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Prignitz Vorfreude aufs Gymnasium
Lokales Prignitz Vorfreude aufs Gymnasium
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00:18 25.01.2017
Experimente im Physikraum – hier am Flaschenzug.
Experimente im Physikraum – hier am Flaschenzug. Quelle: Britta Scharf
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Pritzwalk

„Es gibt keine Alternative zu diesem Gymnasium, aber dennoch ist der Schnuppertag wichtig für uns“, erklärt die Mutter eines künftigen Gymnasiasten. Denn Kind und Eltern möchten vor der Anmeldung an der neuen Schule einen Eindruck haben, wie sich der nächste Lebensabschnitt gestalten wird. Daher war der Tag der offenen Tür am Goethe-Gymnasium am Samstag gut besucht.

Nicht nur die Räume konnte man kennenlernen, Schüler und Lehrer hatten auch einiges vorbereitet, um die Neuankömmlinge neugierig zu machen. Denn mit der Entscheidung für eine Schule ist es noch nicht getan, auch die Entscheidung für eine Sprachklasse steht an. Russisch, Französisch und Latein sind im Angebot. Voraussichtlich werden drei Klassen entstehen, jede mit einem Sprachschwerpunkt. „Ihr müsst aber keine Angst haben, unsere Lehrer sprechen im Unterricht ganz normal Deutsch mit uns“, erzählen die Schüler der Lateinklasse im Probeunterricht den Sechstklässlern. Lateinlehrerin Kirchner findet es prima, dass die Schüler diese Probestunde übernehmen. „Sie sind noch viel näher dran und wissen, welche Fragen die neuen Schüler bewegen!“ Dieses Konzept entstand aus einem Notstand im vergangenen Jahr, als sie selbst wegen glatter Straßen nicht zum Tag der offenen Tür kommen konnte und die Schüler von sich aus die Sache in die Hand nahmen. Kirchner nutzte diese Erfahrung und blieb diesmal von vornherein im Hintergrund. Mit Stolz und Engagement präsentierten sich die Lateinschüler und veranschaulichten durch den persönlichen Besuch Cesars sowie ein Theaterstück, dass Latein eben nicht nur eine tote Sprache ist.

Euphorie beim Experimentieren

Im oberen Stock der Schule wird derweil mikroskopiert und experimentiert. Die Elftklässlerin Michelle Rusche hilft den jungen Besuchern bei der Präparation einer Zwiebelzelle. Für sie sind die Arbeitsschritte normal. Sie freut sich, den Jüngeren den Spaß daran zu vermitteln. „Nach dem neuen Lehrplan mikroskopieren wir in der siebten Klasse ganz viel“, sagt Biologielehrerin Viola Rath. Physiklehrerin Ute Eisele ist weniger optimistisch, dass die Schüler im Alltag von all den interessanten Dingen, die sie für diesen Tag vorbereitet hat, viel wiedersehen werden. Dabei springt ihre Euphorie direkt über, wenn sie die Zentrifugalkraft anhand einer Kugel im Weinglas oder den Unterdruck mit Hilfe einer Kerze im Wasserbad erproben lässt. Auch der Chemiesaal ist voller motivierter Schüler und Lehrer, die spannende Experimente vorbereitet haben. Luca Nowack und Bodo Voß präsentieren das Sahnehäubchen: Bei ihnen konnten die Kinder ihre Münzen „vergolden“. „Ich finde es toll, dass die Schüler in diesem Jahr viel mehr Fragen stellen als im vergangen Jahr“, sagt Luca Nowack.

Von Britta Scharf