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Wittenberge Karl-Marx-Straße: Ausbau wird für Anlieger 30 Prozent teurer
Lokales Prignitz Wittenberge Karl-Marx-Straße: Ausbau wird für Anlieger 30 Prozent teurer
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00:26 23.03.2019
Die 434 Meter lange Karl-Marx-Straße in Wittenberge wird auf 188 Metern ausgebaut. Quelle: Jens Wegner
Wittenberge

Der Ausbau der Wittenberger Karl-Marx-Straße wird teurer als ursprünglich geplant. Das bedeutet für die Anlieger, dass sie nun 30 Prozent mehr für den Ausbau zahlen müssen. Das wurde den 15 Teilnehmern der Anliegerversammlung am Dienstagabend in Wittenberge erklärt.

Steffi Gottwald vom Bauamt der Stadt und Planer Sebastian Meier standen dort Rede und Antwort. Insgesamt wird von der 434 Meter langen Straße ein 188 Meter langes Teilstück ausgebaut. 16 Anlieger sind von den Ausbaubeiträgen betroffen.

Kostenschätzung jetzt höher

Die Anlieger waren schon mal im Oktober über den Stand der Dinge beim Ausbau der Wittenberger Karl-Marx-Straße sowie die geschätzten Kosten informiert worden, und gab es aktuellere Informationen rund um das Bauvorhaben, dass für die Stadtverordneten von Wittenberge eine hohe Priorität hat.

Sebastian Meier und Steffi Gottwald erläuterten Details der Baumaßnahmen in der Karl-Marx-Straße. Quelle: Jens Wegner

„Wir haben Fördermittel dafür bekommen. Die Arbeiten müssen dieses Jahr abgeschlossen werden, damit die Fördermittel nicht verfallen.“, sagte Bauamts-Mitarbeiterin Steffi Gottwald. Inzwischen liege aber eine neue Kostenschätzung vor. Im Oktober waren die Planer noch von Gesamtkosten von 526 000 Euro ausgegangen. Nun liegen die Kosten nach aktueller Schätzung bei 673 000 Euro.

Das bedeutet für die Anwohner, dass sie nun zehn Euro pro Quadratmeter anrechenbarer Grundstücksfläche für den Ausbau zahlen müssen. Im Oktober lag dieser Eigenanteil noch bei sieben Euro pro Quadratmeter. Die anwesenden Anlieger nahmen dies nur zur Kenntnis.

Nach dem derzeitigen Gesetzesstand sei die Stadt verpflichtet, diese Beiträge zu erheben. Über eine Abschaffung der Straßenausbaubeiträge könne man derzeit nur spekulieren.

Am 1. April ist Baubeginn

Am 1. April ist Baubeginn. Bis Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Firma Eggers hat am Dienstag den Auftrag zur Ausführung der Baumaßnahmen bekommen. Sebastian Meier von der Ingenieurgesellschaft Stüvel, die mit der Planung und Überwachung der Baumaßnahme beauftragt ist, gab einen Überblick über die einzelnen Maßnahmen.

„Die Stadt Wittenberge übernimmt den Ausbau der Fahrbahn und Gehwege, die Herstellung des Entwässerungskanals für Niederschlagswasser, die Herstellung der Beleuchtungsanlage und die Bepflanzung mit Winterlinden”, sagte er.

Während der Bauzeit ist Vollsperrung

Der Eigenbetrieb Abwasserentsorgung übernehme die Herstellung des Entwässerungskanals für Schmutzwasser. Die Erneuerung der Trinkwasser-Versorgungsleitungen und die teilweise Erneuerung der Versorgungsleitungen für Gas liegt in den Händen der Stadtwerke Wittenberge.

Während der Bauzeit wird der Straßenabschnitt voll gesperrt. Ein einseitiger Fußweg wird immer offen gehalten. Eine Zufahrt durch die Baustelle wird aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Die Bushaltestelle wird während der Bauzeit nicht angefahren.

Gutachter dokumentiert Zustand der Häuser vorher und nachher

Ein Gutachter wird ein Beweissicherungsverfahren durchführen. Jeweils vor Baubeginn und nach dem Abschluss der Arbeiten werden die Gebäude in der Straße begutachtet und deren Zustand dokumentiert.

Ein Bürger erkundigte sich nach der Lage und den Durchmessern der Hauptversorgungsrohre, die neu in der Straße verlegt werden.

Ein anderer äußerte seine Bedenken darüber, dass Bäume direkt in Höhe der Haustüren gepflanzt werden und so den direkten Zugang zum Haus behindern könnten. Steffi Gottwald lud die Bürger abschließend ein: „Wenn Sie noch Fragen haben, rufen Sie uns im Bauamt an!”

Von Jens Wegner

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