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Prignitz Viel Arbeit für die Prignitzer Polizei: Drei Verletzte, einiges an Schaden und 18 eingezogene Polenböller
Lokales Prignitz Viel Arbeit für die Prignitzer Polizei: Drei Verletzte, einiges an Schaden und 18 eingezogene Polenböller
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14:46 01.01.2020
Hinterlassenschaften der Silvesternacht finden sich noch überall auf den Prignitzer Straßen – wenn auch hier bereits gut zusammengekehrt. Quelle: Bernd Atzenroth
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Wittenberge

Brände, Verletzte, Schäden – der Silvesterabend ist in der Prignitz nicht überall friedlich verlaufen. Die Polizei hatte in den Stunden vor dem neuen Jahr und auch am Neujahrsmorgen einiges zu tun, um zu den Einsatzorten auszurücken.

Örtlich waren auch Feuerwehrleute im Einsatz, die glücklicherweise aber nichts größeres löschen mussten. Polizeihauptkommissarin Susann Polzin bewertet die Nacht hinsichtlich des Arbeitsaufwandes der diensthabenden Polizisten als intensiv: „Das war schon viel Arbeit und keine normale Silvesternacht.“

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11-Jähriger erleidet Knalltrauma

In Wittenberge verletzten sich eine 24-Jährige und ihr 11-jähriger Sohn durch die Explosion eines Böllers. Den hatte ein 68-Jähriger in der Bürgermeister-Jahn-Straße in Richtung der Frau und des Jungen geworfen. Der Mann rief noch Vorsicht, doch die Frau und das Kind konnten nicht mehr reagieren. Die 24-Jährige wurde am Fuß verletzt. Der 11-Jährige kam mit Verdacht auf Knalltrauma in ein Krankenhaus. Die Kriminalpolizei ermittelt in diesem Fall wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Unbekannte sorgten am Silvesterabend in Wittenberge für einen großen Schaden an einem VW. Sie hatten gegen 21.45 Uhr einen Böller unter den Scheibenwischer der Frontscheibe eines in der Turmstraße parkenden Autos gesteckt. Scheibenwischer, Scheibe und die Motorhaube wurden durch die Explosion beschädigt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf circa 9000 Euro geschätzt. Die Kripo ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Feuerlöscher ins Gesicht geworfen

Zu einem heftigen Streit kam es in der Wittenberger August-Bebel-Straße. Mehrere Personen sahen dort, wie ein 22-Jähriger und weitere Personen mit einem Bordfeuerlöscher aus ihrem Fahrzeug heraus brennende Knaller und Papierreste löschten. Das gefiel offenbar den Beobachtern nicht, es kam zu einer Auseinandersetzung. Ein unbekannter Mann aus der Personengruppe nahm dann den Feuerlöscher vom Beifahrersitz des Fahrzeuges und warf diesen in den Pkw.

Dabei traf er den 22-Jährigen im Gesicht, der im Fahrzeug saß. Der junge Mann wurde leicht verletzt und musste in einem Rettungswagen behandelt werden. Feuerwehrleute hatten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe geleistet. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Brand wurde mittels Schnellangriffseinrichtung abgelöscht.

Polizei beschlagnahmt 18 Polenböller

Als Polizisten am Mittwoch gegen 2.15 Uhr auf der Kreisstraße zwischen Weisen und Breese einen 26-Jährigen Deutschen kontrollierten, fanden sie bei ihm 18 sogenannte Polenböller. Der Mann war den Ordnungshütern aufgefallen, weil seine Knaller besonders laut zündeten. Die Polizisten nahmen die Böller an sich und fertigten gegen den 26-Jährigen eine Anzeige wegen der Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

In Karstädt löste Feuerwerk am Mittwoch gegen 0.30 Uhr einen Brand aus. Der Lebensbaum eines 67-jährigen Deutschen stand in Flammen. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Der Gesamtschaden beträgt circa 200 Euro.

Feuerwehren mussten raus

Offenbar beschädigten Unbekannte in der Silvesternacht durch unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerk eine Haustür in der Hamburger Straße in Lenzen. Die Schadenshöhe beträgt circa 2500 Euro.

Die Karstädter Feuerwehr musste am Neujahrsmorgen gegen 1.15 Uhr zum Pestalozziplatz ausrücken. Aus bisher ungeklärter Ursache stand dort eine Papiertonne in Flammen. Die Tonne brannte komplett nieder. Die Schadenshöhe wird auf circa 150 Euro geschätzt.

Auch für die Wittenberger Feuerwehrleute gab es am Neujahrsmorgen dann noch einmal etwas zu tun. Gegen 4.54 Uhr wurden mehrere brennende Mülltonnen in der Dr.-Salvador-Allende-Straße gemeldet. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz löschte das Feuer ab.

Von MAZ-online