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Wittenberge Galakonzert zum Jubiläum 25 Jahre Dixielandfest Wittenberge
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15:39 01.09.2019
Die Band „Eine kleine Jazzmusik” aus Hamburg verstand es, das Publikum zu begeistern. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Zum 25. Mal schallten am Wochenende Dixielandklänge durch Wittenberge. Dieses Jubiläum wurde an zwei Tagen gefeiert. Auf dem Hof des Wittenberger Marie-Curie-Gymnasiums gab es am Freitag unter dem Motto „Junge Leute machen Jazz” ein Konzert mit der Brass-Band des Marie-Curie-Gymnasiums Wittenberge und der Studentenband „Quinception” aus Magdeburg. Jazzklänge vom Feinsten waren den Musikfans versprochen, und sie wurden nicht enttäuscht.

Tolle Stimmung herrschte an zwei Tagen bei den Jazz-Fans in Wittenberge.

Drei Bands standen am Sonnabend nacheinander auf der Bühne. Das Galakonzert gestalteten die „Blue Wonder Jazzband” aus Dresden, „Eine kleine Jazzmusik” aus Hamburg und „Ipanema” aus Rostock. Jo Böse und Sylvia Bleßmann moderierten den Abend. Letztere ist Jazzliebhaberin und Journalistin im ZDF Landesstudio Berlin.

Finger schnippten, und Füße wippten im Takt. Kaum jemand der Gäste ließ sich nicht von der Musik mitreißen. Mit gut 300 Besuchern auf dem Hof des Gymnasiums in der Ernst-Thälmann-Straße blieb kaum ein Sitzplatz leer. So erfreute sich das Dixielandfest auch bei seiner Jubiläumsausgabe einer ungebrochener Beliebtheit.

Vogtländer sind ein zänkisches Bergvolk

Nicht nur die Musik kam sehr gut beim Publikum an. Auch der Humor trug sein Übrigens zur guten Stimmung bei. „Der Kamm unseres Trompeters brauchte früher mehr Zinken” und „seit 46 Jahren spielen wir zusammen. Das war nicht immer einfach. Zwei von uns sind Vogtländer. Das ist ein zänkisches Bergvolk”, hieß es bei der Vorstellung der Bandmitglieder der „Blue Wonder Jazzband”.

„Ich glaubte nie, dass sich Männer so am Waschbrett abrackern können”, scherzte Sylvia Bleßmann in ihre Abmoderation der „Blue Wonder Jazzband” über Lutz Käubler.

Jo Böse lobte den tollen Satzgesang der Jungs aus Dresden. „Bei Jazzbands ist es oft so; entweder sie können gut spielen oder gut singen. Die hier können beides gut”, lobte er.

Sylvia Bleßmann befragte die Besucher

Sylvia Bleßmann ging in der Umbaupause durch die Reihen und fragte Besucher, was sie am Jazz so toll finden. „Es ist die lockere Stimmung. Die Musik macht einfach gute Laune”, antwortete etwa die Wittenbergerin Kathrin Lockenvitz.

„Ungefähr vor 20 Jahren bin ich in die Stadt gekommen. Alles sah grau aus. Die Stimmung allgemein war eher negativ”, erinnerte sich Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann.

Dann hörte er die Dixieland-Musik auf dem Hof des Gymnasiums. „Das strahlte ein positives Lebensgefühl aus”, sagte er und dankte den Sponsoren und Machern des Dixielandfests. Immer wieder zu begeistern sei nicht so einfach.

Der Jazz beeinflusste die Soli in der Rockmusik

Jo Böse bedachte der Bürgermeister mit einem kleinen Präsent für sein Engagement. Er selbst outete sich als Fan der Rockmusik, besonders der von Deep Purple. Die vielen Soli im Rock sind vom Jazz beeinflusst, lernte er damals schon von seiner Mutter.

Anfang Juni 1993 starteten der damalige Kulturbund-Chef Dietrich Nehrenberg und der damalige Kulturhausleiter Jo Böse die erste Ausgabe des Dixielandfests, um das kulturelle Angebot in der Elbestadt zu bereichern. Mit dem Hof des Gymnasium in der Ernst-Thälmann-Straße fanden sie einen idealen Austragungsort. Der als Dr. Jazz bekannte Karlheinz Drechsel moderierte die ersten 16 Ausgaben des Dixielandfestes in Wittenberge.

Von 1959 bis 1991 moderierte er die Sendung „Jazz Panorama”. Er ist einer der Gründungsväter des Dixielandfestivals in Dresden. Mit umfangreichen Jazz-Wissen führte er durchs Programm.

Oldtimer-Parade in der Bahnstraße

Beim 10. Wittenberger Dixielandfest gab es einer Oldtimer-Parade durch die Bahnstraße. Noch heute bildet der urige Hof des Gymnasiums die Kulisse für das Fest, das Jo Böse immer noch organisiert, heute als Vorsitzender des Fördervereins Kulturhaus Wittenberge.

Von Jens Wegner

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