wünschte. Immer: Diejenigen, die nicht gekommen waren, hatten zumindest ein gutes Essen verpasst.

Von Bernd Atzenroth

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