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Prignitz Vorbereitung auf den Vollzeitjob Studium
Lokales Prignitz Vorbereitung auf den Vollzeitjob Studium
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18:28 28.01.2013
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PRITZWALK

. Gestern begann an der Schule die bereits siebte Auflage der Wissenschaftswoche mit vielen interessanten Vorträgen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Sie soll vor allem das Interesse an Naturwissenschaften wecken oder verstärken.

Eingangs aber umriss Professor Friedhelm Mündemann von der Fachhochschule Brandenburg in einem Vortrag in der Schulaula noch einmal die Kernfragestellung: Was tun, wenn die Schule vorbei ist? Man könnte direkt arbeiten gehen, oder aber einen Ausbildungsplatz besetzen oder jedoch studieren. Die letzten beiden Möglichkeiten lassen sich in einem dualen Studium auch kombinieren. „Kompetenzbrücken für angehende Studierende“ betitelte Mündemann seinen Vortrag.

Wieviele Pritzwalker Gymnasiasten letztlich studieren gehen oder etwas anderes machen, lässt sich nicht ganz genau sagen. Zwar gibt es unter den Abiturienten laut Schulleiter Harald Glöde immer eine Befragung, doch zeige die Erfahrung, dass sich manche noch kurzfristig anders entschieden. Glöde meinte im Gespräch mit der MAZ, dass die jeweils aktuelle Abiturientenumfrage eigentlich durch eine weitere ein Jahr später ergänzt werden müsste, um es genauer zu wissen – was aber schwierig umzusetzen sei.

Die Auswahl an Möglichkeiten ist jedenfalls groß. Es gibt nach Mündemanns Angaben 348 Ausbildungsberufe, davon sind 333 in dualen Studiengängen zu erlernen. Damit nicht genug: Die Vielfalt an Universitäten ist riesig. In Deutschland kann man an 357 Hochschulen 4172 Studiengänge belegen. Europaweit sind es sogar 61 750 Studiengänge an 1325 Hochschulen. Angesichts dessen mag dem ein oder anderen Schüler im Saal der Kopf geraucht haben.

Warum aber studieren? Verschiedene Motive listete Mündemann auf: Weil man einmal gut verdienen, sich selbst verwirklichen, die Träume der Eltern erfüllen oder aber schlicht im späteren Leben Arbeitslosigkeit vermeiden will. Er riet den Gymnasiasten, bei ihrer Entscheidung auch danach zu gehen, was sie können, worauf sie neugierig sind und woran ihr Herz hängt.

Mündemann machte den Pritzwalker Schülern aber auch klar, dass sich für sie beim Übergang von der Schule zur Hochschule vieles ändert. Zum Beispiel „die Zeittaktung des Lebens“ – schließlich denkt der Student jetzt in Semestern, die in der Regel inklusiver Prüfungszeit und vorlesungsfreien Phasen jeweils ein halbes Jahr dauern. Das Studium ist auch ein Vollzeitjob – vor allem, wenn man nebenher noch arbeiten muss.

Der zweite gravierende Unterschied ist der, dass die jungen Leute nach der Schulzeit, in der ihnen das Meiste vorgegeben wurde, nunmehr selbst bestimmen, was und wieviel sie lernen. Dabei sind die Anforderungen hoch. Denn der Stoff wird viel dichter vermittelt als in der Schule. Außerdem wird das, was man lernt, sehr viel abstrakter. Mit gutem Grund: Die jungen Leute sollen an der Uni Denkmuster vermittelt bekommen, die sie in unterschiedlichen Situationen anwenden können. Das ist zwar an Universitäten durchaus nichts Neues, verlagert sich aber schon zunehmend an die Schulen. Harald Glöde umschreibt das so: „Es gibt heute sehr viel mehr Wissen, das vermittelt werden soll. Aber die Schulzeit hat nicht zugenommen.“ Ergo werden auch in der Schulzeit zunehmend allgemeine Techniken vermittelt. Etwa bei Gruppenarbeiten oder vernetzten Projekten. Herausragendes Beispiel am Pritzwalker Gymnasium ist für Glöde das Marketingprojekt, das seit Jahr und Tag mit großem Erfolg an der Schule durchgeführt wird. Glöde: „Dabei lernen die Schüler unheimlich viel.“ Er nannte dabei die praktische Anwendung von Wissen, die Zusammenarbeit mit anderen und das Liefern von Ergebnissen unter enormem Zeitdruck.

Geboten wurde gestern zum Auftakt der Wissenschaftswoche noch eine ganze Menge: Bettina Lindorfer von der Akademie der Wissenschaften Berlin referierte über „Jede Sprache ist eine Weltansicht – Wilhelm von Humboldts Projekt der vergleichenden Sprachbeschreibung“. Katja Orlowski von der Fachhochschule Brandenburg sprach über „Medizininformatik“ und Professor Mündemann äußerte sich noch in einem zweiten Vortrag zum Thema „Wie Rechner sehen lernen“. (Von Bernd Atzenroth)

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